Düsseldorf/Detmold. Am 04. Dezember unterschrieben die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, der Bürgermeister der Stadt Paderborn, Heinz Paus und der Bürgermeister der Stadt Detmold, Rainer Heller im Haus der Bezirksregierung ihre Kooperationsverträge für den Start eines neuen Modellprojekts. Das von buddY E.V. konzipierte und unter maßgeblichem Engagement der Peter Gläsel Stiftung vorangebrachte Projekt stärkt Kinder gezielt für den Eintritt in das Schulleben.
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Zeitung: Bremer Lürssen-Werft will Peene-Werft übernehmen
Wolgast/Bremen (dapd). Die zur insolventen P+S Werften-Gruppe gehörende Peene-Werft in Wolgast könnte von dem Bremer Schiffbauunternehmen Lürssen übernommen werden. Ein entsprechendes Kaufangebot werde Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann voraussichtlich am Montag (17.12.) dem Gläubigerausschuss vorstellen, berichtet die „Ostseezeitung“. Den Angaben zufolge will die auf militärische Schnellboote und zivile Großyachten spezialisierte Werft mindestens 350 von 540 Arbeitsplätzen in Wolgast erhalten. Das Kaufangebot soll bei etwa 20 Millionen Euro liegen. Kaufangebote sollen auch der arabische Konzern Abu Dhabi Mar (ADM) und die Rostocker Werft Tamsen Maritim abgegeben haben. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Schneider fordert Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate
Essen (dapd). NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) reicht die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung des Kurzarbeitergeldes von sechs auf zwölf Monate nicht aus. „Zwölf Monate sind ein Fortschritt. Wir wollen aber eine gesetzliche Bezugsdauer von 18 Monaten“, sagte Schneider den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Im Bedarfsfall könne die Bezugsdauer bei schweren Krisen mit einer Rechtsverordnung auf 24 Monate verlängert werden. Das Kurzarbeitergeld hilft Firmen, Auftragsflauten in konjunkturellen Krisenzeiten ohne Kündigung zu überstehen. Schneider sagte, das Kurzarbeitergeld sei in der Krise 2009 das zentrale Instrument gewesen, „mit dem verhindert wurde, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland eingebrochen ist“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
FDP-Chef wirft General Motors Management-Fehler vor
Bochum (dapd). Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kritisiert das Management des Opel-Mutterkonzerns General Motors. „Ich bin sauer, gerade weil das Unternehmen Fehler gemacht hat, auch beim Umgang mit den Mitarbeitern in der Vergangenheit“, sagte Rösler der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ nach dem für 2016 angekündigten Ende der Autoproduktion im Opel-Werk Bochum. „So war es ein Fehler, dass Opel nur in sehr geringem Umfang Autos im wichtigen Wachstumsmarkt China verkaufen durfte“, sagte Rösler. „Ich erwarte von Opel, dass das Unternehmen seiner Verantwortung gerecht wird und mithilft, die Folgen der Werksschließung für die Beschäftigten abzumildern.“ Staatliche Hilfen lehnte der FDP-Vorsitzende ab. „Politik kann dabei helfen, die richtigen Rahmenbedingungen für ein investitionsfreundliches Klima zu schaffen. Eine finanzielle Hilfe der Bundesregierung wird es allerdings nicht geben, weil diese die unternehmerischen Probleme in der Regel auf Dauer nicht beheben kann“, sagte er. Land und Stadt seien gefragt, durch Neuansiedlungen und Investitionen eine Zukunftsperspektive für Bochum zu schaffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Unionsfraktionsvize Meister warnt vor Rückkehr Berlusconis
Passau (dapd). Der stellvertretende Unionsbundestagsfraktionsvorsitzende Michael Meister (CDU) sieht den Comeback-Versuch des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi mit Sorge. „Er ist eine Gefahr für die Euro-Rettung“, sagte Meister der „Passauer Neuen Presse“. „Als Regierungschef hatte er versucht, mit der Europäischen Zentralbank Spielchen zu treiben: Sobald das Land Unterstützung in Aussicht gestellt bekommen hat, kassierte er seine Reformversprechen wieder ein.“ Meister sagte, es bestehe die Gefahr, dass Berlusconi die Reformpolitik des derzeitigen Ministerpräsidenten Mario Monti nicht fortsetzen würde. „Er will als Populist punkten“, erwartet Meister. „Seine abstrusen Vorwürfe, dass Angela Merkel und der Sparkurs an der Misere schuld seien, zeigen die Richtung.“ Den Sparkurs in Italien aufzugeben, bedeute, dass das Land höhere Zinsen zahlen müsste und das würde die Staatsfinanzen hart treffen. Das habe Auswirkungen auf die Bemühungen zur Stabilisierung der Euro-Zone. dapd (Politik/Politik)
Rekordverlust bei ThyssenKrupp
Essen (dapd). Hohe Wertberichtigungen bei den neuen Stahlwerken in Amerika haben ThyssenKrupp den höchsten Verlust der Firmengeschichte beschert. Insgesamt musste Deutschlands größter Stahlproduzent am Montagabend für das Geschäftsjahr 2011/2012 einen Jahresfehlbetrag von fünf Milliarden Euro ausweisen. Als Konsequenz aus dem Amerika-Debakel sowie mehreren Korruptions- und Kartellskandalen trennte sich der Konzern von drei seiner sechs Vorstandsmitglieder: Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger betonte: „Der Aufsichtsrat hat mit den Veränderungen im Vorstand ein klares Zeichen für einen Neuanfang gesetzt.“ Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit ihm erfolgt. Das aus dem Ruder gelaufene Amerika-Projekt und die Korruptions- und Kartell-Verstöße hätten nicht nur einen immensen finanziellen Schaden verursacht. Der Konzern habe dadurch auch an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren. Sein Ziel sei nun eine „neue Führungskultur, die auf Ehrlichkeit Transparenz und Leistungsorientierung basiert“, sagte Hiesinger. Wegen der tiefroten Zahlen will der Konzern die Ausschüttung einer Dividende verzichten. Verkaufsprozess verläuft nach Plan Hiesinger bekräftigte die Entschlossenheit des Konzerns, sich von den verlustreichen Stahlwerken in den USA zu trennen. „Der Verkaufsprozess verläuft nach Plan und ich bin zuversichtlich, dass wir im Laufe des neuen Geschäftsjahres für beide Werke eine Lösung finden werden“, schrieb er in einem Brief an die Aktionäre. Doch liefen nicht nur die Geschäfte bei den inzwischen zum Verkauf gestellten amerikanischen Stahlaktivitäten schlecht. Auch das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) der fortgeführten Aktivitäten fiel mit 1,4 Milliarden Euro nur halb so hoch aus wie im Vorjahr. Hier machte sich vor allem das schwache Stahlgeschäft bemerkbar. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag mit 40,1 Milliarden Euro um rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Nettoverschuldung des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,6 auf 5,8 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern für die fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz auf dem Vorjahresniveau von etwa 40 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit von rund einer Milliarde Euro. Neuen Schwung soll dem Konzern ein Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm bringen, mit dem in den kommenden Jahren Einsparungen von zwei Milliarden Euro erreicht werden sollen. „Wir brauchen mehr Effizienz, Transparenz und Ehrlichkeit auf allen Ebenen“, sagte Hiesinger. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
US-Stahlgeschäft beschert ThyssenKrupp einen Rekordverlust
Essen (dapd). Rekordverlust bei ThyssenKrupp: Wegen der Probleme im Amerikageschäft muss Deutschlands größter Stahlproduzent für das Geschäftsjahr 2011/12 einen Jahresfehlbetrag von fünf Milliarden Euro Verlust ausweisen. Allein Wertberichtigungen für neue Stahlwerke in den USA und Brasilien belasteten die Bilanz mit 3,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Montagabend mitteilte. Als Konsequenz aus dem Amerika-Debakel und mehreren Korruptions- und Kartellskandalen trennte sich der Konzern von drei seiner sechs Vorstandsmitglieder: Olaf Berlien, Edwin Eichler und Jürgen Claassen. Der Aufsichtsrat habe einen entsprechenden Vorschlag des Personalausschusses angenommen, teilte der Konzern mit. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger betonte: „Das Projekt Steel Americas und die verschiedenen Compliance-Verstöße haben nicht nur einen immensen finanziellen Schaden verursacht. Wir haben dadurch auch an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren.“ Der Aufsichtsrat habe mit den Veränderungen im Vorstand ein klares Zeichen für einen Neuanfang gesetzt. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten von ThyssenKrupp – ohne die verkaufte Edelstahlsparte Inoxum und ohne das zum Verkauf gestellte amerikanische Stahlgeschäft – lag mit 40,1 Milliarden Euro um rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch Rekorderlöse im Industriegütergeschäft konnten die Einbußen im traditionellen Stahlgeschäft nicht wettmachen. Angesichts der hohen Verluste wird der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende ausschütten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Merkel fordert mehr Gemeinsamkeit in Europa
Berlin (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine engere Zusammenarbeit in der Euro-Zone ausgesprochen. Ihre Vision von Europa sei nicht die von Vereinigten Staaten von Europa, sagte Merkel nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU am Montag in der Fernsehsendung „RTL Aktuell“. „Aber ich glaube, wir brauchen noch mehr Gemeinsamkeit, wir müssen enger zusammenarbeiten, insbesondere in der Euro-Zone, wo wir eine Währung haben.“ Merkel fügte hinzu: „Wenn wir nicht eine ähnliche Wettbewerbsfähigkeit haben, wenn wir nicht ähnlich stark sind, dann wird es sehr schwer, auch mit einer Währung klarzukommen.“ Zur Kritik an der Rolle Deutschlands in der EU sagte sie, man müsse sich in Freundschaft die Wahrheit sagen und dann wieder solidarisch miteinander sein. Merkel sagte, das norwegische Nobelpreiskomitee habe der EU „ein Vertrauen ausgesprochen, kombiniert mit einer Erwartung“. Es gelte, die 500 Millionen Europäer zusammenzuhalten, enger zusammenzuarbeiten und vor allem die gemeinsamen Werte zu verteidigen. dapd (Politik/Politik)
Geplante Verfassungsänderung bringt ungewohnte Einigkeit im Landtag
München (dapd-bay). CSU und FDP haben sich mit den Oppositions-Fraktionen von SPD und Freien Wählern (FW) auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf für Änderungen an der Bayerischen Verfassung verständigt. Er sieht unter anderem vor, die sogenannte Schuldenbremse in der Verfassung zu „verankern“, wie die vier Fraktionen am Montag in München mitteilten. Außerdem sollen die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in Stadt und Land sowie eine angemessene Finanzausstattung der Gemeinden festgeschrieben werden. Weiteres Ziel ist eine Stärkung der Mitwirkungsrechte des Landtags bei Angelegenheiten der Europäischen Union. CSU-Fraktionschef Georg Schmid bezeichnete die gemeinsame Initiative als einen großartigen Erfolg. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher sagte: „Es ist ein gutes Zeichen politischer Kultur, dass CSU, SPD, FW und FDP in konstruktiven Verhandlungen wichtige Verfassungserweiterungen gemeinsam erarbeitet haben.“ Der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Hacker betonte, eine Schuldenbremse in der Verfassung garantiere, dass Bayern auch künftig keine neuen Schulden aufnehmen könne. Er fügte hinzu: „So sichern wir verantwortungsvolle Haushaltspolitik für kommende Generationen – unabhängig von politischen Mehrheiten.“ „Ausbluten ganzer bayerischer Regionen“ soll gestoppt werden Für die Freien Wähler sagte deren Rechtsexperte Florian Streibl: „Der gemeinsame Anstoß zur Verfassungsänderung ist ein gutes Zeichen dafür, dass Antworten auf die großen Herausforderungen, vor denen Bayern in der Zukunft steht, nun in die Verfassung einfließen können.“ Hierzu zähle er, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land herzustellen, „um dem demografischen Wandel und dem Ausbluten ganzer bayerischer Regionen entgegenzuwirken“. Die Verfassungsänderungen sollen am Mittwoch vom Landtag beschlossen werden. Dabei geht es auch um die Förderung des ehrenamtlichen Einsatzes für das Gemeinwohl. Für jeden einzelnen Punkt liegt nach Angaben des Landtags ein eigener Gesetzentwurf vor, den alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen eingebracht haben. dapd (Politik/Politik)
UNO eröffnet zweites Uni-Institut in Deutschland
Dresden (dapd-lsc). Die Vereinten Nationen (UNO) haben am Montag ihr zweites Universitäts-Institut in Deutschland eröffnet. Bis zu 100 Wissenschaftler und Studenten aus aller Welt sollen an dem Institut der United Nations University (UNU) im Dresdner World Trade Center forschen und studieren. Das Institut beschäftigt sich mit internationalen Strategien zur nachhaltigen Ressourcennutzung vor allem für Wasser, Bodenschätze, Vegetation sowie Abfall in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der offizielle Name der Einrichtung lautet „Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources“ (UNU-FLORES). Die UNU hat ihren Hauptsitz in Tokio und gilt als wissenschaftlicher Berater der UNO. Sie ist in 13 Staaten aktiv. Das erste deutsche UNU-Institut gibt es in Bonn. Es beschäftigt sich mit Umwelt- und Sicherheit. dapd (Politik/Politik)