Wasser und aggressive Reinigungsmittel können viele Oberflächen von Schmutz befreien, sind im Gegenzug aber längst nicht für alle Oberflächen und Dinge geeignet. Denn Feuchtigkeit hinterlässt zwangsläufig Rückstände, zudem kann sie gemeinsam mit Reinigungsmitteln besonders empfindliche Oberflächen beschädigen. Alternativen zu Feuchtigkeit gibt es aber dennoch, die zugleich noch vielfältig genutzt werden können.
Wann empfiehlt sich eine Feuchtigkeitsreinigung eher nicht?
Wasser sollte, besonders auf wertvollen Schmuckstücken, erst nach reiflicher Überlegung zum Einsatz kommen – mitunter aber auch gar nicht. Feuchtigkeit kann bei Metall zu Korrosion führen, zudem kann sich Feuchtigkeit in kleinen Ecken und schwer zugänglichen Bereichen stauen, außerdem sind mit dem Einsatz von Wasser auch immer längere Trocknungszeiten verbunden. Bei technischen Anlagen, Maschinen und zum Beispiel Oldtimer-Fahrzeugen ist all das nicht ideal, hier sollten deshalb andere Verfahren zur Reinigung in Betracht gezogen werden. Ganz besonders, wenn der Oldtimer beispielsweise kurz vor einem Gutachten steht und dafür noch einmal gründlich aufbereitet werden soll.
Trockeneis-Reinigungsgeräte sind manchmal der klassischen feuchten Reinigung vorzuziehen
Eine Option ist beispielsweise das Trockeneisreinigungsverfahren. Selbiges sorgt für gründliche Ergebnisse, ist aber weiterhin materialschonend und hinterlässt keine störenden Rückstände. Bei diesem Verfahren wird zuvor gefrorenes CO2 eingesetzt. Dabei entstehen feine Pellets, die dann mit hoher Geschwindigkeit auf die verschmutzte Oberfläche gelangen und diese von allerlei Rückständen befreien. Anbieter wie Dry Ice Energy bieten spezialisierte Trockeneis-Reinigungsgeräte an, die eine Reinigung gänzlich ohne den Einsatz von Wasser oder aggressiven Chemikalien ermöglichen.
Das Reinigungsverfahren eignet sich typischerweise sogar für empfindliche Bereiche. Wer unsicher ist, sollte aber vorher bei einem Spezialisten nachfragen. Besonders ist dabei, dass das Trockeneis direkt beim Auftreffen auf die Oberfläche sublimiert. Das bedeutet, es geht von dem ursprünglich festen in einen gasförmigen Zustand über. Der Schmutz, der sich auf der jeweiligen Oberfläche befindet, erleidet damit gewissermaßen einen Kälteschock, wodurch sich die Verschmutzungen selbst lösen. Durch die mechanische Einwirkung des Strahlers werden indes selbst hartnäckige Ablagerungen gelockert. All das funktioniert ohne Feuchtigkeit, auch entsteht dabei folglich natürlich kein Wasserfilm.

Wo werden Trockeneisreinigungen typischerweise eingesetzt?
Ganz klassisch bei den schon erwähnten Oldtimern sowie generell Motoren und Unterböden. Damit zu dem Ärgernis der aktuell hohen Benzinpreise nicht noch eine lästige schmierige Filmbildung auf dem Oldtimer hinzukommt, wird der also am besten direkt fachgerecht und ohne Feuchtigkeit von Schmutz befreit.
Außerdem kommen das Verfahren und die dazugehörigen Geräte beispielsweise bei der Reinigung von Maschinen und komplexen Produktionsanlagen zum Einsatz. Werkzeuge und entlang der Produktionsstraße genutzte Formen lassen sich so ebenfalls säubern. Generell spielt das Trockeneisverfahren seine Vorteile allen voran auf empfindlichen Materialien aus, die nicht in direkten Kontakt mit Wasser oder viel Wasser kommen sollen.
Praktisch ist das Verfahren, abseits der reinen Materialvorteile, auch aufgrund der Zeitersparnis. Eine aufwändige Nachbereitung ist nicht zu erwarten, zugleich gibt es keine Trocknungszeit. In vielen Fällen dürfte eine Reinigung sogar ohne vorherige Demontage möglich sein. Als nachhaltig gilt das Verfahren zudem deshalb, weil das Trockeneis normalerweise aus zuvor recyceltem CO2 hergestellt wird. Schadhafte Reinigungsrückstände, wie bei Chemieprodukten, entstehen ebenfalls nicht.
