Corona-bedingte Geschäftsausfälle und die Sorge vor neuer Bürokratie machen der Branche der Gesundheitshilfsmittel schwer zu schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Unternehmensbefragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gemeinsam mit der Verbundgruppe rehaVital und deren Mitgliedsunternehmen. Danach verwendet die Hälfte der Betriebe bereits jetzt rund ein Drittel ihrer Zeit für Bürokratiepflichten. Zugleich sorgt die Corona-Pandemie bei fast 70 Prozent der Betriebe der Hilfsmittelversorgung für Umsatzausfälle. „Es ist erschreckend, wie viel Zeit Betriebe der Hilfsmittelbranche durch Bürokratie verlieren“, kommentiert der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks die Zahlen. „Gleichzeitig ist die Branche durch ausgefallene Operationen während der Corona-Pandemie stark gebeutelt.“
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Gibt es bald keine Pleiten mehr?
Corona-geschädigten Unternehmen steht schon bald ein neues Sanierungs-Instrument zur Verfügung: der „Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen“, kurz: „SRR“. Der SRR bietet Krisen-Unternehmen erstmals einen gesetzlich geschützten Rahmen, in dem sie sich ohne ein Insolvenzverfahren nachhaltig restrukturieren können. Die Bundesregierung plant, den SRR am 1. Januar 2021 in Kraft zu setzen. Bis das neue Restrukturierungsinstrument zur Verfügung steht, sind es also nur noch wenige Wochen.

KI wird in Unternehmen viel seltener genutzt als gedacht
Die Menschen überschätzen stark, wie intensiv Künstliche Intelligenz von Unternehmen eingesetzt wird. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren repräsentativ befragt wurden. Demnach gehen rund drei Viertel der Verbraucher (77 Prozent) davon aus, dass personalisierte Werbung mit KI-Hilfe bereits heute von einer Vielzahl von Unternehmen eingesetzt wird. Tatsächlich aber nutzen erst 4 Prozent der Unternehmen entsprechende Lösungen. Auch glaubt mehr als jeder zweite Bundesbürger (55 Prozent), dass mit KI-Hilfe weit verbreitet Kundenanfragen beantwortet werden, dabei setzen dies erst 3 Prozent der Unternehmen ein.

Coronakrise – Das ist für Unternehmer nun wichtig
Für viele Unternehmer in der Region stellt die Coronakrise eine enorme Herausforderung dar. Nach Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs sind viele Firmen nicht mehr in jenem ruhigen Fahrwasser, das sie sich eigentlich vorgestellt hatten. Doch was können Unternehmer nun tun, um sich aus der misslichen Lage zu befreien? Ein paar Lösungsansätze nehmen wir hier in diesem Artikel unter die Lupe.

ZTE bringt ultraschnelles Internet für den Kreis Minden-Lübbecke
Im Landkreis Minden-Lübbecke bricht das 10-Gigabit-Zeitalter an: Gemeinsam mit dem Netzbetreiber Greenfiber errichtet der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE dort in den nächsten zwei Jahren ein modernes 10-Gigabit-Glasfasernetz. Damit erhalten die Einwohner im gesamten Kreis Minden-Lübbecke Zugang zum Ultra-Highspeed-Internet. Ein entsprechender Rahmenvertrag wurde bereits zwischen Greenfiber und ZTE unterzeichnet. ZTE, weltweit führender Anbieter von Festnetztechnologien, liefert die 10-Gigabit-Breitband-Netztechnik für die Glasfasernetze, Greenfiber ist für das komplette Projektmanagement und die Internet-Versorgung mit 10 Gbit/s verantwortlich und setzt damit einen Meilenstein für Europa.
Trilaterale Kooperation und EU-Kommission diskutieren Industrie 4.0
Am 30. September 2020 kamen knapp 100 Expertinnen und Experten zum virtuellen Dialogtag „Smart Manufacturing after COVID 19“ zusammen. Die Initiatoren der Trilateralen Kooperation (Frankreich-Italien-Deutschland), Vertreter der EU-Kommission und weitere Teilnehmende aus zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten diskutierten notwendige Schritte auf dem europäischen Weg zur digitalen Industrie. Die Auswirkungen von COVID-19 haben die Vorteile digitalisierter Wertschöpfungsnetzwerke klar gezeigt. Gemeinsames Ziel sind offene Ökosysteme nach europäischen Werten. Die Partner wollen weiter eng kooperieren und im Austausch bleiben, um „gemeinsam Europa wieder stark zu machen.“
b-next: Mit Covid-19 Gefahr betrügerischer Handlungen enorm gestiegen
Seit Ende 2019 ist die Covid-19-Pandemie die bislang größte Herausforderung für Unternehmen. Sie wirkt in einer nicht gekannten Dynamik disruptiv und bringt damit innerhalb kürzester Zeit neue Risiken mit sich.

Neustart für Unternehmen nach wirtschaftlichen Einbrüchen durch Corona
Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig für Unternehmen Flexibilität und Innovation gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten sind: Grund genug für regionale Betriebe, jetzt zu investieren. Die Landregierung hat in der Reihe „Neustart Niedersachsen“ zwei Programme aufgelegt, die Unternehmen dabei unterstützen. Darüber informiert jetzt der UnternehmensService der WIGOS Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück.

Industrie 4.0: it’s OWL vergibt über 1 Million Euro Fördermittel
Maschinenausfällen vorbeugen, Produktion steigern oder Prozesse einfach optimieren: Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet für Unternehmen große Chancen. Doch wer hilft den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf dem Weg dorthin? Im Spitzencluster it‘s OWL bekommen KMU aus OstWestfalenLippe eine besondere Fördermöglichkeit. Gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung stellen sich die Unternehmen konkreten Herausforderungen der digitalen Transformation und arbeiten an Lösungen. Das Konzept kommt im Mittelstand sehr gut an. Denn innerhalb von knapp zwei Jahren sind auf diesem Weg schon über 1 Million Euro Fördermittel an KMU aus der Region vergeben worden. Auf dem it‘s OWL Transfertag am 25. September stellten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Ergebnisse und Wirkungen von Transferprojekten vor.
Corona: Ursprungszeugnisse und Reisepässe für Waren brechen heftig ein
Der weltweite Verkehr von Gütern und Waren ist in der Corona-Krise massiv eingebrochen – entsprechend geht auch die Ausstellung von Dokumenten für den Warenverkehr merklich zurück. Das geht aus dem aktuellen DIHK-Außenwirtschaftsreport hervor, der auf einer Umfrage unter den Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit ihren mehr als 500.000 Kontakten zu auslandsaktiven Mitgliedsunternehmen basiert. „Der Corona-bedingte Einbruch im Welthandel hinterlässt tiefe Spuren bei den Warenexporten deutscher Unternehmen“, fasst DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Ergebnisse zusammen. „Angesichts globaler Reisewarnungen und Exportbeschränkungen werden die Unternehmen einen langen Atem brauchen, um wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.“
