Leysieffer unter Rabbel hat ein Jahr nach dem Neustart ein deutlich größeres Sortiment: Die Confiserie aus Westerkappeln bietet nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 200 Artikel der Traditionsmarke an. Zum Start im Oktober 2025 waren es rund 50. Rabbel hatte die Markenrechte und Rezepturen bereits im Juli 2025 übernommen und nutzt für den Vertrieb auch die eigenen Handelskontakte.

Markenübernahme und Neustart im Handel
Nachdem Leysieffer zeitweise nicht mehr am Markt verfügbar war, brachte Rabbel im Oktober 2025 wieder Produkte unter dem bekannten Namen in den Handel. Der Erwerb der Marke im Juli und der Verkaufsstart im Oktober sind damit zwei unterschiedliche Schritte der Übernahme.
Zum zunächst angebotenen Sortiment gehörten die als „Himmlische“ bekannten Schokoladentrüffel. Geschäftsführer und Inhaber Christian Rabbel berichtet, dass Kunden anschließend weitere frühere Spezialitäten nachgefragt hätten, darunter Champagner-Trüffel und eine Edelbitter-Variante der „Himmlischen“. Neben wieder aufgenommenen Klassikern entwickelte das Unternehmen neue Produkte.
Produktion und Entwicklung in Westerkappeln
Die Confiserie Rabbel hat seit 1995 ihren Sitz in Westerkappeln. Dort sind auch Produktion, Logistik, Rezeptentwicklung und Werksverkauf angesiedelt. Der Familienbetrieb wird in vierter Generation von Christian Rabbel und seiner Frau Mehtap Rabbel geführt, die den Vertrieb verantwortet.
Die Fertigung der Confiserieprodukte erfolgt laut Unternehmen in Handarbeit. Beim Ausbau des Leysieffer-Angebots setzt Rabbel jedoch nicht ausschließlich auf selbst hergestellte Waren: Ergänzend werden etwa Olivenöl, Wein und weitere Produkte anderer Hersteller aufgenommen. Sie sollen unter anderem für Geschenkzusammenstellungen genutzt werden. Die Zahl von mehr als 200 Artikeln beschreibt daher das Sortiment und nicht allein die eigene Produktion.
Bestehende Vertriebswege für Leysieffer
Ein wesentlicher Teil der Strategie besteht darin, vorhandene Kundenbeziehungen der Confiserie auch für Leysieffer zu nutzen. Mehtap Rabbel zufolge führen inzwischen verschiedene Handelspartner beide Marken nebeneinander. Die Mitteilung nennt unter anderem Hawesko, Feinkosthändler und den Otto-Versand. Hinzu kommen der Leysieffer-Onlineshop und der Werksverkauf in Westerkappeln.
Wie sich die größere Auswahl wirtschaftlich niederschlägt, lässt sich aus der Mitteilung nicht beziffern: Umsatz, Absatz und zusätzliche Beschäftigung durch die Marke werden nicht ausgewiesen. Belegt ist zunächst der Ausbau des Angebots seit dem Verkaufsneustart.
Die Marke ist auch aus früheren regionalen Vermarktungsinitiativen bekannt. Bereits 2022 berichtete WIR über Leysieffer-Produkte in der Osnabrücker Regionalbox. Der damalige Bericht beschreibt die Situation vor der heutigen Übernahme durch Rabbel.