Wolfsburg (dapd). Der Volkswagen-Konzern will mit einer Wandelanleihe bis zu 2,5 Milliarden Euro in die Kasse bekommen. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis November 2015 und einer Verzinsung von 4,75 bis 5,50 Prozent soll ein Gesamtvolumen von mindestens zwei Milliarden Euro haben, wie VW am Montagabend in Wolfsburg mitteilte. Die Summe könne um weitere 500 Millionen Euro aufgestockt werden. Mit der Wandelanleihe will der Autohersteller seine Eigenkapitalbasis stärken und mehr Nettoliquidität bekommen, um sein globales Wachstum voranzutreiben. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Klagewelle wegen des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz befürchtet
Berlin (dapd). Die Kommunen schlagen angesichts des von August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz Alarm. Der Deutsche Städtetag warnte am Dienstag vor einer Klagewelle. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, plädierte dafür, den Rechtsanspruch auf Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren aufzuweichen. Kinder von ein bis drei Jahren haben ab 1. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kinderkrippe, einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Der Anspruch gilt bundesweit. Das Statistische Bundesamt will am Vormittag in Berlin Daten zur „Kindertagesbetreuung in Deutschland 2012“ bekanntgeben. Der Präsident des Städtetages, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), sagte im ARD-„Morgenmagazin“, Eltern würden im Sommer zunächst auf Zuteilung eines Kitaplatzes klagen. „Wenn das objektiv nicht möglich ist, wird es einen Schadenersatzanspruch geben“, fügte Ude hinzu. Das sei „dann besonders absurd, wenn Städte in Finanznot auch noch so einen Schadenersatz zahlen müssen“. „Stufenlösung wäre ein richtiger Ansatz“ Landsberg unterstützte eine Forderung der Städte in Baden-Württemberg, die sich dafür einsetzen, dass der Anspruch zunächst nur für zweijährige Kinder gilt und erst in einem nächsten Schritt auch auf einjährige Kinder ausgeweitet wird. „Die seitens des baden-württembergischen Städtetages geforderte Stufenlösung wäre ein richtiger Ansatz“, sagte Landsberg „Handelsblatt Online“. „So könnte der Kita-Ausbau vorangetrieben und gleichzeitig der Gefahr begegnet werden, bei den betroffenen Eltern falsche Erwartungen zu schüren.“ Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes sagte weiter, wegen der anstehenden Wahlen im kommenden Jahr würden sich wohl keine politischen Mehrheiten für eine schrittweise Einführung des Rechtsanspruchs finden. Deshalb schlage er „flexible Lösungen“ vor, die sich kurzfristig umsetzen ließen. Hierzu gehöre die kurzfristige Vergrößerung der Gruppen, aber auch das vorübergehende Aussetzen von baulichen Standards. Ude kritisiert Länder Auch Städtetagspräsident Ude forderte den Gesetzgeber auf, „ganz schnell pragmatische Lösungen“ anzubieten. Daran müssten sich auch die Länder beteiligen. Diesen warf Ude, der auch Spitzenkandidat der SPD für die bayerische Landtagswahl ist, vor, sich bei der Weitergabe der Fördermittel zum Kitaausbau „nicht gerade mit Ruhm bekleckert“ zu haben. Zugleich machte der Oberbürgermeister deutlich, dass auch „eine fertig gebaute Kita noch kein Angebot ist, weil man Personal braucht, was immer knapper wird“. Ude appellierte an Länder und Kommunen, besser zusammenzuarbeiten, um den stetig wachsenden Bedarf an Kindergartenplätzen decken zu können. Bürokratische Hemmnisse müssten abgebaut werden, sagte der SPD-Politiker. „Da können wir als Kommunen nur appellieren: Streitet nicht herum über monatliche Berichtspflichten und solchen Unfug, sondern tragt zur Lösung bei.“ dapd (Politik/Politik)
Neue Großgalvanik in Betrieb genommen
Vreden. Vor Kurzem konnte in Vreden die erste Inline-Fertigung für Tiefdruckzylinder im Maß bis 5 Meter in Betrieb genommen werden. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer Mio. Euro wurde die modernste Ent- und Neuverchromung für Tiefdruckzylinder in dieser Dimension installiert.
Telefónica Deutschland steigert Kundenzahl
München (dapd). Eine Woche nach seinem Börsenstart hat der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland eine Gewinnsteigerung für das dritte Quartal präsentiert. Das operative Ergebnis des O2-Mutterkonzerns für die Zeit von Juli bis September kletterte auf Jahressicht um 12,5 Prozent auf 339,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Der Umsatz legte um 4,1 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro zu. Die deutsche Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns konnte die Zahl der Kundenanschlüsse (Mobilfunk, Festnetz, Wholesale) im Jahresvergleich ebenfalls um 4,1 Prozent auf 25,3 Millionen erhöhen. Telefonica Deutschland war am 30. Oktober an die Börse gegangen. Die Aktie entwickelte sich bisher positiv. Am Montagabend lag sie mit 10,1 Euro deutlich über dem Ausgabekurs von 5,60 Euro. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Fraport steigert Umsatz und Gewinn
Frankfurt/Main (dapd). Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat ungeachtet zahlreicher Flugausfälle durch Streiks Umsatz und Gewinn gesteigert. Im dritten Quartal erhöhte sich das Konzernergebnis auf Jahressicht um 34 Prozent auf 162 Millionen Euro, wie Fraport am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 701 Millionen Euro. Wegen Streiks des Kabinenpersonals waren demnach im August und September 1.200 Flüge gestrichen worden. Zwischen Januar und September steigerte Fraport seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 1,854 Milliarden Euro. Der Gewinn wuchs um 10,1 Prozent auf 248 Millionen Euro. Durch Streiks der Vorfeldbeschäftigten und während der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst waren Anfang des Jahres mehr als 2.000 Flüge ausgefallen. Im gesamten Jahr fielen nach Angaben von Fraport wegen der drei Streiks insgesamt 3.350 Flüge aus. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Lanxess spürt die Konjunkturkrise
Leverkusen (dapd). Die weltweite Konjunkturkrise hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz des Spezialchemieherstellers Lanxess. Im dritten Quartal sank der Konzernumsatz auf Jahressicht um 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Gewinn brach sogar um 39 Prozent auf 94 Millionen Euro ein, wie Lanxess am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Lanxess litt vor allem unter der schwachen Nachfrage aus der Reifen- und Automobilindustrie. Die Nachfrage nach Agrochemikalien lag dagegen nach Konzernangaben auf unverändert hohem Niveau. Trotz des schwierigen Umfelds bestätigte der Konzern sein Ziel, das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2012 um 5 bis 10 Prozent zu steigern. Allerdings werde das Ergebnis am unteren Ende der angekündigten Bandbreite liegen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Städte fürchten Klagen wegen Rechtsanspruch auf Kitaplatz
Berlin (dapd). Der Deutsche Städtetag warnt vor einer Klagewelle, wenn der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zum 1. August 2013 in Kraft tritt. Der Präsident der Organisation, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), sagte am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“, Eltern würden zunächst auf Zuteilung eines Kitaplatzes klagen. „Wenn das objektiv nicht möglich ist, wird es einen Schadenersatzanspruch geben“, fügte Ude hinzu. Das sei „dann besonders absurd, wenn Städte in Finanznot auch noch so einen Schadenersatz zahlen müssen“. Der Städtetagspräsident forderte den Gesetzgeber auf, „ganz schnell pragmatische Lösungen“ anzubieten. Daran müssten sich auch die Länder beteiligen. Diesen warf Ude, der auch Spitzenkandidat der SPD für die bayerische Landtagswahl ist, vor, sich bei der Weitergabe der Fördermittel zum Kitaausbau „nicht gerade mit Ruhm bekleckert“ zu haben. Zugleich machte der Oberbürgermeister deutlich, dass auch „eine fertig gebaute Kita noch kein Angebot ist, weil man Personal braucht, was immer knapper wird“. Das Statistische Bundesamt will am Vormittag in Berlin Daten zur „Kindertagesbetreuung in Deutschland 2012“ bekanntgeben. dapd (Politik/Politik)
BMW steigert Umsatz und Ergebnis
München (dapd). Trotz Branchenkrise hat der Autokonzern BMW im dritten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Konzernüberschuss von Juli bis September erhöhte sich im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro, wie BMW am Dienstag in München mitteilte. Den Umsatz verbesserte das Unternehmen um 14 Prozent auf 18,82 Milliarden Euro. „Wir liegen auf Kurs, neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern zu erreichen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer. Die Lage an den internationalen Automobilmärkten stelle BMW jedoch vor Herausforderungen. „Wir spüren derzeit wie auch die gesamte Branche einigen Gegenwind“, fügte Reithofer hinzu. Im Rekordjahr 2011 hatte BMW einen Nachsteuergewinn von 4,9 Milliarden Euro eingefahren. Der Absatz lag bei 1,67 Millionen Autos. Bei den Verkäufen ist BMW auf bestem Weg, das Ziel zu erreichen. In den ersten neun Monaten des Jahres lag der Absatz mit 1.335.502 verkauften Fahrzeugen um 8,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Städtebund plädiert für Aufweichung des Kita- Rechtsanspruchs
Düsseldorf (dapd). Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, plädiert dafür, den von Sommer 2013 an geltenden Rechtsanspruch auf Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren aufzuweichen. Er unterstützt damit eine Forderung der Städte in Baden-Württemberg, die sich dafür einsetzen, dass der Anspruch zunächst nur für zweijährige Kinder gilt und erst in einem nächsten Schritt auch auf einjährige Kinder ausgeweitet wird. „Die seitens des baden-württembergischen Städtetages geforderte Stufenlösung wäre ein richtiger Ansatz“, sagte Landsberg „Handelsblatt Online“. „So könnte der Kita-Ausbau vorangetrieben und gleichzeitig der Gefahr begegnet werden, bei den betroffenen Eltern falsche Erwartungen zu schüren.“ Da sich wegen der anstehenden Wahlen im nächsten Jahr wohl keine politischen Mehrheiten für eine schrittweise Einführung des Rechtsanspruchs finden würden, schlägt Landsberg „flexible Lösungen“ vor, die sich kurzfristig umsetzen ließen. Hierzu gehöre die kurzfristige Vergrößerung der Gruppen, aber auch das vorübergehende Aussetzen von baulichen Standards. dapd (Politik/Politik)
Mit Kosmetik aus Franken zum Weltmarktführer
Heroldsberg (dapd-bay). Franken ist bekannt für seine Bratwürste, sein Bier und seine Nürnberger Lebkuchen. Nur Wenigen bekannt sein dürfte allerdings, dass hier auch der Weltmarktführer für Kosmetikstifte zuhause ist: Die Schwan-Stabilo Cosmetics GmbH & Co. KG. Das Familienunternehmen mit Firmensitz in Heroldsberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt produziert seit 1927 Kosmetikartikel. Heute werden alle namhaften Kosmetikmarken der Welt mit Eyelinern, Wimperntuschen und Lippenstiften beliefert. Die Kunden verkaufen diese dann unter ihrem Markennamen weiter. Von der Weltproduktion an Kosmetikstiften entfallen laut Schwan-Stabilo Cosmetics rund 40 Prozent auf die eigene Herstellung – wobei sich die fränkische Firma mit dieser Aussage auf die aktuellen Daten verschiedener Marktforschungsunternehmen beruft. Für Entwicklungsleiter Jörg Karas ist Schwan-Stabilo ein klassischer „Hidden Champion“ – eine Firma, die global erfolgreich und trotzdem nur in ihrer Branche bekannt ist. „Wir sind keine verlängerte Werkbank unserer Kunden, wir identifizieren und entwickeln Produktideen bis zur Marktreife und bieten diese dann den Kosmetikmarken an“, sagt er. Dabei komme die Anregung in zehn Prozent der Fälle von einer der Kosmetikmarken, für die produziert werde, 90 Prozent seien von Anfang an eigene Idee. Allein an der Entwicklung neuer Produkte arbeiteten 150 Mitarbeiter, erzählt Karas. Fünf Prozent des Umsatzes würden darin investiert. Wiege des Kosmetik-Stifts zum Herausdrehen Als einen der größten Erfolge wertet der Entwicklungsleiter den Kosmetik-Stift zum Herausdrehen, den die Tüftler von Schwan-Stabilo vor 25 Jahren erfunden hätten. Dieser „mechanische Liner“ sei heute fester Bestandteil aller Sortimente, erzählt Karas. „Aber die Wiege dieses Stifttyps steht hier in Heroldsberg.“ Außer am Stammsitz produziert Schwan-Stabilo Cosmetics noch in der mittelfränkischen Stadt Weißenburg sowie in Werken in den USA, China, Tschechien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Indonesien, jeweils für die regionalen Märkte. Allerdings würden 60 Prozent der Kosmetikartikel in Deutschland gefertigt, auch wenn hier nur fünf Prozent des Umsatzes anfalle. Die Spezialisierung von Schwan-Stabilo Cosmetics auf Kosmetikstifte kommt nicht von ungefähr – schließlich gehört die Firma zur Schwanhäußer Industrie Holding, die seit 1855 Stifte zum Schreiben und Malen produziert. Darunter findet sich auch der bekannten Schwan-Stabilo Textmarker. Als dritte Sparte kam 2006 der im bayerisch-schwäbischen Landkreis Augsburg beheimatete Outdoor-Spezialist Deuter Sport zur Unternehmensgruppe. Der Konzern hat weltweit etwa 4.390 Mitarbeiter, 1.850 davon in Deutschland. „Als eine der Weltfirmen unseres Landkreises hat Schwan-Stabilo eine große finanzielle Bedeutung für den Landkreis und für die Region Nürnberg-Erlangen“, sagt der Landrat des Kreises Erlangen-Höchstadt, Eberhard Irlinger (SPD) – und verweist auf die Gewerbesteuereinnahmen, die rund 1.900 Arbeitsplätze des Konzerns und die Effekte für die Zulieferer-Firmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)