Internationale Beschäftigung braucht mehr als die erfolgreiche Anwerbung von Fachkräften. Wie Betriebe das Ankommen und Bleiben unterstützen können, stand am 7. Oktober beim „Praxisforum Internationale Beschäftigung“ im FIEGE X-Dock in Münster im Mittelpunkt. Rund 50 Teilnehmende tauschten sich über praktische Erfahrungen aus.

Onboarding als gemeinsame Aufgabe
Der Münsterland e. V. organisierte das Forum gemeinsam mit den vier Münsterlandkreisen und den regionalen Agenturen für Arbeit. Unternehmen, Personalverantwortliche und weitere Beteiligte brachten Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen ein. Der Austausch sollte zeigen, wie sich internationale Beschäftigte nachhaltig in Betriebe und ihr Umfeld einbinden lassen.
Dr. Ursula Bertels von der Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung in Münster gab Impulse für interkulturelles Onboarding. In den anschließenden Arbeitsgruppen ging es um konkrete Ansätze statt allgemeiner Willkommensbekundungen: vom Einstieg in den Arbeitsalltag bis zur Unterstützung außerhalb des Betriebs.
Erfahrungen aus Unternehmen, Pflege und Kommunen
Unter anderem beteiligten sich das Klinikum Westmünsterland, Sander Pflege, das Universitätsklinikum Münster und Huesker an den Workshops. Hinzu kamen Perspektiven der Stadt Billerbeck und der Agentur für Arbeit. Die Beispiele machten deutlich, dass Personalgewinnung, betriebliche Begleitung und die Einbindung am Wohnort zusammen betrachtet werden müssen.
Der regionale Austausch knüpft an weitere Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung an. WIR berichtete bereits über das Münsterland als Pilotregion der NRW-Fachkräfteagentur International. Das Praxisforum lenkte den Blick insbesondere auf die Phase nach der Einstellung und die Bindung der gewonnenen Mitarbeitenden.
Nächster Austausch für Welcome Guides
Ein nächster Termin ist das Treffen der Welcome Guides am 17. November beim Münsterland e. V. am Flughafen Münster/Osnabrück. Informationen zu internationalen Fachkräften und den regionalen Angeboten stehen unter muensterland.com/internationals bereit.
Quelle: Münsterland e. V., Pressemitteilung vom 12. Oktober 2026.