Mehr als die Hälfte der Unternehmen können derzeit offene Stellen zumindest vorübergehend nicht besetzen – spürbar mehr als ohnehin schon vor Ausbruch der Corona-Krise. Lockdowns und Kurzarbeit haben den Fachkräftemangel nur zeitweise in den Hintergrund gedrängt. Der Fachkräftereport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beschreibt die aktuelle Lage, konkreten Folgen und hohen Herausforderungen. „Der Fachkräftemangel in den Betrieben ist zurück: schneller und in größerem Umfang als von vielen erwartet“: So fasst der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Ergebnisse des DIHK-Reports Fachkräfte 2021 zusammen. „Wir haben bei den Arbeitskräften den Zenit erreicht. In den kommenden Jahren wird es für die Unternehmen ein immer mühsameres Geschäft, sich gegen die Fachkräfteengpässe zu stemmen. Zur Energiewende gesellt sich für die Betriebe nun auch die Herausforderung einer ‚Fachkräftewende‘.“
Menschen & Arbeit
Fachkräfte, Weiterbildung, Organisation & Arbeitsschutz. Praxisleitfäden für KMU: Recruiting, Onboarding, Führung und sichere Prozesse.

Projekt der REGIONALE 2022: Auszeichnung für Vernetzte Lernorte OWL bei erster Kooperationskonferenz
Vernetzte Lernorte OWL ist eine beispielgebende Kooperation von allen 30 öffentlichen Berufskollegs, den sieben öffentlichen Schulträgern und der Schulaufsicht, die einen herausragenden Lösungsansatz zur Stärkung der beruflichen Bildung in der Region umsetzt. Das Konzept fördert nachhaltige institutionsübergreifende Zusammenarbeit bezüglich Entwicklungsvorhaben, gemeinsamen Projektthemen und gemeinsamer Nutzung der vorhandenen Infrastrukturen. Dafür wurde es jetzt als Projekt der REGIONALE 2022 ausgezeichnet. Für die Organisation von Vernetzte Lernorte OWL haben sich die Leitungsebenen der oben genannten Schulträger, Schulleitungen und Vertretungen der Schulaufsicht in dem Netzwerk „Innovationszentrum Berufliche Bildung Ostwestfalen-Lippe“ (IBB OWL) zusammengeschlossen. Die Kooperationskonferenz in Präsenzform in Rietberg bot Gelegenheit für die Überreichung von Urkunde und UrbanLand-Fahne als Auszeichnungsinsignien der REGIONALE 2022.

Was sich in der Sozialversicherung in 2022 ändert:
AOK-Online-Seminare ‚Trends und Tipps 2022’ starten jetzt für alle Betriebe im Kreis Lippe
Kreis Lippe (05.11.2021). In der Sozialversicherung gibt es ab dem 1. Januar wieder eine Vielzahl von gesetzlichen Änderungen, neue Rechengrößen und Grenzwerte. Dazu gehören Meldungen zur Sozialversicherung, neue Pflichten für Arbeitgeber bei Minijobs. Aber auch spezifische Fragen wie die Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und deren Datenaustausch, die Elektronische Betriebsprüfung, die Beschäftigung von Altersrentnern und die Zuschusspflicht in der betrieblichen Altersvorsorge gehören dazu. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Seminarreihe ‚Trends und Tipps 2022‘ wieder Online statt. „Ab sofort können sich Betriebe, Steuerberater und Personalunternehmen aus dem Kreis Lippe für die ab 10. November startenden Online-Seminare anmelden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.Hier geht’s zur Anmeldung im Internet: www.aok.de/fk/nordwest/jahreswechsel. In dem rund zweistündigen Vortrag erfahren die Firmen alle wichtigen Änderungen in der Sozialversicherung, die zum Jahreswechsel in Kraft treten. Die Online-Seminare finden bis zum 15. Dezember statt. Die AOK plant, nach dem Jahreswechsel weitere Online-Seminartermine anzubieten.

Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen größer als erwartet
Schon im vergangenen Jahr gingen viele Unternehmen davon aus, dass ihnen 2021 Fachkräfte fehlen werden. Tatsächlich hat sich die Lage noch weiter verschärft, das zeigt eine aktuelle Analyse der Bertelsmann Stiftung. Fachkräftezuwanderung trägt dazu bei, das Problem zu mildern. Allerdings spielt sie für Unternehmen weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Deutsche Unternehmen berichten von einem noch größeren Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, als vor Jahresfrist angenommen. In einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung mit einer Stichprobe von 7.500 befragten Unternehmensentscheider:innen gaben zwei Drittel (66 Prozent) an, dass bei ihnen momentan Fachkräfteengpässe bestehen. Im Fachkräftemigrationsmonitor der Bertelsmann Stiftung von Ende 2020 hatte etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54 Prozent) die Erwartung geäußert, dass ihnen in diesem Jahr Personal fehlen wird. Die Lage unterscheidet sich je nach Branche, Region, Berufsbild und Qualifikation. Insbesondere fällt auf, dass die Fachkräftelücke bei Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung am größten ist: 48 Prozent der befragten Unternehmen berichten hier von einem Mangel, während nur 27 Prozent über fehlende Akademiker:innen klagen. Mit Blick auf die Branchen zeigt sich, dass der Pflegebereich sowie der Gesundheitssektor insgesamt besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen sind. Regional betrachtet, bestehen Engpässe in allen Bundesländern. Etwas stärker fallen sie in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus, tendenziell weniger ausgeprägt sind sie in Berlin, Bremen und im Saarland.

Campus Convention.Lingen: Innovationspreis der Stadt Lingen an Studierende überreicht
Die Studierenden Lena Kiewitt, Jana Knapwerth, Melissa Ritter, Dominik Nimz und Jan Rauße sind die Preisträger des diesjährigen Innovationspreises der Stadt Lingen. Sie erhielten die Auszeichnung für besondere und herausragende Forschungs- und Innovationsprojekte im Rahmen der Campus Convention.Lingen. Die Studierenden hatten sich mit dem Projekt „Der KEP-Markt in Deutschland – Marktübersicht sowie Trends, Chancen und Risiken der Covid-19-Pandemie“ befasst und ihre Forschungsergebnisse in einer 60-sekündigen Posterpräsentation vorgestellt. Dabei setzten sie sich gegen elf weitere studentische Projekte durch und konnten die Fachjury von sich überzeugen.

ELA Container baut Interimsmensa
Am Anfang steht der Kundenwunsch, dann kommt der Plan und danach die Umsetzung – so laufen Projekte normalerweise bei ELA Container. „Als wir die Anfrage für eine Interims-Mensa aus Mobilräumen vom Studentenwerk Göttingen erhielten, haben wir nicht einfach nur ein Angebot erstellt, sondern gleich einen Planungsentwurf dazu“, erklärt ELA Area Sales Manager Christiane Basler. Zusammen mit ihrem Kollegen Kevin Koopmann, Projektmanager bei ELA, hat sie auf diese Weise das Großprojekt für den Raumspezialist aus Haren gewonnen.

SWTE Netz gibt Starthilfe beim Wiedereinstieg ins Berufsleben
Beruflich in der Fremde Fuß zu fassen, ist ein weiter Weg. Erste Schritte auf diesem Weg geht derzeit Sami Ekinci. Aus politischen Gründen aus der Türkei geflohen, kam der Elektroingenieur vor dreieinhalb Jahren nach Deutschland. Derzeit absolviert der 35-Jährige ein Praktikum bei der SWTE Netz, der Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land. Auch die SWTE Netz betritt damit Neuland. Erstmals gibt sie einem Flüchtling Einblick in den Arbeitsalltag eines Verteilnetzbetreibers.

Studierende und Unternehmen im regen Austausch
Osnabrück – Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand jetzt die virtuelle Blockveranstaltung „Students meet Business“ statt. Das digitale Format hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende und regionale Betriebe miteinander ins Gespräch zu bringen. Mehr als 20 Unternehmen der Region präsentierten sich in halbstündigen Gesprächsrunden mehr als 100 Studierenden, die sich vorab für die einzelnen virtuellen Sitzungen angemeldet hatten. Damit verzeichneten die Veranstalter sowohl bei den Studierenden als auch bei den Unternehmen deutlich höhere Teilnehmerzahlen als bislang.

Offenes Beratungsangebot zu Ihren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
Die Berufs- und Arbeitswelt unterliegt ständigen Veränderungen. Individuelle Gründe für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema können vielfältig sein. Manchmal ist es der Wunsch nach beruflicher Veränderung und Weiterentwicklung oder der Wunsch, einen noch fehlenden Berufsabschluss nachzuholen. In anderen Fällen ist es ein notwendiger Schritt zur Informationsbeschaffung, weil sich das bisherige Berufsbild stark verändert hat oder ein Wiedereinstieg nach einer längeren Pause geplant wird.

Jetzt bin ich dran: Mein beruflicher Wiedereinstieg
Unter diesem Motto steht der Workshop für Frauen
„Wenn die Kinder selbstständiger werden, oder sich die Betreuungssituation pflegebedürftiger Angehöriger ändert, denken Frauen wieder an ihre berufliche Entwicklung“, so Andrea Behrendt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt „und das ist gut und richtig“.

