Kreis Gütersloh. Mut zur Differenzierung konnten die etwa 70 Teilnehmer des Innovations.Kreis.GT bereits zu Beginn der Veranstaltung sehen. Der Gastgeber des Abends, die Johannes Lübbering GmbH aus Herzebrock-Clarholz, ließ den Vortragsraum in Grün erstrahlen. Die Begrüßungsworte des Senior-Chefs Johannes Lübbering, „So lange wir existieren, haben wir uns mit Differenzierung beschäftigt“, wurden somit offensichtlich untermalt.
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Warnstreiks bei der Lufthansa haben begonnen
Frankfurt/Main (dapd-hes). Bei der Lufthansa haben am Donnerstagmorgen Warnstreiks an mehreren großen Flughäfen begonnen. Das sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft in Frankfurt am Main. Vor allem am Drehkreuz Frankfurt am Main und in Hamburg hatte die Gewerkschaft ver.di das Bodenpersonal und weitere Beschäftigte der Lufthansa zu Arbeitsniederlegungen zwischen 5.00 und 12.00 Uhr aufgerufen. Deutschlands größte Fluggesellschaft strich daraufhin knapp 700 Flüge innerhalb Deutschlands und Europas. Bis mindestens zum Nachmittag müssen Lufthansa-Passsagiere daher mit erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr rechnen. An den Lufthansa-Schaltern am Frankfurter Flughafen war es am Morgen ruhig, sagte der Unternehmenssprecher. Viele Passagiere hätten ihre Reisepläne nach der Streikankündigung wohl entsprechend geändert. In Berlin war das Kabinenpersonal der Lufthansa zum Warnstreik aufgerufen. Aktionen waren auch in München, Düsseldorf, Köln/Bonn und Norderstedt geplant. Mit dem Warnstreik macht die Gewerkschaft Druck vor der am (morgigen) Freitag anstehenden zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die 33.000 Beschäftigten der Lufthansa am Boden und in der Kabine. Ver.di fordert 5,2 Prozent mehr Entgelt. Die Lufthansa bietet nur eine Nullrunde an und möchte zudem die wöchentliche Arbeitszeit um eine Stunde verlängern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bombardier soll Bahn angeblich Mängel verschwiegen haben
München (dapd). Die Deutsche Bahn erhebt im Streit mit der Industrie um schadhafte Züge die bislang schwersten Vorwürfe. Der Konzern Bombardier soll bei den Lieferungen von 500 S-Bahnen für Berlin Mängel an den Rädern und beim Bremssystem verschwiegen und so die Bahn arglistig getäuscht haben, heißt es nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) in einer beim Landgericht Berlin eingereichten Schadenersatzklage. Von den 1,1 Milliarden Euro für die Berliner Züge will die Bahn deshalb fast 350 Millionen Euro zurück bekommen. Der kanadische Zughersteller weist die Anschuldigungen als „unbegründet und rufschädigend“ zurück. Aus Kreisen der deutschen Eisenbahnindustrie heißt es, bei Bombardier sei man über die Bahn empört. Mit diesen heftigen Vorwürfen werde Bombardier unterstellt, „wissentlich das Leben von Fahrgästen riskiert“ zu haben. Damit überschreite die Bahn eine „rote Linie“ im Dauerstreit mit den Zuglieferanten, sei aus Industriekreisen zu hören. In der Klage steht dem Bericht zufolge, die Räder der S-Bahnen seien um 50 Prozent „unterdimensioniert“ gewesen. Bedingt durch diesen Mangel habe die „sichere Laufleistung“ der Räder bei 275.000 Kilometern gelegen, statt der von Bombardier und vom Unterlieferanten für die Räder genannten 1,2 Millionen Kilometer. Außerdem beanstandet die Bahn, Bombardier habe das Bremssystem unzureichend getestet, dies dann aber verschleiert. Auf nasser Schiene habe es nur eine einzige Messfahrt unter irrealen Bedingungen gegeben. „Die Züge hätten nie zugelassen werden dürfen“, zitiert das Blatt Bahnkreise. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Viele Fahrradschlösser schützen nicht vor Diebstahl
Berlin (dapd). Die meisten im Handel erhältlichen Fahrradschlösser lassen sich von Dieben schnell knacken. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einem Test von Bügel-, Falt-, Panzerkabel- und Kettenschlössern, der in der April-Ausgabe der Zeitschrift „test“ veröffentlicht wird. Auch teure Fahrradschlösser bieten demnach oft keine Sicherheit. Insgesamt seien nur 5 von 37 Schlössern mit „gut“, 17 hingegen mit „mangelhaft“ bewertet worden. Unterm Strich hätten sich die meisten Schlösser ohne allzu großen Aufwand innerhalb von drei Minuten öffnen lassen. Testsieger sind den Angaben zufolge zwei Bügelschlösser für 80 und 85 Euro. Es gebe aber auch „gute“ Alternativen für 75 und 40 Euro. Um es Dieben möglichst schwer zu machen, rät die Stiftung, das Fahrrad am besten dort anzuschließen, wo es gesehen werden kann, und es nachts in einem sicheren Raum abzustellen. Da sich die verschiedenartigen Schlösser oft nur mit speziellen Werkzeugen öffnen lassen, aber Diebe sich meist auf eine Schlossart „spezialisiert“ haben, sollte man sein Fahrrad mit zwei unterschiedlichen Schlössern absichern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Ostdeutsche Sparkassen profitabler als westdeutsche
Halle (dapd). Die ostdeutschen Sparkassen wirtschaften nach eigenen Angaben profitabler als die westdeutschen. „Wir sind momentan der ertragreichste Teil der deutschen Sparkassen-Organisation“ sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Claus Friedrich Holtmann, der „Mitteldeutschen Zeitung“. Das operative Ergebnis betrage 1,25 Prozent gemessen an der Durchschnittsbilanzsumme im deutschen Sparkassensektor von 1,02 Prozent. Der scheidende Sparkassenpräsident, der Ende Mai sein Amt abgibt, begründet den Erfolg der Ost-Institute mit der Kreditstruktur. Es gebe im Kreditgeschäft kaum Großunternehmen. „Wir finanzieren nicht Bayer oder VW, sondern eine Vielzahl von kleinen und mittleren Firmen. Das Kreditausfall-Risiko ist hier geringer, als wenn sie eine große Summe auf ein Unternehmen setzen.“ Zudem lobte der Banker die ostdeutschen Unternehmen, die sich nach der Krise im Jahr 2000/01 finanziell „sehr solide aufgestellt haben“. Im OSV sind 46 Sparkassen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt organisiert. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Verbraucherschützer fordern Richtlinie für Elektrogeräte-Reparaturen
Osnabrück (dapd). Bei der Vermeidung „eingebauter Schwachstellen“ in Elektrogeräten sieht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die EU in der Pflicht. „Sie muss die Reparier- und Nachrüstbarkeit von Produkten in der Ökodesign-Richtlinie verankern“, forderte die vzbv-Expertin Hyewon Seo in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Sie reagierte damit auf eine Studie, nach der Hersteller von Elektrogeräten immer häufiger Fehler in die Produkte einbauen. Auch nicht austauschbare Akkus wurden moniert. An die Verbraucher appellierte Seo, durch ihre Kaufentscheidung Einfluss auf die Produzenten zu nehmen. „Vor dem Kauf sollten die Konsumenten sich nicht nur am Preis orientieren, sondern sich fragen, ob sie das neue Produkt tatsächlich brauchen und ob es das Kriterium der Langlebigkeit erfüllt.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Linke und SPD erhöhen bei Heizkosten Druck auf Koalition
Dortmund (dapd). Angesichts eines zu erwartenden Heizkosten-Schocks für Millionen Haushalte wegen der kalten Wintermonate und des überproportionalen Anstiegs der Energiepreise erhöht die Opposition den Druck auf die Bundesregierung. „Die Heizkostenexplosion verlangt nach einer sozialen Antwort. Frieren für Schäuble ist keine Lösung“, sagte Linksparteichef Bernd Riexinger den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“. „Wir brauchen erstens eine Wiedereinführung der Heizkostenpauschale beim Wohngeld und zweitens flächendeckend Sozialtarife für Heizöl, Gas und Fernwärme“, fügte Riexinger hinzu. Die Sozialdemokraten kündigten für den Fall einer Regierungsübernahme nach der Bundestagswahl im Herbst Entlastungen für Mieter mit geringen Einkommen an. „Es ist Zeit für die Wiedereinführung der Heizkostenkomponente beim Wohngeld. Damit kann man die unteren Einkommen entlasten und bei den Nebenkosten für einen Ausgleich sorgen“, sagte SPD-Fraktionsvize Florian Pronold dem Blatt. „Wenn die SPD nach der Bundestagswahl die Regierung übernimmt, werden wir die Heizkostenkomponente im Rahmen eines Sofortprogramms wieder einführen.“ Dafür werde man 130 Millionen Euro im Bundeshaushalt reservieren. dapd (Politik/Politik)
Ramsauer gegen Altmaiers Strompreisbremse-Vorschläge
Düsseldorf (dapd). Vor dem Energiegipfel hat Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in einem Schreiben an seinen Kabinettskollegen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) appelliert, die geplanten Maßnahmen zur Strompreisbremse teilweise zurückzunehmen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des elektrisch betriebenen Schienenverkehrs nicht zu gefährden, bitte ich darum, dass dieser auch künftig weitgehend von der EEG-Umlage befreit wird“, heißt es in dem Schreiben, das der Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe) in Auszügen vorliegt. Ramsauer will auch Hausbesitzer, die in Erneuerbare investiert haben, verschonen. „Darüber hinaus sollte der Eigenverbrauch von regenerativ erzeugtem Strom wie bislang von der EEG-Umlage befreit bleiben“, heißt es in dem Schreiben. dapd (Politik/Politik)
SPD-Minister schlägt Kürzung der Stromsteuer um 25 Prozent vor
Düsseldorf (dapd). Unmittelbar vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Strompreisbremse am (heutigen) Donnerstag hat NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) eine Senkung der Stromsteuer um ein Viertel gefordert. Die Stromsteuer könnte um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung, also 25 Prozent, reduziert werden, sagte Duin der Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe). „Das bringt schon 1,6 Milliarden Euro, also eine wirkliche Entlastung.“ Zusammen mit anderen Maßnahmen könnten Bund und Länder so Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Euro erreichen. „Ich halte eine Einigung für möglich. Die Bundesregierung muss sich bei der Frage Stromsteuer bewegen“, sagte Duin. Er höre, dass es auch in der FDP und in einigen schwarz-gelben Landesregierungen Unterstützung für diesen Vorschlag gebe. dapd (Politik/Politik)
FDP will einheitliches Rentenrecht zügig durchsetzen
Berlin/Düsseldorf (dapd). Wegen der deutlich unterschiedlichen Rentenentwicklung zum 1. Juli 2013 dringt die FDP auf ein einheitliches Rentenrecht in West- und Ostdeutschland. Der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe) sagte der stellvertretende FDP-Fraktionschef, Heinrich Kolb: „Hätten wir bereits ein einheitliches Rentenrecht, würden die Bezüge im Juli nicht unterschiedlich stark steigen.“ Die Koalition habe im Koalitionsvertrag eine entsprechende Änderung vereinbart. „Leider ist das Vorhaben bisher am Widerstand der Ost-Ministerpräsidenten gescheitert“, sagte Kolb der Zeitung. Jetzt müsse man einen neuen Versuch unternehmen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Bezüge der Rentner im Westen zur Jahresmitte um 0,25 Prozent steigen. Im Osten beträgt das Plus dagegen 3,29 Prozent. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die Forderung seiner Partei nach eine Angleichung der Renten in Ost und West unterdessen erneuert. Zwei Jahrzehnte nach der Einheit sei es nicht mehr hinnehmbar, dass die Rentner im Osten noch immer einen deutlichen Rückstand aufholen müssten, sagte Steinbrück der Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe). „Auch mit der deutlichen Erhöhung in diesem Jahr sind sie erst bei gut 90 Prozent.“ Eine Bundesregierung unter seiner Führung werde die Angleichung der Renten herbeiführen. dapd (Politik/Politik)
