Der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau hat im August 2026 deutlich weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Preisbereinigt lag der Auftragseingang um 22 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie ProduktionNRW und der VDMA NRW mitteilen. Vor allem die Auslandsnachfrage ging zurück.

Auslandsbestellungen fallen um 28 Prozent
Die Bestellungen aus dem Inland sanken im August real um fünf Prozent. Aus dem Ausland kamen 28 Prozent weniger Aufträge. Dabei lag das Minus im Euroraum bei 18 Prozent und in den übrigen Auslandsmärkten bei 31 Prozent.
Auch der Dreimonatsvergleich bleibt negativ
Im weniger schwankungsanfälligen Zeitraum von Juni bis August 2026 lag der reale Auftragseingang in NRW insgesamt acht Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Inlandsnachfrage blieb unverändert, während die Auslandsbestellungen um zwölf Prozent zurückgingen. Im Euroraum betrug der Rückgang drei Prozent, außerhalb des Euroraums 15 Prozent.
VDMA-NRW-Geschäftsführer und ProduktionNRW-Cluster-Manager Dr. David Blass verweist auf die Belastung durch die schwache Exportnachfrage. Er fordert bessere Rahmenbedingungen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit sowie neue Investitionsimpulse im Inland.
NRW entwickelt sich schwächer als der Bund
Für den deutschen Maschinenbau insgesamt meldet der VDMA im August einen realen Auftragsrückgang von fünf Prozent. Im Dreimonatszeitraum Juni bis August ergibt sich bundesweit dagegen ein Plus von sieben Prozent. Diese Bundeswerte sind von den NRW-Zahlen zu unterscheiden; eine gesonderte Auswertung für OWL oder das Münsterland enthalten die Mitteilungen nicht.