Göttingen (dapd). Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die mangelnde Information der Fahrgäste während einer Bahnreise kritisiert. Die Durchgängigkeit einer Reisekette finde immer noch viel zu wenig Beachtung bei Politik, Planungsbüros und Verkehrsbetrieben, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, Gerd Aschoff, am Montag in Göttingen. Deshalb litten Fahrgäste häufig unter verpassten Anschlüssen, nicht aufeinander abgestimmten Tarifsystemen und fehlenden Verbindungen zwischen einzelnen Liniennetzen. „Eine Alternative zum Auto sind Busse und Bahnen nur, wenn die Reisekette rundherum funktioniert“, sagte Aschoff. Er bemängelte zugleich die „gravierende Unterfinanzierung“ des öffentlichen Verkehrs und seiner Infrastruktur. Die Politik müsse endlich handeln und der Gefahr begegnen, dass der öffentliche Verkehr Anteile verliere. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Strategie & Finanzen
Investitionen, Förderung, Risiko/Versicherung, Recht & Vertrieb. Analysen, KPIs und Cases für belastbare Entscheidungen im Management.
Niebel kritisiert Zusammensetzung des neuen FDP-Präsidiums
Saarbrücken (dapd). Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hält die Zusammensetzung des neuen Parteipräsidiums für wahltaktisch unklug. Ohne ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis in Baden-Württemberg bei der Bundestagswahl werde es für die Liberalen im Bund schwer, sagte Niebel nach seiner Wahlschlappe beim FDP-Parteitag der „Saarbrücker Zeitung“. „Manche in der Partei haben offenbar außer Acht gelassen, wo für die FDP Wahlen gewonnen werden.“ Niebel, der in Baden-Württemberg Spitzenkandidat der FDP ist, wurde am Wochenende nicht als Beisitzer ins Präsidium gewählt. Die Landesvorsitzende Birgit Homburger verfehlte die Wiederwahl als stellvertretende Bundesvorsitzende. Der Entwicklungsminister betonte, er sei „nicht versenkt“ worden. „Denn als Bundesminister sitze ich weiter am Präsidiumstisch.“ Zugleich wies er darauf hin, dass auch andere nicht so strahlend aus den Wahlen hervor gegangen seien, „wie sie sich das gewünscht hätten“. dapd (Politik/Politik)
Unternehmen ermöglicht Barzahlung beim Internet-Kauf
Berlin (dapd). Online kaufen, bar bezahlen: Das Berliner Unternehmen barzahlen.de ermöglicht Kunden seit Montag, ihre Einkäufe im Netz mit Bargeld zu begleichen. Wer bei derzeit etwa 50 teilnehmenden Online-Händlern etwas erwirbt, kann sich eine Rechnung drucken oder eine SMS mit einem Code senden lassen und anschließend bar in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm bezahlen. In Berlin können Kunden auch in Läden von mobilcom-debitel ihre Rechnung begleichen. Für Kunden sei das Barzahlen nicht mit weiteren Kosten verbunden, Händler müssten für das Angebot einen marktüblichen Preis bezahlen. Der potenzielle Kundenkreis sei groß, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Mehr als zwei Drittel der Deutschen nutze keine Kreditkarte, mehr als die Hälfte komme ohne Online-Banking aus. „Deutschland ist Bargeld-Land“, sagte sie. Hinter dem Projekt stehen zahlreiche finanzstarke Investoren. Dazu gehören die Axel-Springer-AG, die Otto Group und Rocket Internet. (Internet: http://www.barzahlen.de/kunden ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Atomkraftgegner veranstalten fast 200 Mahnwachen
Hamburg (dapd). Die deutsche Anti-AKW-Bewegung setzt ihre Protestaktionen anlässlich des zweiten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima fort. Für Montagnachmittag und -abend waren in rund 190 Städten Mahnwachen und Kundgebungen angekündigt, wie die Organisation in Hamburg „Ausgestrahlt“ mitteilte. Damit wollten die Atomkraftgegner ihre Verbundenheit mit den Betroffenen des Super-GAU in Japan ausdrücken, sagte „Ausgestrahlt“-Sprecher Jochen Stay. Zudem stünden die Mahnwachen für die Forderung, die deutschen Atomkraftwerke nicht noch bis 2022 weiter zu betreiben. Bereits am Samstag hatten nach Veranstalterangaben bundesweit rund 28.000 Menschen gegen Atomkraft demonstriert. dapd (Politik/Politik)
Deutscher Außenhandel startet gut ins neue Jahr
Wiesbaden (dapd). Der deutsche Außenhandel ist nach dem Rekord vom Vorjahr auch 2013 stark gestartet. Im Januar verkauften Deutschlands Firmen Waren im Wert von 88,6 Milliarden Euro ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das waren 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 1,4 Prozent mehr als im Dezember 2012. Das Exportgeschäft in die Eurozone stagniert im Januar auf Jahressicht mit einem Plus von nur 0,4 Prozent. Dagegen legte der Außenhandel mit Ländern der Europäischen Union, die nicht zur Währungsgemeinschaft zählen, um 5,5 Prozent zu, wie die Statistiker erklärten. Der deutsche Export in Drittländer außerhalb der EU kletterte im Januar um 4,5 Prozent. Ungeachtet einer Schwächephase zum Jahresende hatten die deutschen Außenhändler im vergangenen Jahr so viel verkauft wie niemals zuvor. Der Export war 2012 um 3,4 Prozent auf 1.097,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Wert der Importe nach Deutschland lag im Januar bei 74,9 Milliarden Euro. Das waren den Angaben zufolge 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 3,3 Prozent mehr als im Dezember. Kalender- und saisonbereinigt erreichte der Außenhandelsbilanzüberschuss im Januar 15,7 Milliarden Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bosch-Verpackungstechnik einer der Gewinner im Konzern
Waiblingen (dapd). Einer der Gewinner beim zuletzt kriselnden Technologiekonzern Bosch ist die Verpackungssparte. Sie legte beim Umsatz 2012 um 16 Prozent auf 914 Millionen Euro zu, wie Bosch Packaging Technology am Montag in Waiblingen bei Stuttgart mitteilte. „Wir wollen mit unseren Verpackungslösungen und dem damit verbundenen Dienstleistungsangebot unsere weltweit führende Marktposition weiter ausbauen“, kündigte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Friedbert Klefenz, an. Bis 2015 strebe die Sparte einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an. Der Umsatz des Konzerns und weltgrößten Automobilzulieferers kletterte im vergangenen Jahr insgesamt lediglich um 1,6 Prozent auf 52,3 Milliarden Euro. Erwartet hatte das Unternehmen ein Wachstum von drei bis fünf Prozent. Schuld war vor allem die Solarsparte, aber auch die Staatsschuldenkrise in Europa. Im Verpackungsbereich waren die Auswirkungen dagegen geringer. Der für das Unternehmen relevante Weltmarkt für Verpackungsmaschinen wuchs im vergangenen Jahr um sechs Prozent. „Hier wird deutlich, dass unser Geschäft von der allgemeinen Konjunktur unabhängiger ist als beispielsweise andere Bereiche des Maschinen- und Anlagenbaus“, sagte Klefenz. Bosch Packaging Technology stellt Packungen für die Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie her. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bertelsmann-Stiftung sieht Rentenkassen vor großen Herausforderungen
Gütersloh (dapd). Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation macht einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge weitere Veränderungen am deutschen Rentensystem dringend notwendig. Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht aus, um das Rentensystem langfristig stabil zu finanzieren, warnte die Stiftung am Montag unter Berufung auf umfangreiche Simulationsrechnungen zur Entwicklung bis 2060. Während heute der Anteil der über 65-Jährigen bei 30 Prozent liegt, sieht die Prognose für 2030 einen Anteil von 49 Prozent und für 2060 von 63 Prozent. Damit entstehe spätestens ab 2030 ein neuer Anpassungsbedarf in der gesetzlichen Rentenversicherung Wirklich entlastende Effekte könnten demnach die Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung bewirken. Darüber hinaus könnten auch eine steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen, eine tiefgreifende Verbesserung der Bildungsstruktur oder eine nochmalige Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Studie zufolge das Rentensystem entlasten. Ohne neue Weichenstellungen seien ein weiterer Rückgang des Rentenniveaus und steigende Beiträge unvermeidlich, warnte die Stiftung. dapd (Politik/Politik)
Seehofer ermahnt CDU in Debatte um Mütterrenten
München (dapd). CSU-Chef Horst Seehofer fordert von der Schwesterpartei CDU die Bereitschaft zu einer „spürbaren“ Aufstockung der Renten von Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Seehofer sagte am Montag in München, eine „Minimallösung“ werde die CSU nicht mittragen. Er fügte mit Blick auf Bedenken in Teilen der CDU wegen der Kostenfrage hinzu: „Man kann einen kräftigen Einstieg bei den Mütterrenten machen, ohne die finanzielle Solidität zu gefährden.“ dapd (Politik/Politik)
Arbeitskosten in Deutschland steigen
Wiesbaden (dapd). Die Kosten für eine Arbeitsstunde in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Sie stiegen kalenderbereinigt um 2,6 Prozent und damit um einen Prozentpunkt mehr als im langjährigen Mittel, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Bruttoverdienste nahmen 2012 um 3,0 Prozent zu, die Lohnnebenkosten um 1,2 Prozent. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres legten die Kosten für Arbeit im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,9 Prozent zu. EU-weit waren es in dem Zeitraum 1,9 Prozent. Damit stiegen in Deutschland die Arbeitskosten im siebten Quartal in Folge schneller als im Durchschnitt der EU. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Erneuter Streik am Düsseldorfer Flughafen
Düsseldorf (dapd). Wegen der erneuten Streiks des Sicherheitspersonals am Düsseldorfer Flughafen kommt es am Montag zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs. Bereits vor Beginn der Arbeitsniederlegung hätten die Airlines 166 Flüge gestrichen, teilte der Flughafen mit. Ursprünglich waren 593 Flüge für den Tag geplant. Es wird mit 53.200 Fluggästen gerechnet. Seit 4.00 Uhr hat ver.di die Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Rund 250 Beschäftigte, darunter auch leitende Angestellte, hätten sich daran beteiligt, teilte ein ver.di-Sprecher mit. Dies sei eine höhere Beteiligung als erwartet. Der Streik soll noch bis Mitternacht fortgesetzt werden. Im festgefahrenen Tarifstreit der Luftsicherheitsassistenten mit dem Bundesverband für Sicherheitswirtschaft (BDSW) will die Gewerkschaft mit dem Streik den Druck weiter erhöhen. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro pro Stunde. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
