Frankfurt/Main (dapd). Wegen der anhaltend schlechten Umfrageergebnisse seiner Partei hat sich der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn kritisch über Meinungsforscher ausgelassen. Zum aktuellen ARD-Deutschlandtrend, der die FDP bei vier Prozent sieht, sagte Hahn dem Hessischen Rundfunk am Freitag: „Das sage ich vorwurfsvoll gegenüber Demoskopen: Dass sie sich noch trauen, eine solche Zahl zu nennen. Sie kann nicht stimmen.“ Hahn selbst sieht seine Partei nach dem guten Abschneiden in Niedersachsen demnach bei sieben bis acht Prozent. Zum Machtgerangel zwischen FDP-Chef Philipp Rösler und Fraktionschef Rainer Brüderle sagte Hahn: „Eine Revolution war nie geplant gewesen.“ Stattdessen habe man endlich Ruhe in die Personaldiskussion bringen wollen. Vor ein paar Wochen habe sich die FDP nach außen hin nur mit sich selber beschäftigt. Damit sei jetzt Schluss. dapd (Politik/Politik)
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DAX überspringt kurzzeitig 8.000-Punkte-Marke
Frankfurt/Main (dapd). Der deutsche Aktienmarkt hat erstmals seit fünf Jahren die Marke von 8.000 Punkten geknackt. Der Leitindex DAX legte am Freitag kurz nach Handelsbeginn um 0,8 Prozent auf 8.002,98 Zähler zu. Das war der höchste Stand seit dem Jahresbeginn 2008. Von seinem Allzeithoch vom 13. Juli 2007 ist der DAX aber noch ein Stück entfernt. Damals hatte er 8.151,57 Punkte erreicht. Nach dem Überspringen der psychologisch wichtigen Marke fiel der DAX am Freitag zunächst wieder etwas zurück und pendelte sich um 7.985 Punkte ein. Am Donnerstag hatte er 0,3 Prozent auf 7.940 Zähler gewonnen. Die Nebenwerte tendierten am Freitag ebenfalls nach oben. Der MDAX kletterte um 0,3 Prozent auf 13.406 Punkte. Der TecDAX gewann in ähnlicher Höhe auf 925 Zähler. Die Vorgaben von den internationalen Börsen waren glänzend. In New York hatte der Dow Jones am Donnerstag seinen Höhenflug fortgesetzt. Er ging mit 0,2 Prozent im Plus bei 14.329 Punkten aus dem Handel. Der Technologieindex Nasdaq kletterte 0,3 Prozent auf 3.232 Zähler. In Tokio sprang der Nikkei am Freitag um 2,6 Prozent auf 12.284 Punkte. Der Euro stand unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostete am Morgen 1,3084 Dollar und damit weniger als zuletzt. Im frühen DAX-Handel büßten Lanxess mit Abstand am stärksten ein. Die Aktie verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 63,00 Euro. Dahinter verloren Beiersdorf und SAP leicht. Vorn lagen Infineon mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 6,65 Euro. Merck stiegen 1,6 Prozent auf 114,00 Euro. Adidas notierten ebenfalls 1,6 Prozent fester bei 77,64 Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Rohstahlproduktion sinkt im Februar wieder
Düsseldorf (dapd). Die Stahlindustrie in Deutschland leidet weiter unter der schwachen Konjunktur. Im Februar sank die Rohstahlerzeugung im Vergleich zum Vorjahresmonat um vier Prozent auf knapp 3,45 Millionen Tonnen, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Freitag in Düsseldorf berichtete. Der Branchenverband erklärte, die Februar-Zahlen zeigten, dass sich die Stahlkonjunktur weiter in einem schwierigen Umfeld befinde. Insgesamt lag die Stahlproduktion in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres aber über dem Vorjahresniveau. Denn im Januar hatte die Branche noch ein Plus von 6,5 Prozent erzielt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Lindner glaubt an FDP-Erfolg bei Bundestagswahl
Berlin (dapd). Der frühere FDP-Generalsekretär Christian Lindner rechnet mit einem Wiedererstarken seiner Partei. „Wir werden gebraucht“, sagte Lindner am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Ihm sei nicht bang, dass die FDP den Wiedereinzug in den Bundestag und auch in die Bundesregierung schaffe. Der NRW-Landeschef der Liberalen, der am Wochenende als Parteivize auf dem FDP-Bundesparteitag kandidiert, forderte, Politik für den Mittelstand als dem „Kraftzentrum“ der Gesellschaft zu machen. „Jetzt gilt es, daran zu arbeiten, dass die FDP wiedergewählt wird“, betonte Lindner. „Natürlich will ich mich jetzt einbringen.“ Der FDP-Politiker fügte hinzu, Aufgabe seiner Partei sollte es sein, den Menschen „französische Experimente“ zu ersparen, mit denen Rot-Grün liebäugle. Lindner war im Dezember 2011 als FDP-Generalsekretär unter Parteichef Philipp Rösler zurückgetreten und hatte sich in die Landespolititk zurückgezogen. dapd (Politik/Politik)
Mehdorn wird neuer Flughafen-Chef in Berlin
Berlin (dapd-bln). Der Hauptstadtflughafen in Schönefeld bekommt einen neuen Chef: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn und der Fluggesellschaft Air Berlin, Hartmut Mehdorn, übernimmt den Posten als Vorsitzender der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB). Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Freitag. Er freue sich, dass die Gesellschafter Mehdorn als neuen Flughafenchef gewonnen haben, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). „Herr Mehdorn hat in verschiedenen Funktionen bei bedeutenden deutschen Unternehmen große Erfolge zu verzeichnen“, sagte er. Mehdorn hatte erst Anfang Januar den Chefposten bei Air Berlin abgegeben. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Mehr Touristen in Deutschland
Wiesbaden (dapd). Nach dem Rekordjahr 2012 boomt der Tourismus in Deutschland weiter. Im Januar stieg die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben hierzulande auf Jahressicht um zwei Prozent auf 21,7 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dabei legte die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um fünf Prozent auf 3,8 Millionen zu. Bei den inländischen Besuchern kletterte sie um ein Prozent auf 17,9 Millionen. Dabei zählten die Statistiker Betriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Übernachtungen in- und ausländischer Touristen in Deutschland auf den Rekordwert von 407,4 Millionen gestiegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Industrieverband dringt auf eindeutige Zuständigkeiten bei Energiewende
Berlin (dapd). Die deutsche Industrie fordert von der Bundesregierung klare Ansagen und Zuständigkeiten für die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft. „Eine eindeutige Verantwortlichkeit gibt es noch nicht“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, am Freitag im Deutschlandfunk vor einem Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es sei gut, dass die Kanzlerin sich des Themas nun persönlich annehme. „So ein Projekt braucht eine eindeutige Verantwortlichkeit“ erklärte Grillo. „Das sehe ich bisher nicht.“ Bei der Energiewende hat es immer wieder Unstimmigkeiten und Konflikte zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium gegeben. Merkel hatte am Donnerstag mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Kanzleramt über die politisch beschlossene Energiewende gesprochen. Am (heutigen) Freitag will sie am Rande der Handwerksmesse in München neben Grillo auch andere Spitzenvertreter deutscher Wirtschaftsverbände treffen. Dabei dürfte die Energiewende ein Thema sein. Die Industrie sieht sich durch höhere Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien benachteiligt und verlangt, dass der Strom vor allem für energieintensive Branchen bezahlbar bleibt. „Die deutsche Industrie kann die hohen Stromkosten auf Dauer nicht tragen, sonst kommt es zum Arbeitsplatzabbau“, sagte Grillo. Derzeit sei das Risiko groß, dass die Energiewende ihre Ziele nicht erreiche. dapd (Politik/Wirtschaft)
Frauenerwerbsquote in Deutschland so hoch wie nie zuvor
Saarbrücken (dapd). Die Frauenerwerbsquote in Deutschland ist so hoch wie noch nie zuvor. Bundesweit gehen inzwischen sieben von zehn Frauen einer bezahlten Arbeit nach, wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Angaben der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag berichtet. Die Quote liegt derzeit bei 71,6 Prozent. Vor 20 Jahren betrug sie noch knapp 61 Prozent. Die Zahl weiblicher Beschäftigter ist seit der Wiedervereinigung um 2,6 Millionen auf 18,1 Millionen gestiegen. Der hohe Beschäftigungsgrad geht den Angaben zufolge jedoch auch auf den starken Anstieg atypischer Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit zurück. Von den im Jahresschnitt insgesamt fast 776.000 Leiharbeitern in 2010 waren knapp drei Viertel Frauen. dapd (Politik/Politik)
Wirtschaft lehnt Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ab
Osnabrück (dapd). Die deutsche Wirtschaft lehnt Forderungen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einem Rückkehrrecht in Vollzeitarbeit ab. Ein solcher genereller Anspruch würde für die Betriebe zu weiteren Unsicherheiten führen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen würde die langfristige Personalplanung damit deutlich schwieriger“, kritisierte Wansleben die Forderung von der Leyens. Beschäftigte, die in Teilzeit arbeiten, hätten schon jetzt ein Recht darauf, bei ausgeschriebenen Vollzeitstellen vorrangig berücksichtigt zu werden, hob Wansleben hervor. Könnten sie jedoch jederzeit einen Anspruch auf Vollzeitbeschäftigung geltend machen, gehe Flexibilität in den Betrieben verloren. Als Folge würden sie den Wunsch nach einer Reduzierung der Arbeitszeit kritischer prüfen oder verstärkt auf Befristung und Zeitarbeit zurückgreifen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
DIHK: Energiewende droht Industriestandort Deutschland zu schwächen
Osnabrück (dapd). Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK) warnt bei der Umsetzung der Energiewende vor einer Schwächung des Industriestandorts Deutschland. Die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Unternehmen dürfe nicht gefährdet werden, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). Er reagierte damit auf die Diskussion um das Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf, wonach die Befreiung dieser Betriebe von Netzentgelten nichtig ist. „Wollen wir Unternehmen in Deutschland halten, brauchen wir eine sichere, aber auch bezahlbare Energieversorgung“, unterstrich Driftmann. Die Energiewende setze Deutschland unter hohen Erfolgsdruck. „Das Ausland schaut genau hin, ob es gelingt, die deutsche Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen, ohne dass der Industriestandort leidet“, erklärte der DIHK-Präsident. Die Industrie-und Handelskammern seien regional verwurzelt und setzten diese Stärke ein, um vor Ort den Netzausbau voranzutreiben. „Ohne neue Netze ist die Energiewende zum Scheitern verurteilt“, sagte Driftmann. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)