Ramsauer verschärft Attacken auf Flughafenchef Schwarz

Ramsauer verschärft Attacken auf Flughafenchef Schwarz Berlin (dapd). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Kompetenz von Berlins Flughafenchef Rainer Schwarz erneut infrage gestellt und ihn massiv kritisiert. „Mit so einem Kapitän kann es nicht weitergehen“, sagte Ramsauer der Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). Schwarz sei ein „Schönwetterkapitän, der in stürmischer See das Ruder nicht fest genug in der Hand hat“. Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe bereits mehrheitlich seine Entlassung gefordert, fügte der Minister hinzu. Bereits am Mittwoch hatte Ramsauer gefordert, Schwarz zu entlassen. Der Aufsichtsratschef der Flughäfen, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), verbat sich daraufhin Druck aus dem Hause des Bundesverkehrsministers. Solche Fragen sollten „in den zuständigen Gremien“ geklärt werden, sagte Wowereit. Alle drei Gesellschafter seien in der Verantwortung und sollten alle Äußerungen unterlassen, „die für das Unternehmen schädlich sein könnten“. Die Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens musste mehrfach wegen Mängeln in der Bauplanung und technischer Probleme verschoben werden. Unter anderem gab es Probleme mit der Brandschutzanlage. Der Bund ist mit den Ländern Berlin und Brandenburg Anteilseigner der Flughafengesellschaft. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EnBW streicht 1.350 Stellen

EnBW streicht 1.350 Stellen Karlsruhe (dapd). Nach RWE und E.on will auch der drittgrößte deutsche Energiekonzern EnBW massiv Stellen streichen. Von den etwa 20.000 Mitarbeitern sollen 1.350 bis Ende 2014 gehen. Der Konzern betonte am Freitag in Karlsruhe, der Stellenabbau solle über verschiedene Instrumente wie Altersteilzeit oder Abfindungsangebote erfolgen. Darauf habe sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Damit haben die Beschäftigten nach Monaten des Wartens jetzt die Gewissheit, dass die Sparvorgaben, mit denen sich das Unternehmen aus der Krise befreien will, auch mit einem Stellenabbau erreicht werden sollen. Bislang war nur von einem Beitrag der Mitarbeiter die Rede gewesen. Vor allem betroffen sein wird der Verwaltungsbereich mit 1.040 Stellen. Im operativen Bereich, etwa in den Kraftwerken oder beim Energiehandel, sollen 310 Stellen wegfallen. Mit den Arbeitnehmervertretern wurde zusätzlich zum Arbeitsplatzabbau vereinbart, die Erfolgsbeteiligung für Mitarbeiter in den kommenden drei Jahren im Durchschnitt um 18 Prozent einer Monatsvergütung abzusenken. Auch bei RWE und E.on müssen Mitarbeiter gehen Die größeren Wettbewerber RWE und E.on machen sogar noch radikalere Einschnitte in ihren Mitarbeiterstamm. Beim Essener DAX-Konzern RWE sollen 10.400 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen. „Diese Personalmaßnahmen sind unumgänglich, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit von RWE erhalten wollen“, hatte Konzernchef Peter Terium im Sommer erklärt. E.on hat ein Effizienzprogramm namens E.on 2.0 aufgelegt, das unter anderem den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen vorsieht. Die Branche ist nach dem beschlossenen Atomausstieg der Bundesregierung in die Enge geraten. Die Kosten für die Brennelementesteuer, für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die entgehenden Einnahmen aus abgeschalteten Atommeilern machen den Konzernen zu schaffen. Insbesondere EnBW hatte mit einem Anteil am Energiemix von mehr als der Hälfte auf Atomstrom gesetzt. Der Konzern hatte daraufhin 2011 das Effizienzprogramm „Fokus“ bekannt gegeben, das durch Verkäufe und Kosteneinsparungen ab 2015 mit 750 Millionen Euro im Jahr das Ergebnis entlasten soll. Das Ziel soll jetzt schon 2014, also ein Jahr früher, erreicht werden, teilte der Konzern ebenfalls am Freitag mit. „Mit der Beschleunigung ihres Effizienzprogramms reagiert die EnBW konsequent auf die unverändert schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmen- und Marktbedingungen“, hieß es vom Konzern. Für eine künftige solide finanzielle Basis sei die nachhaltige Ergebnisverbesserung von 750 Millionen Euro wesentlich. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Cinestar-Mitarbeiter erhalten Tarifvertrag

Cinestar-Mitarbeiter erhalten Tarifvertrag Berlin (dapd). Die 3.500 Beschäftigten der größten deutschen Kinokette Cinestar erhalten mehr Geld. In den kommenden drei Jahren sollen die Löhne je nach bisheriger Entgelthöhe zwischen 8 und 33 Prozent steigen, teilte die Gewerkschaft ver.di am Freitag in Berlin mit. Dem Abschluss seien jahrelange Auseinandersetzungen und Streiks in vielen Kinos vorausgegangen. Mit dem Tarifergebnis trete ab 1. Januar 2013 erstmals überhaupt ein Tarifvertrag für die Cinestar-Beschäftigten in Kraft, erklärte ver.di. Vereinbart worden seien auch Urlaubsansprüche und ein Weihnachtsgeld. Für die rund 1.700 Beschäftigten der Cinemaxx-Kette hatte ver.di bereits im November einen Tarifabschluss erzielt. Dieser sieht eine durchschnittliche Tariferhöhung von 9,74 Prozent vor. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Hansgrohe erzielt erneut einen Rekordumsatz

Hansgrohe erzielt erneut einen Rekordumsatz Schiltach (dapd). Der Armaturenhersteller Hansgrohe erzielt auch 2012 einen Rekordumsatz. „Auf dem Weg zur anvisierten Umsatzmilliarde sind wir ein Stück vorangekommen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Siegfried Gänßlen am Freitag in Schiltach. 2011 hatte das Unternehmen bereits mit 764 Millionen Euro den höchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielt. In diesem Jahr sollen die über 3.400 Mitarbeiter mit insgesamt 2,11 Millionen Euro für die Umsatzsteigerung belohnt werden. Zum Ergebnis machte Gänßlen keine Angaben. „Der neue Rekordumsatz darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld bewegen“, warnte Gänßlen. Dennoch wolle der Konzern weiter in Wachstum investieren. „Bei anhaltend positivem Geschäftsverlauf werden wir in den kommenden Jahren die Kapazitäten in Produktion und Logistik erhöhen“, kündigte Gänßlen an. Das schließe auch einen Personalausbau mit ein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Baukonjunktur zieht im Oktober wieder deutlich an

Baukonjunktur zieht im Oktober wieder deutlich an Wiesbaden (dapd). Nach einem schwächeren Vormonat hat die Konjunktur am Bau im Oktober wieder deutlich angezogen. Unter dem Strich verbuchten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes im Vergleich zum Oktober 2011 preisbereinigt um 30,5 Prozent mehr Aufträge, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im September war der Auftragseingang auf Jahressicht noch um 3,8 Prozent gesunken. Zum guten Ergebnis trugen den Angaben zufolge beide Zweige der Branche bei: So zog die Nachfrage im Hochbau um 17,0 und im Tiefbau um 47,7 Prozent an. Insgesamt lagen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes damit von Januar bis Oktober preisbereinigt um 6,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei beschäftigten die Unternehmen Ende Oktober 757.000 Menschen auf dem Bau, 11.000 oder 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Vom Postmann an den Weihnachtsmann

Vom Postmann an den Weihnachtsmann Rodgau (dapd). Bis unter den Weihnachtsbaum ist es noch ein weiter Weg. Lange Reihen von Pappkartons, mal klein, mal groß, gleiten Hunderte Meter über ein riesiges Fließband. Es rattert und rumpelt, Neonlicht lässt alles fahl aussehen. Die meisten Pakete sind grau oder braun, die bunten stechen hervor. Bücher, Weinflaschen, Lego-Burgen, Dessous, Schuhe, Pralinen – was wohl darin ist? Klar ist nur, dass es in vielen Paketen um Geschenke geht. Im Paket-Verteilzentrum im hessischen Rodgau bei Frankfurt wird in einer 300 Meter langen Halle verteilt, was am 24. Dezember Vater, Mutter, Kind, Onkel und Tante zum Strahlen bringen soll. Drei Millionen Pakete transportiert die Deutsche Post DHL in normalen Zeiten, vor Weihnachten schwillt die Menge auf bis zu sieben Millionen an. Allein 60 Sonderzüge der Bahn sind im Einsatz, um mit der Masse zurechtzukommen. Für die Mitarbeiter im Verteilzentrum bedeutet das Stress und Überstunden. „Die Maxime ist: Der Kram muss raus“, sagt Niederlassungsleiter Stefan Decher. Es gibt keine Möglichkeit, die Pakete im Verteilzentrum zu lagern. 33 dieser Zentren unterhält die Post in Deutschland, sie ist noch immer Marktführer. Mehr als jedes zweite privat verschickte Paket geht durch die Hände der Post-Mitarbeiter. Arbeiten, wenn andere freihaben Einer von ihnen ist Ahmad Basharat, der am frühen Abend im Rodgauer Verteilzentrum einen Container belädt. Der 63-Jährige steht an einem rosafarbenen Fließband, über das die Pakete zu ihm kommen. Er trägt eine Jeans-Latzhose und ein gelbes DHL-Polohemd. Der Container hinter ihm ist zu zwei Dritteln voll. Basharat stapelt die Pakete hinter sich, die großen wuchtet er auf den Boden, die kleinen, leichten wirft er einfach oben drauf. Kein Kubikzentimeter soll verschenkt werden. „Am Anfang hat mir abends alles wehgetan“, sagt Basharat über die körperliche Belastung, die sein Job als Ladekraft mit sich bringt. Aber das ist lange her, er hat sich an die Arbeit gewöhnt und wirkt nicht unzufrieden. Die Post zahlt vergleichsweise gut und achtet darauf, dass die Mitarbeiter ihren Rücken nicht kaputt machen. Kurse gibt es und Ergotherapeuten, die durch die Hallen gehen und auf falsche Bewegungen reagieren, wie Decher versichert. Basharat, gebürtiger Pakistaner, arbeitet schon seit 2000 in dem Rodgauer Verteilzentrum und repräsentiert nur eine von 50 Nationen, die hier vertreten sind. Von 15.00 bis 21.00 Uhr dauert seine Schicht. Das ist die Zeit, in der die Pakete aus den Filialen angeliefert werden. An normalen Tagen sind das in Rodgau etwa 280.000, kurz vor Heiligabend dann bis zu 400.000. Allein 100 zusätzliche Mitarbeiter stehen dann am Tag hier an den Bändern oder be- und entladen die gelben Container. Bundesweit hat die Post im Advent 10.000 zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. Es ist 17.00 Uhr im Rodgauer Verteilzentrum. Die Pakete des Tages kommen nun aus den Postfilialen der Umgebung. Das Einzugsgebiet reicht von Aschaffenburg bis Gießen, von Büdingen bis Frankfurt. Auf den ersten Metern wird der Barcode gescannt, den jedes Paket bekommt. Alles wird elektronisch erfasst. Mitarbeiterinnen tippen in Sekundenschnelle die Postleitzahlen ein, die darüber entscheiden, in welchem Container die Pakete nach ihrem Weg durch das Verteilzentrum landen sollen. Später, mitten in der Nacht, kommen dann die Pakete aus den anderen Verteilzentren an und werden für die Zustellbezirke sortiert. Die Abläufe bringen es mit sich, dass die Postler im Verteilzentrum vor allem dann arbeiten, wenn die meisten anderen Menschen freihaben. Weiße Weihnachten erst ab 14.00 Uhr erwünscht Decher greift auf das Band vor ihm und nimmt eines der Päckchen heraus. Absender: Ein Handwerksbetrieb in Neu-Isenburg, der Empfänger sitzt in Aßlar. Auf dem Paket prangt ein Nikolaus. Offenbar ein klassisches Weihnachtspaket. Decher legt es zurück aufs Band. Sperrige und besonders schwere Pakete kommen in Rollcontainer und werden von Postlern durch die Halle gefahren. Auf einem liegen 25-Kilogramm-Säcke voller Rollsplit und Pakete in Rollenform beispielsweise für Plakate. Doch das sind noch lange keine ungewöhnlichen Sendungen. Von Urnen und frisch geschlachteten Tieren wissen Decher und Abteilungsleiter Werner Vögele zu berichten. Nicht alles, was verschickt wird, ist auch dafür geeignet. Oft ist schlicht die falsche Verpackung das Problem. Wer eine Weinflasche nur in etwas Packpapier einschlägt, der sollte sich nicht wundern, wenn das Experiment als klebriger Scherbenhaufen im Paketzentrum endet. Was ordentlich verpackt ist, sollte aber auch schnell und wohlbehalten ankommen. Die Post hat den Anspruch, im Schnitt neun von zehn Paketen am nächsten Tag auszuliefern. Damit sich dieser Anspruch auch kurz vor Weihnachten erfüllen lässt, müssen nicht nur Tausende Mitarbeiter und kilometerlange Förderbänder mitspielen, sondern auch das Wetter. Bei Blitzeis ist auch der Paketbote aufgeschmissen. Post-Sprecher Achim Gahr bringt es auf den Punkt: „Alle wünschen sich weiße Weihnachten. Wir auch, aber erst ab dem 24. Dezember um 14.00 Uhr.“ Dann ist für die Post die stressigste Zeit des Jahres vorbei. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Messe München steht vor Rekordjahr

Messe München steht vor Rekordjahr München (dapd). Die Messe München erwartet 2013 ein Rekordjahr. Acht internationale Leitmessen stünden im kommenden Jahr in der bayerischen Landeshauptstadt auf dem Programm, erklärte das Unternehmen am Freitag. Durch den Turnus der Messen komme solch ein „Megajahr“ nur alle zwölf Jahre vor. Höhepunkt sei die Baumaschinenmesse Bauma Mitte April. Diese sei die größte Messe der Welt und fülle sämtliche Hallen sowie das gesamte Außengelände. Unter anderem werden 2013 den Angaben zufolge auch die Architekturmesse Bau, die Sportmesse Ispo und die Immobilienmesse Expo Real in München veranstaltet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Henkel will Frauenanteil im Management erhöhen

Henkel will Frauenanteil im Management erhöhen Düsseldorf (dapd). Der Düsseldorfer Waschmittelkonzern Henkel will bis 2018 den Anteil von Frauen im Management von derzeit 30 Prozent kontinuierlich ausbauen. „Diesen Anteil wollen wir jährlich um ein bis zwei Prozentpunkte steigern“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabbericht vom Freitag. Damit würde der Frauenanteil im Henkel-Management in den kommenden fünf Jahren auf 40 Prozent steigen. Eine vorgeschriebene Frauenquote lehnte Bagel-Trah, die seit September 2009 an der Spitze des Henkel-Aufsichtsrats steht, jedoch ab. „Ein Unternehmen kann durch die Gestaltung der Rahmenbedingungen und durch Vorbilder die Ziele auch ohne starre Vorgaben erreichen“, erklärte sie. Auch das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte geben, hält Bagel-Trah für falsch. „Das ist nicht meine favorisierte Lösung“, sagte sie. Es sei in Deutschland immer noch schwer, Karriere und Kind unter einen Hut zu bekommen. Die Mittel für das Betreuungsgeld sollten besser in ein größeres Angebot von Kita-Plätzen fließen. „Stattdessen werden finanzielle Anreize geschaffen, damit gut ausgebildete Frauen daheim bleiben“, erklärte Bagel-Trah. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

RWE reduziert Engagement bei Regionalversorgern

RWE reduziert Engagement bei Regionalversorgern Essen (dapd). Der Energiekonzern RWE reduziert sein Engagement bei regionalen Energieversorgern. Das Unternehmen verkaufte am Freitag seine 57,5-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (Kevag) für rund 220 Millionen Euro an die Stadt Koblenz und eine Gruppe regionaler Energieversorger, wie der Konzern mitteilte. Der Schritt ist Bestandteil der Bemühungen des durch die Energiewende angeschlagenen Konzerns, durch Verkäufe von Unternehmensteilen seine Kapitalbasis zu stärken und den finanziellen Handlungsspielraum für künftiges Wachstum zu erweitern. RWE-Vorstand Rolf Martin Schmitz betonte: „Nach dem Verkauf von Anteilen an Berlinwasser und an der Saarbrücker VSE ist die Abgabe der KEVAG-Beteiligung ein weiterer Fortschritt bei der Umsetzung dieses Maßnahmenpaketes.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Reallöhne im dritten Quartal gestiegen

Reallöhne im dritten Quartal gestiegen Wiesbaden (dapd). Die Reallöhne in Deutschland haben im dritten Quartal 2012 noch einmal zugelegt. Im Jahresvergleich stieg der Bruttomonatsverdienst aller Beschäftigten um durchschnittlich 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Nominallöhne erhöhten sich in diesem Zeitraum demnach um 3,0 Prozent, die Verbraucherpreise stiegen um 1,9 Prozent. Die Reallöhne sanken damit bereits seit elf Quartalen in Folge nicht mehr. Die Bruttoverdienste stiegen laut Nominallohnindex von 2007 bis 2011 durchschnittlich um 9,4 Prozent. Voll- und Teilzeitbeschäftigte konnten in dieser Zeit mit Lohnzuwächsen von 9,3 und 10,3 Prozent die um 6,6 Prozent gestiegenen Verbraucherpreise kompensieren. Der Verdienstzuwachs der geringfügig Beschäftigten von 6,0 Prozent glich die gestiegenen Lebenshaltungskosten dagegen nicht aus. Im Schnitt verdienten Vollzeitbeschäftigte in Deutschland im dritten Quartal 2012 ohne Sonderzahlungen 3.404 Euro brutto im Monat. Bis 2012 berücksichtigen die Statistiker in der Erhebung der Lohnindizes ausschließlich Vollzeitbeschäftigte. Die neuen Indizes berücksichtigen zusätzlich die Gehälter von teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)