Menschen & Arbeit

Druckindustrie: Tarifeinigung sieht drei Lohnschritte bis 2028 vor

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und die Gewerkschaft ver.di haben sich am 1. Oktober 2026 auf ein neues Lohnabkommen für die Druckindustrie verständigt. Nach Angaben des BVDM sieht die Einigung drei Erhöhungen der Tariflöhne für gewerbliche Beschäftigte bis 2028 vor. Die Annahme durch die zuständigen Gremien steht noch aus.

Lohnerhöhungen in drei Stufen

Die Tariflöhne sollen zum 1. Januar 2027 um zwei Prozent steigen. Zum 1. Juli 2027 ist ein weiterer Schritt von einem Prozent vorgesehen, zum 1. April 2028 eine Erhöhung um zwei Prozent. Das vereinbarte Lohnabkommen hat dem Verband zufolge eine Laufzeit von 29 Monaten und ist erstmals zum 31. Dezember 2028 kündbar.

Zwei Schritte für Ausbildungsvergütungen

Für die Ausbildungsvergütungen in der Druck- und Medienbranche nennt der BVDM zwei Erhöhungen um jeweils 3,5 Prozent: zum 1. November 2026 und zum 1. April 2028.

Gremien können bis 3. November entscheiden

Die Tarifparteien haben für die Gremien von BVDM und ver.di eine Annahmefrist bis zum 3. November 2026 vereinbart. Die Einigung ist deshalb noch nicht mit einer abgeschlossenen Zustimmung beider Seiten gleichzusetzen.

Der Arbeitgeberverband bewertet die lange Laufzeit als Beitrag zur Planungs- und Kalkulationssicherheit der Unternehmen. Zugleich verweist er auf steigende Arbeitskosten in einer wirtschaftlich angespannten Branchensituation.

Informationen des BVDM zur Tarifrunde 2026

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