Berlin/München (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) mahnen nach der Verleihung des Nobelpreises zur Einigkeit in der EU. In ihrem wöchentlichen Podcast forderte Merkel die Mitgliedsstaaten am Samstag auf, gemeinsam die europäischen Werte in der Welt zu verbreiten. Schäuble betonte, die Verleihung biete einen Anlass, sich über das Tagesgeschäft hinaus auf das „große gemeinsame Projekt“ der europäischen Einigung zu konzentrieren. Merkel forderte ein gemeinsames selbstbewusstes Eintreten für die europäischen Werte ein. Der Nobelpreis sei ein „Ansporn“, die EU zu einem „Modell“ zu machen, „wie auch andere Regionen der Welt besser zusammenleben können“, sagte die Bundeskanzlerin. Eine globale Strahlkraft könnten die europäischen Ideale aber nur im Verbund der Staaten entfalten. Die einzelnen Staaten alleine könnten „unsere Ideale von Demokratie, von Meinungsfreiheit, von Toleranz, von Religionsfreiheit, von Pressefreiheit“ nicht in einer Welt mit sieben Milliarden Menschen durchsetzen, sagte die Bundeskanzlerin. „Von Debatten über Zinsen und Ratings lösen“ Auch Schäuble bezeichnete die Preisverleihung als einen „Ansporn“: Sie sei ein Anstoß, „uns einmal für kurze – aber gerne auch längere – Zeit von den täglichen Debatten um Zinsen und Ratings zu lösen“ und sich darauf zu konzentrieren, das geeinte Europa zu einer „wahren Europäischen Union“ weiterzuentwickeln, schreibt der Finanzminister in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“. Europa müsse „noch enger zusammenrücken“, heißt es in dem Text. Herausforderungen wie „die Globalisierung, die nachhaltige Sicherung des Wohlstands und der Schöpfung, die Verbreitung von Sicherheit und Demokratie über Europa hinaus“ seien nur in einem geeinten Europa zu bewältigen. Beide Politiker unterstrichen auch die Rolle der Europäischen Union als Garant für Frieden in Europa. Die Gründerväter der EU seien beseelt von dem Gedanken gewesen, dass „nie wieder Krieg zwischen den Völkern in Europa sein darf“, sagte Merkel. Dieses Ziel sei erreicht worden. „Wohlstand, Frieden und Freiheit sind Selbstverständlichkeiten geworden“, betonte Schäuble. Sie blieben aber dennoch großartige Errungenschaften. Bütikofer kritisiert EU-Flüchtlingspolitik Ähnlich äußerte sich auch der frühere deutsche EU-Kommissar Günther Verheugen. Die deutsch-französische Aussöhnung oder die Festigung der Demokratie in Südeuropa seien „Dinge, die eine große historische Bedeutung haben und die wir bei allen Streitereien nicht vergessen dürfen“, sagte Verheugen dem Radiosender NDR Info. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Reinhard Bütikofer betonte im RBB Inforadio, die historische Erfahrung Europas heiße auch, „nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus“. Bütikofer äußerte aber zugleich Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU. In diesem Feld werde Europa „seiner Verantwortung nicht gerecht“. Europa müsse sich „über den derzeitigen unwürdigen Zustand im Mittelmeer schämen, wo massenweise Menschen ersaufen.“ dapd (Politik/Politik)
Grüne in Sachsen-Anhalt stellen Landesliste für Bundestagswahl auf
Magdeburg (dapd). Die Grünen in Sachsen-Anhalt haben ihren Bundestagswahlkampf eröffnet. Auf einem Landesparteitag am Samstag in Magdeburg wurde die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke aus dem Kreisverband Dessau-Roßlau, auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Sie erhielt mehr als 86 Prozent der Delegiertenstimmen. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, warf der Bundesregierung Versagen vor. „Wir haben die letzten 365 Tage von Schwarz-Gelb vor uns.“ Von der Regierung werde nichts bleiben, wenn sie weg sei, außer Erleichterung, fügte sie hinzu. Die Grünen, die eigenen Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 690 Mitglieder zählen, hatten bei der letzten Bundestagswahl vor drei Jahren 5,1 Prozent der Wählerstimmen bekommen. Landeschefin Cornelia Lüddemann sagte, ihre Partei wolle ein ganzes Jahr mit diesen Kandidaten grüne Politik im Land bekannter machen. Lüdecke spricht von anstrengendem Jahr Künast warf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Peter Altmaier (beide CDU) bei der Energiewende eine verfehlte Politik vor. Merkel inszeniere Politik. Bei der Energiewende als zentrale Zukunftsfrage habe sie nichts bewegt, sagte die Fraktionschefin. Alle brauchten Wettbewerbsfähigkeit – vom kleinen Laden bis zum DAX-Unternehmen. Künast mahnte deshalb eine faire Kostenverteilung und keine Privilegien für einzelne Unternehmen an. Altmaier und Merkel seien Lobbyisten für Energiekonzerne. Aus bislang 600 Unternehmen mit Ausnahmeregelung würden es Anfang 2013 etwa 2.000 Betriebe mit Ausnahmen. Die sieben Milliarden Euro, die für Privilegien aufgewendet werden müssten, bezahle der kleine Verbraucher, sagte Künast. „Das ist unsozial und unchristlich.“ Der Grünen-Landesvorsitzende Sebastian Lüdecke sagte vor den mehr als 70 Delegierten: „Wir haben ein extrem anstrengendes Jahr vor uns!“. Weder Schwarz noch Gelb sollte sich nach der Wahl im kommenden Jahr in einer neuen Bundesregierung wiederfinden. Kein rot-grüner Wahlkampf Lemke sagte, die gegenwärtige Bundesregierung sei eine Zumutung. Die Regierung strebe nur nach Macht und werde nur durch Machtwillen zusammengehalten. Sie rief ihre Partei auf, in elf Monaten dieser Regierung ihre Macht zu nehmen und das vollständig. Lemke bekräftigte den Willen nach einer rot-grünen Koalition in Berlin nach der Bundestagswahl. Einen rot-grünen Wahlkampf werde es aber nicht geben. Mit Blick auf die jüngsten Umfragewerte sagte sie, „wir brauchen das stärkste grüne Ergebnis, nicht nur das stärkste rot-grüne Ergebnis“. Auf den zweiten Listenplatz wurde Stephan Bischoff aus Magdeburg gewählt. Lemke und Bischoff erhielten ein Tandem als Symbol für einen gemeinsamen Wahlkampf. dapd (Politik/Politik)
Nüchterner Start in den Niedersachsen-Wahlkampf
Celle (dapd-nrd). Für den großen Start war alles vorbereitet: Schilder zum Jubeln, ein Videofilm zur Einstimmung, knackige Slogans. Doch der Landesparteitag der CDU Niedersachsen in Celle, der am Wochenende den Start in den Landtagswahlkampf bilden sollte, war eher ein leiser Auftakt. Das lag vor allem an der verhaltenen Rede von Spitzenkandidat David McAllister, der es vorzog alte Pointen zu wiederholen und ansonsten rhetorisch gedämpft auf die Bilanz seiner Landesregierung zu verweisen, statt den „großen Max“ zu machen und den politischen Gegner scharf anzugehen. Zuvor hatte McAllister sich wochenlang verweigert, in den Wahlkampf zu starten. „Die anderen“ sollten ruhig schon mal „loslaufen“, ließ er Fragende wissen. Schließlich sei es am Ende wichtig, wer als erster die Ziellinie überschreite. In Celle erhielt der Spitzenkandidat dann symbolisch ein Steuerrad überreicht, um durch den Wahlkampf zu lenken. „Jetzt geht es los“, dachten da wohl viele. Doch McAllister bevorzugt im schwarzen Parteiwagen immer noch die Bremse. Dass SPD, Grüne und Linke „anspruchsreduzierte Polemik“ böten, war tatsächlich der schärfste Angriff auf die Konkurrenz in seiner Rede am Freitagabend. Klar, Bildungspolitik und Schuldenbremse sind wichtige Themen. Die Parteimitglieder von den Stühlen zu reißen, um ihre „I’m a Mac“-Schilder in die Höhe zu strecken, bieten diese nachdenklichen Worte aber nicht. „Luft nach oben“ In der CDU ist man dennoch zufrieden. Aus der Partei ist zu hören, dass es im Wahlkampf ja auch „noch Luft nach oben“ geben müsse. Die Ziellinie ist eben entscheidend. Und die ist am 20. Januar 2013. Bis dahin könne man aber noch viel mehr Attacke von McAllister erwarten, heißt es. Und auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen spricht von einem gelungenen Start und hat nur Worte des Lobes für ihren „David“ übrig. Dieser sei „unglaublich beliebt“, „weltoffen“ und habe „Visionen für die Zukunft“, sagt sie. Eine Schippe drauflegen muss der 41-jährige Halb-Schotte aber auf jeden Fall noch. Zwar ist die CDU den aktuellsten Umfragen zufolge mit 37 Prozent die stärkste Kraft in Niedersachsen, eine Regierungsbildung von SPD und Grünen erscheint aber wegen der schwächelnden FDP realistischer. Rot-Grün kam in der jüngsten Umfrage gemeinsam auf 48 Prozent der Stimmen. Dabei fehlt der SPD derzeit ebenfalls noch der Glanz im Wahlkampf. Spitzenkandidat Stephan Weil beschränkt sich darauf, sein Schattenkabinett vorzustellen, in dem wahre Persönlichkeiten aber noch fehlen. Sein Regierungsprogramm findet kaum Interesse. Wenn wenn er McAllister angeht, wirkt es oft verbissen und bemüht. Nachdem die CDU ihre Wahlkampagne vorstellte, in der sie auch mit den schottischen Wurzeln ihres Spitzenkandidaten kokettieren will, wettert Weil: „Es ist schon authentisch, dass das ganz kleine Schottenkaro die Landespolitik prägt.“ Wenn es um die persönliche Präferenz geht, liegt McAllister in Umfragen klar vorne. Die CDU weiß, dass sie auf ihren Spitzenkandidaten setzen muss. Doch dazu muss dieser endlich richtig loslaufen. Es sind weniger als 100 Tage bis zur Wahl. dapd (Politik/Politik)
Deutsche bleiben ihrem Arbeitgeber gerne lange treu
Berlin (dapd). In wirtschaftlich unsicheren Zeiten halten die Beschäftigten in Deutschland ihrem Arbeitgeber überdurchschnittlich lange die Treue. Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Agentur berichtet, beträgt die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Deutschland derzeit rund elf Jahre. In vielen anderen europäischen Ländern blieben die Mitarbeiter zum Teil deutlich kürzer bei ein- und demselben Unternehmen, sagte IAB-Arbeitsmarktexperte Thomas Rhein der Zeitung. Zwar habe sich seit 1992 in Deutschland die Zahl der Beschäftigten mit befristeten Arbeitsverträgen verdoppelt. „Dennoch ist Jobhopping kein Phänomen, das für das Gros der Arbeitnehmer zutrifft“, erklärte Rhein. Besonders Mitarbeiter von großen DAX-Konzernen sehen dem Bericht zufolge wenig Grund zum Jobwechsel. Demnach bleiben beispielsweise Beschäftigte bei Daimler im Schnitt knapp 20 Jahre im Unternehmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Lemke an Spitze der Grünen in Sachsen-Anhalt für Bundestagswahl
Magdeburg (dapd). Die Grünen in Sachsen-Anhalt ziehen mit der Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, in den Bundestagswahlkampf 2013. Die 44-Jährige aus dem Kreisverband Dessau-Roßlau wurde am Samstag auf einem Landesparteitag auf Platz 1 der Landesliste gewählt. Sie bekam 63 Ja-Stimmen von 73 gültigen Stimmen. Damit votierten 86,3 Prozent der Delegierten für Lemke Von 1994 bis 2002 war sie Bundestagsabgeordnete, seit 2002 Politische Bundesgeschäftsführerin und seit demselben Zeitpunkt Wahlkampfleiterin der Bundestags- und Europawahlen. Die Grünen, die eigenen Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 690 Mitglieder zählen, hatten bei der letzten Bundestagswahl vor drei Jahren 5,1 Prozent der Wählerstimmen bekommen. dapd (Politik/Politik)
Schäuble fordert ein noch engeres Zusammenrücken in Europa
München (dapd). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fordert nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU ein „noch engeres Zusammenrücken“ Europas. Der Preis sei „ein Ansporn“, das geeinte Europa zu einer „wahren Europäischen Union“ weiterzuentwickeln, schreibt Schäuble in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“. Die Verleihung des Nobelpreises biete einen Anlass „uns auf das zu konzentrieren, was wichtig ist: unser großes Projekt eines geeinten Europas“, schreibt der Finanzminister weiter. Herausforderungen wie „die Globalisierung, die nachhaltige Sicherung des Wohlstands und der Schöpfung, die Verbreitung von Sicherheit und Demokratie über Europa hinaus“ seien nur in einem geeinten Europa zu bewältigen. dapd (Politik/Politik)
Sparkassen dringen in Tokio auf den Abbau der Staatsschulden
Tokio (dapd). Die deutschen Sparkassen appellieren an die Bundesregierung, die Lösung der europäischen Finanzkrise über die Einrichtung eines Altschuldentilgungsfonds anzugehen. Ein Überschuldungsproblem sei nicht dadurch zu lösen, „dass man Schuldnern die Refinanzierung alter oder gar die Aufnahme neuer Schulden erleichtert“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, am Samstag am Rande der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Tokio. „Eine dauerhafte Lösung ist nur durch Schuldenabbau möglich“, betonte Fahrenschon. „Je länger wir das in der Europäischen Wirtschaftsunion hinauszögern, desto teurer wird die Krise für Steuerzahler und Sparer“, warnte der DSGV-Präsident. Damit stellt sich Fahrenschon indirekt gegen den unter anderem von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Tokio nachdrücklich verteidigten Regierungskurs zur Bewältigung der Euro-Krise. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Niebels neue deutsche Entwicklungspolitik setzt auf den Privatsektor
Berlin/Tokio (dapd). Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hält den Privatsektor für entscheidend bei der Armutsreduzierung. Niebel, der auch deutscher Gouverneur der Weltbank ist, sagte am Samstag auf deren Jahrestagung in Tokio, Arbeitsplätze würden hauptsächlich durch den Privatsektor geschaffen. „Viele Menschen in den Entwicklungsländern arbeiten jedoch im informellen Sektor – oft ohne angemessene Absicherung gegen die unvorhersehbaren Wechselfälle des Lebens.“ Deshalb ziele die neue deutsche Entwicklungspolitik darauf, wirtschaftliche Rahmenbedingungen für beschäftigungsfördernde private Investitionen zu verbessern. „Diese Rahmenbedingungen sind entscheidend, damit entwicklungsfördernde, armutsmindernde und menschenwürdige Arbeitsplätze entstehen“, sagte Niebel nach Angaben seines Berliner Ministeriums. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Bayerns Innenminister Herrmann attackiert den Bund
München (dapd-bay). Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wirft dem Bund eine Zweckentfremdung der Milliardeneinnahmen aus der Lkw-Maut vor. Seit der Einführung der Maut hätten sich die Einnahmen von 1,2 auf 3,5 Milliarden Euro verdreifacht, während in der gleichen Zeit die Haushaltsmittel für die Bundesfernstraßen von knapp 5 auf 2,5 Milliarden Euro halbiert worden seien, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstagausgabe). Es sei „unerträglich“, dass die Mauteinnahmen dem Bundesfinanzministerium nur zur Entlastung des Haushalts dienten. Die Gelder sollten für den Ausbau der Autobahnen zur Verfügung gestellt werden, der derzeit kaum noch vorankomme. Der Einführung einer City-Maut erteilte Herrmann eine Absage. „Die City-Maut halte ich für eine Schnapsidee, der Vorschlag ist völlig verfehlt“, sagte er. Pendler und Menschen, die zum Einkaufen in die Stadt fahren, dürften nicht zusätzlich abkassiert werden. dapd (Politik/Politik)
Bankenverband fordert umfassende Strukturreformen
Tokio (dapd). Die Bundesregierung erhält für ihre ablehnende Haltung zur unbegrenzten Haftungsübernahme für die europäischen Krisenstaaten Rückendeckung vom deutschen Bankenverband. „Die europäische Staatsschuldenkrise lässt sich auch weiterhin nur in Trippelschritten bewältigen“, sagte Andreas Schmitz, Präsident des Bankenverbandes anlässlich der am Samstag zu Ende gegangenen Jahrestagung von IWF und Weltbank in Tokio. Die deutsche Bundesregierung handele richtig, wenn sie Forderungen nach einer bedingungslosen Haftungsunion nicht nachgebe. Zugleich forderte Schmitz von der Politik vertrauensbildende Maßnahmen. Das verloren gegangene Vertrauen in die Währungsunion könne nur mit einer glaubwürdigen Änderung der Politik in den Euro-Staaten zurückgewonnen werden. Die Basis dafür seien „umfassende Strukturreformen“. Diese würden aber Zeit benötigen, mahnte Schmitz. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)