Die Hochschule Osnabrück richtet zum Oktober drei Forschungszentren ein. Sie bündeln jeweils 15 bis 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Fakultätsgrenzen hinweg. Das Zentrum DAISI richtet sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen und verbindet Digitalisierung mit nachhaltiger Wertschöpfung.

Die beiden weiteren Zentren befassen sich mit der Auswertung von Gesundheitsdaten und der Gesundheit darstellender Künstler. Nach Angaben der Hochschule werden ausgewählte Forschungskompetenzen damit erstmals in dieser Form institutionell zusammengeführt.
DAISI: KI und Nachhaltigkeit im Betriebsalltag
„Digital AI-Driven Sustainable Value Chains“, kurz DAISI, untersucht gemeinsam mit Unternehmen, wie sich Produktionsabläufe und Wertschöpfungsketten verbessern lassen. Zum Einsatz kommen sollen unter anderem künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Zwillinge. In virtuellen Szenarien können Unternehmen beispielsweise untersuchen, wie sie Ressourcen sparen und ihre Abläufe widerstandsfähiger gestalten.
Das Zentrum betrachtet auch die organisatorischen Voraussetzungen: Wie unterstützen Technologien die Beschäftigten, wie verändern sie die Zusammenarbeit und welche Geschäftsmodelle sind tragfähig? Dafür arbeiten Fachleute aus Wirtschaft, Informatik, Automatisierung, Mechatronik, Energiemanagement, Kommunikation und Psychologie zusammen. Sprecher ist Professor Ralf Buschermöhle vom Campus Lingen.
Gesundheitsdaten und gesunde Bühnenarbeit
Das Zentrum inDEED Health will Daten aus der realen Gesundheitsversorgung auswerten, um Erkenntnisse für Behandlung, Prävention und Ausbildung zu gewinnen. Beteiligt sind unter anderem Pflege, Hebammenwissenschaft, Physiotherapie, Gesundheitsmanagement und Gesundheitsinformatik.
„Performing Arts Physiotherapy“ (PAPy) widmet sich der Gesundheit von Sängerinnen, Tänzern und Instrumentalisten. Bewegungsanalysen, KI und klinische Forschung sollen dabei helfen, Belastungen besser zu verstehen und Ausbildungs-, Proben- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Anschubfinanzierung für drei Jahre
Jedes Zentrum erhält für drei Jahre jährlich 160.000 Euro Anschubfinanzierung sowie eine Post-Doc-Stelle und Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende. Die Gründung ist Teil des Strukturprojekts TExAS. Für dieses Gesamtprojekt erhält die Hochschule bis 2030 insgesamt 16,25 Millionen Euro aus dem Programm zukunft.niedersachsen.
Informationen zum Projekt und den Forschungsstrukturen bietet die Hochschule unter hs-osnabrueck.de/texas.