Der VDMA bewertet die Einigung im Trilog zum EU-KI-Omnibus als wichtiges Signal für den industriellen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Für den Maschinen- und Anlagenbau steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, ob KI-Gesetz und Maschinensicherheitsregulierung künftig klar voneinander abgegrenzt werden.
Maschinenbau fordert klare Regeln ohne Doppelregulierung
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau sieht in der Einigung zwischen Europäischem Parlament, EU-Kommission und Rat zum sogenannten KI-Omnibus einen möglichen Schritt hin zu einer pragmatischeren Regulierung. Besonders für Maschinenbauunternehmen sei entscheidend, dass die Schnittstelle zwischen dem europäischen KI-Gesetz und bestehenden Vorgaben zur Maschinensicherheit sauber geregelt werde.
Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, spricht von einem positiven Signal für den industriellen Einsatz von KI. „Mit der Einigung im Trilog scheinen die EU-Institutionen das richtige positive Signal für einen pragmatischen und innovationsfreundlichen Umgang mit KI in Maschinen gesetzt zu haben“, so Rauen.
Verband mahnt genaue Prüfung des Kompromisses an
Der VDMA verbindet seine Einschätzung mit einer klaren Erwartung an die weitere Ausgestaltung. Eine abschließende Bewertung sei erst nach genauer Prüfung möglich. Entscheidend sei, ob der Kompromiss keine neuen Fallstricke enthalte.
Rauen fordert die beteiligten Institutionen auf, den eingeschlagenen Vereinfachungsweg konsequent fortzusetzen. Aus Sicht des Verbandes geht es dabei nicht nur um regulatorische Details, sondern auch um die Innovationsfähigkeit der europäischen Industrie.
Entlastung und Innovation als Standortfaktor
Die Einigung habe nach Einschätzung des VDMA auch eine politische Bedeutung. Sie zeige, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten noch in der Lage seien, Fehler zu korrigieren und Zusagen zur Entlastung von Unternehmen einzuhalten.
Der Verband vertritt rund 3.500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Branche beschäftigt nach VDMA-Angaben rund drei Millionen Menschen in der EU-27, davon mehr als 1,2 Millionen in Deutschland. Damit ist der Maschinen- und Anlagenbau eine zentrale Investitionsgüterindustrie und auch für Industrieregionen wie Ostwestfalen-Lippe, Münster und Osnabrück ein wichtiger Standortfaktor.
Unternehmenslink: https://www.vdma.eu
