Produktion, Bau & Logistik

CLAAS in Ungarn: Sieben Millionen Euro für neues Zentrum

Artikel teilen

CLAAS in Ungarn baut seinen Standort Törökszentmiklós aus: Der Landtechnikhersteller aus Harsewinkel hat den Grundstein für ein neues Finishing-Center gelegt. Für das Projekt sind nach Unternehmensangaben sieben Millionen Euro vorgesehen. Es soll die Endkontrolle, die Ersatzteilversorgung und die Verladung von Mähdrescher-Schneidwerken zusammenführen. Zusätzlich plant CLAAS den Erwerb von neun Hektar angrenzendem Land.

Vier CLAAS-Vertreter verankern bei der Grundsteinlegung eine Zeitkapsel
Grundsteinlegung in Törökszentmiklós (von links): Tamas Csányi, Head of Facility Management bei CLAAS Hungária, Andreas Szakácsi, Vice President Manufacturing bei CLAAS Hungária, Thomas Spiering und Christian Köbke, Senior Vice President Global Manufacturing bei CLAAS. Foto: CLAAS

Versand und Materialfluss neu ordnen

Im Mittelpunkt des Bauvorhabens steht die Neuordnung der abschließenden Produktionsschritte und des Umgangs mit fertigen Produkten. Die Infrastruktur soll auf den weltweiten Versand zunehmend größerer und komplexerer Schneidwerke ausgelegt werden. Ein veränderter Materialfluss soll Schnittstellen reduzieren, zusätzliche Fläche schaffen und die Sicherheit verbessern.

Mit der Bündelung von Endkontrolle, Ersatzteilversorgung und Verladung unter einem Dach verbindet CLAAS das Ziel, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Händler zuverlässiger zu beliefern. Das sind die Erwartungen des Unternehmens an das neue Zentrum; Ergebnisse des künftigen Betriebs liegen noch nicht vor.

Zum Projekt gehört außerdem ein neues Bürogebäude. Dort sollen die Bereiche Produktionsprogrammplanung, Umbau und Versand untergebracht werden. Einen konkreten Fertigstellungstermin nennt die Mitteilung nicht.

Schneidwerke für den weltweiten Markt

Thomas Spiering, Chief Operating Officer der CLAAS Gruppe, nahm gemeinsam mit Beschäftigten sowie Vertretern aus Wirtschaft und Politik an der Grundsteinlegung teil. Dabei wurde eine Zeitkapsel mit historischen Dokumenten im Fundament verankert. Spiering verweist auf die Rolle des Werks im Produktionsverbund: Nahezu jedes Mähdrescher-Schneidwerk von CLAAS werde in Törökszentmiklós hergestellt und von dort weltweit exportiert.

Seit der Übernahme des Werks im Jahr 1997 ist die Zahl der Beschäftigten nach Angaben von CLAAS von 340 auf mehr als 700 gestiegen. Der Standort fungiert als globales Kompetenzzentrum der Gruppe für Mähdrescher-Schneidwerke.

Weitere Fläche ist geplant

Standortleiter Andreas Szakácsi kündigt parallel zum Neubau den geplanten Erwerb weiterer neun Hektar an. Die angrenzende Fläche soll Raum für die weitere Entwicklung schaffen. Ein bereits abgeschlossener Grundstückskauf oder zusätzliche Arbeitsplätze werden in der Mitteilung nicht bestätigt.

Auch an anderen Standorten hat das Unternehmen zuletzt Investitionen angekündigt oder umgesetzt. Dazu zählen der geplante Ausbau von CLAAS Paderborn und das bereits eröffnete Entwicklungszentrum in Omaha. Die dort genannten Budgets beziehen sich jeweils auf andere Vorhaben und sind vom ungarischen Finishing-Center zu unterscheiden.

Artikel teilen

Artikel teilen
Weitere Netzwerke

Der Wochenüberblick

Die Region im Blick.
Die Woche eingeordnet.

Wirtschaftsthemen für Ihre unternehmerischen Entscheidungen. Einmal pro Woche im Postfach.

Zum Newsletter →