Agrarbündnis verlangt einen Kurswechsel in der europäischen Landwirtschaft

Agrarbündnis verlangt einen Kurswechsel in der europäischen Landwirtschaft Berlin (dapd). Einen Kurswechsel in der europäischen Landwirtschaftspolitik hat das Agrarbündnis aus Bauern, Umwelt- und Tierschützern gefordert. Der Zusammenschluss von 24 Verbänden, darunter auch Entwicklungsorganisationen, verlangte am Donnerstag zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin, Betriebe dürften nicht länger Subventionen erhalten, nur weil sie sich an Gesetze hielten. Öffentliche Gelder müssten stattdessen an Landwirte vergeben werden, die unter anderem einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Umweltschutz leisteten. Esther Müller vom Deutschen Tierschutzbund sagte, es dürften keine pauschalen Mittel an Bauern vergeben werden, die ihre Tiere nicht artgerecht hielten. Ein Reformvorschlag der EU-Kommission beinhalte bereits positive Ansätze. Der Vorschlag drohe jedoch aufgeweicht zu werden, warnte das Bündnis. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Arbeitslosigkeit bleibt Hauptauslöser für Überschuldung

Arbeitslosigkeit bleibt Hauptauslöser für Überschuldung Wiesbaden (dapd). Arbeitslosigkeit ist nach wie vor der häufigste Grund für eine Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland. Mehr als jeder vierte (27 Prozent) in einer Beratungsstelle betreute Schuldner nannte 2011 Erwerbslosigkeit als Grund für seine finanzielle Notlage, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Andere Gründe waren Trennung, Scheidung sowie der Tod des Partners, die insgesamt 14 Prozent als Ursache der Überschuldung angaben. Bei zwölf Prozent der Schuldner führten Krankheit, Sucht oder ein Unfall zur Schieflage in der Kasse. Bei elf Prozent war es eine unwirtschaftliche Haushaltsführung und bei acht Prozent eine gescheiterte Selbstständigkeit, wie die Statistiker erklärten. Zu Beginn der Beratung standen die Schuldner 2011 im Durchschnitt mit je fast 35.000 Euro in der Kreide, von denen mehr als die Hälfte (56 Prozent) auf Verbindlichkeiten bei Banken entfielen. Jüngere Menschen unter 25 Lebensjahren hatten den Angaben zufolge aber bei Telefongesellschaften noch mehr Schulden als bei Kreditinstituten. Die Statistik basiert auf Angaben von 220 der rund 1.100 Schuldnerberatungsstellen hierzulande und berücksichtigt anonymisierte Daten von rund 74.000 Rat suchenden Schuldnern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Würth-Gruppe meldet Rekordumsatz

Würth-Gruppe meldet Rekordumsatz Künzelsau (dapd). Der Schrauben- und Dübelhersteller Würth hat 2012 einen Rekordumsatz erzielt. Nach dem vorläufigen Jahresabschluss stiegen die Erlöse um 2,9 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro, wie die Würth-Gruppe am Donnerstag in Künzelsau mitteilte. Das Betriebsergebnis wird den Angaben zufolge auf 410 bis 420 Millionen Euro wachsen. Die Zahl der Mitarbeiter ging weltweit um 1,4 Prozent auf 65.169 zurück. Der Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, Robert Friedmann, sagte, zwar hätten die meisten Geschäftsbereiche 2012 Wachstum verzeichnet. Doch seien einige Gesellschaften hart vom wirtschaftlichen Einbruch in Südeuropa betroffen. Für 2013 gelte es, in Wachstumsfeldern und -regionen „auf Angriff zu spielen“. In stagnierenden Märkten sei dagegen Sparen angesagt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gastgewerbe legt leicht zu

Gastgewerbe legt leicht zu Wiesbaden (dapd). Die deutschen Hoteliers und Gastronomen haben im November etwas mehr Geld eingenommen als ein Jahr zuvor. Der Umsatz im Gastgewerbe stieg bereinigt um die Inflation im Jahresvergleich um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Nominal lag das Umsatzplus im November bei 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Umsätze um nominal 0,4 und real 0,3 Prozent. Von Januar bis November 2012 setzten die Betriebe des Gastgewerbes hierzulande nominal 2,3 Prozent und real 0,3 Prozent mehr um als in den ersten elf Monaten des Vorjahres, wie die Statistiker erklärten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Nur 52 Prozent der Verbraucher loben die Qualität in Bioläden

Nur 52 Prozent der Verbraucher loben die Qualität in Bioläden Berlin (dapd). Nur jeder zweite Verbraucher ist mit der Qualität von Lebensmitteln in Bioläden zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Danach überzeugt die Qualität der Nahrungsmittel die Bürger besonders, wenn die Produkte direkt vom Bauernhof (77 Prozent) oder vom Wochenmarkt (78 Prozent) kommen. Genauso gut schneidet der Supermarkt ab (78 Prozent). Discounter als Bezugsquelle von Lebensmitteln bekommen weniger Zuspruch (63 Prozent). Insgesamt sind neun von zehn Verbrauchern mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Ebenfalls 91 Prozent äußerten sich positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger erklärten, dass ihr persönliches Interesse an Lebensmitteln und ihrer Herstellungsweise in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Worin sehen die deutschen Verbraucher die Stärken der deutschen Landwirtschaft? In der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel, antworteten 91 Prozent. 82 Prozent sehen die Landwirtschaft als „Bestandteil von Heimat und Brauchtum“. Nach Meinung von 78 Prozent leistet sie „einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege“. 68 Prozent sehen die Arbeitsplätze auf dem Land als wichtigen Faktor. Für 62 Prozent der Deutschen wirtschaften die Betriebe im Einklang mit der Natur. Für 57 Prozent ist auch die Sicherung der Ernährung außerhalb Deutschlands ein wichtiger Aspekt. Jeder Zweite vertraut der Lebensmittelindustrie nicht Beim Einkauf legen 89 Prozent der Verbraucher Wert darauf, dass die Produkte aus tiergerechter Haltung stammen. Die Hälfte der Befragten hält das sogar für „sehr wichtig“. Darauf folgt die regionale Herkunft (67 Prozent), die für 32 Prozent eine „sehr wichtige“ und für 35 Prozent eine „wichtige“ Rolle beim Einkauf spielt. Auch der Preis spielt eine erhebliche Rolle: 66 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein kostengünstiges Angebot wichtig ist. Ob ein Produkt aus ökologischem Anbau stammt, ist immerhin für insgesamt 61 Prozent der Konsumenten wichtig. Was das Vertrauen in die Lebensmittelproduktion betrifft, so genießen Lebensmittel aus der Region das größte Vertrauen (93 Prozent), Produkte dagegen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union das geringste (11 Prozent). In der Verarbeitungskette vom Acker bis zum Teller wird der Landwirtschaft mit 81 Prozent das größte Vertrauen entgegengebracht. Knapp jeder zweite Konsument hat auch Vertrauen in den Lebensmittelhandel (48 Prozent). Der Lebensmittelindustrie dagegen bringen 56 Prozent „wenig“ und neun Prozent „gar kein Vertrauen“ entgegen. Ursache für den Vertrauensverlust dürften auch Lebensmittelkrisen und -skandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sein. Die Befragten geben an, dass besonders der Vertrieb von Gammelfleisch (33 Prozent) und der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung (29 Prozent) sowie die EHEC-Epidemie (18 Prozent) für sie die größte Bedeutung gehabt hätten. Für die Erhebung waren Anfang Januar 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden. ( www.bmelv.de ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Neun von zehn Verbrauchern mit Lebensmitteln zufrieden

Neun von zehn Verbrauchern mit Lebensmitteln zufrieden Berlin (dapd). Mit Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland sind 91 Prozent der Verbraucher zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Infratest-dimap, die das Bundesagrarministerium am Donnerstag anlässlich der Grünen Woche in Berlin veröffentlicht hat. Danach äußerten sich ebenfalls insgesamt 91 Prozent der Verbraucher positiv über die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland. Zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger erklärten, dass ihr persönliches Interesse an Lebensmitteln und ihrer Herstellungsweise in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Für die Erhebung waren Anfang Januar 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden. ( www.bmelv.de ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Wirtschaftsverband erwartet mehr Wachstum als Bundesregierung

Wirtschaftsverband erwartet mehr Wachstum als Bundesregierung Köln (dapd). Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schätzt die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft optimistischer ein als die Bundesregierung. „Wir sagen 0,7 Prozent“, erklärte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Regierung geht in ihrem am Mittwoch vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht nur von 0,4 Prozent Wachstum für 2013 aus. Wegen der schwachen Konjunktur im Winterhalbjahr hat sie ihre Prognose vom Herbst damit mehr als halbiert. Ebenso wie die Regierung sieht der DIHK einen Rückschlag im Schlussquartal 2012 und rechnet im Jahresverlauf 2013 mit steigenden Wachstumszahlen. „Europa ist nach wie vor eine Herausforderung“, sagte Wansleben. Allerdings gebe es in Krisenländern wie Griechenland oder Spanien Anzeichen für eine Besserung. „Wir haben ein zurückhaltenderes Geschäft bei den europäischen Nachbarn, aber auch da ist es nicht so, dass es völlig einbricht“, erklärte er. Außerhalb Europas, etwa in China und den USA, stehe die deutsche Wirtschaft gut da. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Claus-Dietrich Lahrs bleibt Hugo Boss treu

Claus-Dietrich Lahrs bleibt Hugo Boss treu Düsseldorf (dapd). Der deutsche Modekonzern Hugo Boss setzt weiter auf die Dienste von Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs. „Ich habe kurz vor Weihnachten einen neuen Fünfjahresvertrag erhalten“, sagte Lahrs dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Lahrs war im Sommer 2008 von Dior zu Hugo Boss gekommen. Unter seiner Führung hat sich der Aktienkurs des im MDAX notierten schwäbischen Markenkonzerns, der mehrheitlich im Besitz des Finanzinvestors Permira ist, auf mehr als 80 Euro vervierfacht. Lahrs bekräftigte sein Ziel, den Umsatz von Hugo Boss bis 2015 auf drei Milliarden Euro zu steigern. „2012 haben wir unsere Ziele erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr wachsen werden“, erklärte er. Hugo Boss hatte für 2012 zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn angepeilt. 2011 hatte der Konzern bei einem Umsatz von gut zwei Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 469 Millionen Euro erzielt. Hugo Boss werde weiter den Großteil seines Umsatzes in Europa machen, sagte Lahrs. Doch erwartet er einen steigenden Anteil im asiatischen Geschäft. „Asien wir aufholen, auf lange Sicht werden Amerika und Asien mit je 25 Prozent gleich stark sein“, erklärte er. Derzeit mache Europa rund 60 Prozent des Umsatzes aus, Amerika 25 Prozent und Asien den Rest. „Wir werden 2013 große Geschäfte in Hongkong und Shanghai aufmachen“, sagte Lahrs. An der her relativ kleinen Damenkollektion will Hugo Boss festhalten. „Mit rund 230 Millionen Euro Umsatz inklusive Taschen und Schuhen ist das ein nennenswerter Bereich“, sagte Lahrs. „Und er wird weiter wachsen.“ Im vierten Quartal 2012 habe die Damenmode, die inzwischen von einem eigenen Team geleitet wird, bereits eine sehr gute Entwicklung gehabt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Remmel klagt über mangelnden Tierschutz in Deutschland

Remmel klagt über mangelnden Tierschutz in Deutschland Düsseldorf (dapd). NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) hat die Haltungsbedingungen von Tieren in Deutschland kritisiert. In Deutschland herrschten „tierschutzwidrige Zustände“, sagte er der „Rheinischen Post“. Seiner Meinung nach sollten Verbraucher darüber informiert werden, wenn Puten die Schnäbel gekürzt und Schweinen die Schwänze amputiert werden, sagte er einen Tag vor dem Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Er sei überzeugt, dass sie die Endprodukte dann nicht kaufen würden. „Zumal diese Methoden europarechtlich eigentlich nicht erlaubt sind, in Deutschland aber geduldet werden.“ Zu der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau werden ab Freitag mehr als 400.000 Besucher in Berlin erwartet. Die Grüne Woche findet in diesem Jahr zum 78. Mal statt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Telekom streicht angeblich 1.200 Jobs in Deutschland

Telekom streicht angeblich 1.200 Jobs in Deutschland Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Telekom will in Deutschland offenbar mehrere Hundert Stellen streichen. Bis zum 30. Juni sollen bis zu 1.200 Arbeitsplätze wegfallen, wie das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet. Der Konzern verspreche sich hierdurch jährliche Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro. Besonders betroffen seien die Abteilungen Verwaltung, Marketing, Controlling und Steuerung. Mit der personellen Umstrukturierung will sich die Telekom dem Zeitungsbericht zufolge mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Weltweit arbeiten derzeit rund 236.000 Menschen für den Konzern, davon knapp ein Viertel in Deutschland. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)