Köln (dapd). Die Bundesbürger können sich von ihrer Arbeit durchschnittlich das Gleiche kaufen wie vor 20 Jahren. So erfordert wie schon 1991 der Preis für ein Bier eine Arbeitszeit von drei Minuten, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln am Dienstag mitteilte. Um ein Kilogramm Schweinekotelett kaufen zu können, genügte 2011 eine halbe Stunde Arbeit – vor 20 Jahren waren es den Angaben zufolge noch 36 Minuten. Auch Textilien und Schuhe verbilligten sich relativ. Anders ist die Entwicklung beim Benzinpreis: Für einen Liter Superbenzin muss nun sechs statt wie damals vier Minuten gearbeitet werden. Während die Löhne in dem Zeitraum den Angaben zufolge um 45 Prozent stiegen, zogen die Preise für Waren und Dienstleistungen um 43 Prozent an. Die für 1991 ermittelten Kaufkraftwerte beziehen sich laut IW auf Westdeutschland. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Rückgrat der Wirtschaft in NRW: Kleine und mittlere Unternehmen
Sie sind schnell, wendig und ideenreich, wenn es darum geht, neue Produkte und Verfahren auf die sich immer dynamischer entwickelnden Märkte zu bringen. Hinter unscheinbaren Fassaden verbergen sich nicht selten heimliche Weltmeister. Viele kleine und mittlere Betriebe sind familiengeführt und legen Wert auf ein gutes Miteinander im Umgang mit ihren Beschäftigten. Diese Unternehmen sind standorttreuer als global operierende Konzerne und übernehmen vielfach auch gesellschaftliche Verantwortung in der Region. Gründe genug für die Landesregierung, sich auch künftig für die Interessen des Mittelstands einzusetzen.
„KALIS setzt sich durch“
Gegen 31 innovative Geschäftsideen setzen sich die Doktoranden der Bielefelder Universität Alban Shoshi und Sebastian Jan Janowski mit ihrem Konzept KALIS bei der zweiten Auflage des OWL-Businessplanwettbewerbs startklar durch. Damit gelang es in diesem Jahr erneut Gründern aus der Universität Bielefeld, den ersten Platz zu erlangen. Bereits im vergangenen Jahr konnte das universitäre Start-up TeutoCell die startklar-Jury mit ihrem Gründungskonzept überzeugen.
Craemer – moderne Unternehmensgruppe mit Tradition
Die Craemer Gruppe, international ausgerichtetes Familienunternehmen mit Stammsitz im ostwestfälischen Herzebrock-Clarholz, feiert ihr hundertjähriges Bestehen. Der Spezialist für Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau mit 630 Beschäftigten an vier europäischen Standorten, der 2011 eine Gesamtleistung von 172 Millionen Euro erwirtschaftete, baut bei seiner internationalen und modernen Ausrichtung auf eine lange Tradition und fundierte Erfahrung.
Die wichtigsten Haftungsrisiken für GmbH-Geschäftsführer
Hierzu gehören – neben der Verantwortung gegenüber dem Finanzamt für Steuerverbindlichkeiten – eine Fülle weiterer Haftungsrisiken. Der Geschäftsführer haftet insbesondere der GmbH auf Schadenersatz, wenn er die „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes“ (§ 43 Abs. 1 GmbHG) außer Acht lässt. Er muss dabei die Interessen der GmbH, die durch den Gesellschaftszweck, den Unternehmensgegenstand und durch die ihm erteilten Weisungen bestimmt werden, wahrnehmen.
Steuerfalle Berliner Testament
Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland einer der meistgewählten Wege zur Regelung der Erbfolge in Familien. Beim Berliner Testament erklären sich die beiden Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben.
NordLB streicht bis zu 650 Stellen
Hannover (dapd). Die NordLB wird in den kommenden fünf Jahren zwischen 450 und 650 Stellen abbauen. Ob ein bestimmter Standort besonders betroffen sein wird, ist noch unklar, wie Unternehmenssprecher Jan-Peter Hinrichs am Dienstag in Hannover sagte. „Fakt ist, die beiden größten Standorte sind Hannover und Braunschweig“, fügte er hinzu. Der geplante Stellenabbau gelte jedoch für den ganzen Konzern, sagte er zu anderslautenden Medienberichten. Die Landesbank werde auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, betonte Hinrichs. Der Konzern sei überzeugt, die Ziele seines Kostensenkungsprogramms auch ohne Entlassungen erreichen zu können. Die NordLB und ihre Tochtergesellschaften beschäftigen derzeit weltweit rund 7.300 Mitarbeiter. Derweil kommt die NordLB im sogenannten Beihilfeverfahren der Europäischen Union offenbar glimpflich davon. Die EU-Kommission habe das Geschäftsmodell der Landesbank durchleuchtet und als tragfähig anerkannt, sagte der Vorstandsvorsitzende Gunter Dunkel der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Die Kapitalausstattung der Bank sei jetzt deutlich günstiger als früher. Das Geldinstitut habe jetzt „sicher mehr Speck auf den Rippen“, erklärte Dunkel. Die Landesbank hatte die Finanzkrise ohne staatliche Hilfen überstanden. Doch musste sie nach einem Entscheid der EU-Bankenaufsicht ihr Eigenkapital kräftig aufstocken. Die Beteiligung der Länder Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt daran wertete die EU als Beihilfe und verhängte daher Auflagen. Eine endgültige Entscheidung über die Bedingungen soll der Zeitung zufolge voraussichtlich am Mittwoch fallen. Die Eigentümer der NordLB müssen als Folge der Auflagen auf Geld verzichten. „Wir werden zwei Jahre keine Dividende an unsere Träger ausschütten“, sagte Dunkel. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Grüne nennen Lufthansa-Forderung nach Nachtflügen unverschämt
Wiesbaden (dapd). Die von der Lufthansa geforderten erweiterten Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen haben die Grünen im hessischen Landtag als Unverschämtheit bezeichnet. Die Forderung zeige vor allem gravierende Mängel in der Betriebsorganisation der Fluggesellschaft, sagte der Abgeordnete Frank Kaufmann am Dienstag in Wiesbaden. „Es ist ein Armutszeugnis der besonderen Art, dass ein Unternehmen wie Lufthansa offensichtlich nicht in der Lage ist, pünktlich zu arbeiten.“ Lufthansa-Vorstandsmitglied Kay Kratky hatte in einem Zeitungsinterview gefordert, dass jeder Flieger, der bis zu einer bestimmten Zeit seine Parkposition verlassen habe, auch starten dürfe. „Dabei sollte es gleichgültig sein, welchen Grund die mögliche Verspätung hat“, sagte er. Am Frankfurter Flughafen gilt ein Nachtflugverbot von 23.00 bis 5.00 Uhr. Ausnahmen für Starts müssen einzeln genehmigt werden. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Dr. Oetker verliert Puddingstreit gegen Aldi
Düsseldorf (dapd). „Paula“ verliert gegen „Flecki“: Der Hersteller Dr. Oetker hat im Rechtsstreit mit Aldi um den Schoko-Vanille-Pudding vorerst den Kürzeren gezogen. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf vom Dienstag darf der Discounter seinen Kinderpudding „Flecki“ weiter verkaufen.
SPD, Grüne und Liberale steigen in der Wählergunst
Berlin (dapd). SPD, Grüne und Liberale legen nach einer neuen Umfrage in der Gunst der Wähler zu, CDU/CSU und die Piraten verlieren. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte INSA-Studie im Auftrag der „Bild-Zeitung“ (Mittwochausgabe). Danach verbessern sich SPD (30 Prozent), Grüne (15 Prozent) und FDP (5 Prozent) um je einen Prozentpunkt. Die FDP wäre mit diesem Ergebnis wieder im Bundestag vertreten. Die Linke (6 Prozent) bleibt stabil. Die Union (35 Prozent) und die Piraten (6 Prozent) büßen gegenüber der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt ein. Für den INSA-Meinungstrend wurden von 20. bis 23. Juli insgesamt 2.037 wahlberechtigte Bundesbürger befragt. dapd (Politik/Politik)
