Fluglärm-Gegner nutzen Gaucks Besuch in Hessen für Proteste

Fluglärm-Gegner nutzen Gaucks Besuch in Hessen für Proteste Wiesbaden (dapd). Rund ein Dutzend Fluglärm-Gegner hat am Freitag in Wiesbaden am Rande des Besuchs von Bundespräsident Joachim Gauck demonstriert. Die Demonstranten hielten verschiedene Plakate hoch, und beschallten den Platz vor dem Wiesbadener Kurhaus mit Fluglärm vom Band. „Es ist zu laut, Herr Präsident!“, skandierten die Protestierenden und forderten in Sprechchören: „Die Bahn muss weg!“ Der Protest richtet sich gegen die vor knapp anderthalb Jahren in Betrieb genommene Nordwestlandebahn am Frankfurter Flughafen, die in der Rhein-Main-Region mehr Lärm verursacht. Gauck selbst ging nicht auf die Protestierenden zu. „Der Bundespräsident hat mit diesem Thema nichts zu tun“, sagte er. dapd (Politik/Politik)

Teuerung in der Eurozone sinkt unter zwei Prozent

Teuerung in der Eurozone sinkt unter zwei Prozent Luxemburg (dapd). Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist im Februar unter die Marke von zwei Prozent gesunken und hat damit die Zielvorgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) erfüllt. Die Teuerungsrate betrug nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat vom Freitag 1,8 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 2,7 Prozent gelegen, im Januar war sie auf 2,0 Prozent zurückgegangen. Die monatliche Inflationsrate betrug im Februar 0,4 Prozent. Teurer wurden auf Jahressicht vor allem Elektrizität sowie Obst und Tabak, während die Preise für Telekommunikation, medizinische Dienstleistungen und Bekleidung sanken. Die niedrigsten jährlichen Teuerungsraten meldeten die Statistiker für Griechenland mit 0,1 Prozent und Portugal mit 0,2 Prozent. Die höchsten Raten verzeichneten Estland mit 4,0 Prozent und die Niederlande mit 3,2 Prozent. Die EZB sieht Preisstabilität bei einer jährlichen Inflationsrate von unter, aber nahe zwei Prozent für gewährleistet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Schily übernimmt Verantwortung für Ermittlungspanne von Köln

Schily übernimmt Verantwortung für Ermittlungspanne von Köln Berlin (dapd-lth). Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat für die falsche Ermittlungsrichtung beim Nagelbombenattentat von Köln im Jahr 2004 die politische Verantwortung übernommen. Für diesen „höchst schockierenden Sachverhalt“ trage er als Minister die „politische Verantwortung“, sagte Schily am Freitag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages in Berlin. Schily hatte am Tag nach dem Anschlag gesagt, es gebe keine Hinweise auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund. Wegen der frühen Orientierung auf die Organisierte Kriminalität wurde die bis dahin heißeste Spur zu den Rechtsterroristen nicht weiter verfolgt. Erst 2011 mit Bekanntwerden der Mordserie der rechtsterroristischen Gruppierung Nationalsozialistischer Untergrund konnte auch diese Tat in Köln der NSU zugeordnet werden. Schily räumte vor dem Ausschuss ein, dass der „absolute Misserfolg“ bei der Aufklärung der NSU-Mordserie das Vertrauen der ausländischen Mitbürger in die deutschen Ermittlungsbehörden erschüttert habe. Inzwischen seien bereits Konsequenzen unter anderem beim Verfassungsschutz gezogen worden. Schily war von 1998 bis 2005 Bundesinnenminister. In seine Amtszeit fiel das Untertauchen der Terror-Trios und sieben von zehn Morden der NSU. Der Ausschuss will klären, warum das Terror-Trio 13 Jahre fast unbehelligt von den deutschen Sicherheitsbehörden im Untergrund leben konnte. dapd (Politik/Politik)

Karstadt-Chef Jennings: Dieses Jahr wird noch hart werden

Karstadt-Chef Jennings: Dieses Jahr wird noch hart werden Berlin (dapd). Der lange Winter und die Fehler der Vergangenheit machen dem Essener Warenhauskonzern Karstadt zurzeit schwer zu schaffen. Doch sieht Karstadt-Chef Andrew Jennings Licht am Ende des Tunnels. „Dieses Jahr wird noch hart werden, aber dann werden wir Land sehen“, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das Textilgeschäft läuft gerade schlecht in ganz Deutschland“, klagte Jennings. Schuld sei der lange Winter. Niemand habe Lust, bei Schneefall Frühlingsmode zu kaufen. Zugleich belasteten die Eurokrise und der Konzernumbau das Geschäft. „Uns bläst der Wind ins Gesicht, aber wirft uns nicht um“, sagte der Manager. Die Restrukturierung von Karstadt sei eine Herkulesaufgabe. „Ich habe, als ich zu Karstadt kam, ein altmodisches, schwer angeschlagenes Handelsunternehmen vorgefunden“, sagte Jennings. Doch mit neuen Marken und modernisierten Warenhäusern sei man dabei, dem Unternehmen neues Leben einzuhauchen. Karstadt wolle in Zukunft wieder Marktanteile gewinnen. „Es ist klar, dass ein Restrukturierungsprogramm auch kurzfristig negative Effekte auf den Umsatz hat“, räumte der Manager ein. Gerüchte um Liquiditätsengpässe bei Karstadt seien aber „absoluter Nonsens“. Der angekündigte Abbau von 2.000 Stellen im Unternehmen ist Jennings zufolge weitgehend abgeschlossen. Rund 1.850 Stellen seien über Frühpensionierung, freiwilligen Austritt, natürliche Fluktuation und die Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverhältnisse eingespart worden. In 5 der 86 Warenhäuser bestehe allerdings noch Handlungsbedarf. Betroffen seien aber weniger als 150 Mitarbeiter. Für sie solle eine Transfergesellschaft eingerichtet werden. Nach dem Stellenabbau habe Karstadt nun „die richtige Größe“. Die immer wieder aufkommenden Spekulationen um einen Verkauf der Luxussparte, zu der unter anderem das Berliner Kaufhaus KaDeWe und das Alsterhaus in Hamburg gehören, wies Jennings zurück. „Ich konzentriere mich auf den Erfolg von Karstadt, und zwar aller drei Säulen: Warenhäuser, Premiumhäuser und Sporthäuser“, sagte er. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gerhard Schröder hat absolut recht

Gerhard Schröder hat absolut recht Berlin (dapd). SPD-Chef Sigmar Gabriel befürwortet wie Altkanzler Gerhard Schröder eine Agenda 2020 zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. „Gerhard Schröder hat absolut recht“, sagt Gabriel in einem Interview der Parteizeitung „vorwärts“, die kommende Woche erscheint. Man müsse den Altkanzler allerdings korrekt zitieren: „Er fordert mehr Anstrengungen für Bildung und für Ganztagsschulen. Er fordert unsere Bereitschaft ein, qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland zu holen, weil uns die Fachkräfte sonst verloren gehen.“ Gabriel hob den großen Anteil hervor, den die Agenda 2010 daran habe, dass Deutschland in der EU eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder sei. „Gerhard Schröder ist dem Gequatsche von der New Economy nicht gefolgt, nach dem man nur auf Finanzmärkte, Internet und Dienstleistungen setzen solle. Er hat Deutschland als Standort für Industrie, verarbeitendes Gewerbe und Handwerk gestärkt“, sagte der SPD-Vorsitzende. „Andere Länder in Europa haben das nicht getan und stecken heute viel tiefer in der Krise als wir.“ dapd (Politik/Politik)

Porsche fährt bestes Ergebnis der Geschichte ein

Porsche fährt bestes Ergebnis der Geschichte ein Stuttgart (dapd). Der Sportwagenbauer Porsche hat im vergangenen Jahr Rekorde bei Absatz, Umsatz und Gewinn erzielt. „2012 war das erfolgreichste Jahr in der bisherigen Geschichte unseres Unternehmens“, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller am Freitag in Stuttgart. Das operative Ergebnis wuchs um ein Fünftel auf 2,44 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um mehr als ein Viertel auf 13,9 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um mehr als 14 Prozent auf einen neuen Höchststand von 17.500. Porsche verkaufte 143.000 Fahrzeuge und damit 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf die Cayenne-Baureihe. Der 911er, der in diesem Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, wurde 26.000-mal verkauft. Vom Panamera lieferte Porsche 27.331 Fahrzeuge aus und vom Boxster knapp 12.000 Einheiten. Das Jahr 2013 werde „herausfordernd“ sein, sagte Müller. Finanzvorstand Lutz Meschke ergänzte: „Mit unserer internationalen Aufstellung und einem stringenten Kostenmanagement bleiben wir auch für das laufende Geschäftsjahr insgesamt vorsichtig optimistisch.“ Der Gewinn soll ähnlich hoch ausfallen wie 2012. Die größten Steigerungen erwartet der Vorstandschef in diesem Jahr erneut in Nordamerika und Asien. Müller sagte, Porsche strebe „mit weitsichtigen Investitionen“ ein stetiges Wachstum an. Mit dem neuen kleinen SUV-Modell Macan will der Sportwagenbauer ab Frühjahr 2014 den Absatz ankurbeln. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Innenministerium ignorierte 2004 eine wichtige NSU-Spur

Innenministerium ignorierte 2004 eine wichtige NSU-Spur Berlin (dapd). Das Bundesinnenministerium hat 2004 die bis dahin heißeste Spur auf die rechtsextreme Terrorzelle NSU nicht weiter verfolgt. Dabei handelte es sich um das Nagelbombenattentat von Köln in einer zumeist von Türken bewohnten Straße, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Dennoch habe es am Anfang „keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund“ gegeben, sagte die zu jenem Zeitpunkt für den Bereich politisch motivierte Kriminalität zuständige Referatsleiterin im Bundesinnenministerium, Christine Hammann, am Freitag im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages in Berlin. Die beiden Täter hatten eine selbstgebastelte Bombe mit mehreren Hundert Zimmermannsnägeln vor einem Friseurladen auf einem Fahrrad deponiert und mit einer Fernsteuerung gezündet. Es war den Angaben zufolge der erste und bislang einzige Anschlag von derartiger Tragweite. Die beiden Täter wurden auf einem Überwachungsvideo aufgenommen. Die Ermittlungsbehörden hatten den Anschlag einem Machtkampf rivalisierender Schutzgelderpresser zugerechnet, inzwischen wird die rechtsterroristische Gruppierung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verantwortlich gemacht. Nach zweijährigen Ermittlungen hatte zunächst auch die Staatsanwaltschaft einen ausländerfeindlichen Hintergrund ausgeschlossen. dapd (Politik/Politik)

Softwareunternehmen PSI steigert Umsatz und Ergebnis

Softwareunternehmen PSI steigert Umsatz und Ergebnis Berlin (dapd). Das Berliner Softwarehaus PSI hat im vergangenen Jahr mehr verdient. Der Umsatz stieg gegenüber 2011 um sieben Prozent auf 180,9 Millionen Euro, wie der im TecDAX notierte Anbieter von Software für Versorger und Industrie am Freitag mitteilte. Das Betriebsergebnis kletterte um 21 Prozent auf 12,9 Millionen Euro, das Konzernergebnis erhöhte sich um 27 Prozent auf 9,4 Millionen Euro. Der Kurs der PSI-Aktie stieg bis 11.00 Uhr um knapp neun Prozent auf 16,60 Euro. Die 1969 gegründete PSI AG entwickelt Software für die Energieversorgung, für Produktionsprozesse und für das Infrastrukturmanagement. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 1.600 Mitarbeiter. Größter Aktionär ist der Energiekonzern RWE mit knapp 18 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Guter Jahresstart für das Gastgewerbe

Guter Jahresstart für das Gastgewerbe Wiesbaden/Berlin (dapd). Das deutsche Gastgewerbe befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Die Unternehmen der Branche setzten im Januar mehr um als ein Jahr zuvor. Nominal, also in konstanten Preisen, stiegen die Umsätze um 2,8 Prozent und real, das heißt preisbereinigt, um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Dezember 2012 sei der Umsatz kalender- und saisonbereinigt sowohl nominal als auch real um 0,3 Prozent gestiegen. Die Erlöse nahmen sowohl im Beherbergungsgewerbe als auch in der Gastronomie zu. „Die Branche kann sich über einen guten Start ins neue Jahr freuen“, sagte der Präsident des Branchenverbands Dehoga, Ernst Fischer, in Berlin. Die Menschen ließen sich die Lust am Ausgehen trotz wirtschaftlicher Krisenmeldungen nicht vermiesen. Vor allem die Beherbergungsbetriebe hätten mit 3,6 Prozent ein starkes Plus erzielt. Der Deutschlandtourismus wachse auch dank des reduzierten Mehrwertsteuersatzes, sagte Fischer. Eine Reise in oder nach Deutschland habe heute ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als noch vor wenigen Jahren. Die positive Entwicklung der Branche spiegele sich in steigenden Beschäftigtenzahlen wider. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem nominalen Umsatzplus von 1,8 Prozent. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Osram-Börsengang muss verschoben werden

Osram-Börsengang muss verschoben werden München (dapd). Wegen einer Klage muss Siemens den Börsengang seiner Tochter Osram verschieben. Die im April avisierte Abspaltung sei nicht mehr möglich, teilte der DAX-Konzern am Freitag in München mit. Siemens-Aktionäre hatten gegen den von der Hauptversammlung beschlossenen Börsengang der Lichttochter geklagt. Dafür ist aber der Eintrag in die Handelsregister von Berlin und München nötig. Die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage sorgt laut Siemens nun aber für eine Registersperre. Der Konzern hält die Klage für unbegründet und beantragte am Donnerstag beim Oberlandesgericht München im Rahmen eines Freigabeverfahrens die Aufhebung der Registersperre. Ziel sei es, trotz der Klage die Abspaltung so bald wie möglich in die Handelsregister einzutragen, teilte das Unternehmen weiter mit. „Die Siemens-Aktionäre haben uns auf der Hauptversammlung Ende Januar mit einer überwältigenden Mehrheit von über 98 Prozent den klaren Auftrag gegeben, Osram über den Weg der Abspaltung an die Börse zu bringen“, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser. „Dieses Mandat werden wir zügig und zuverlässig im Interesse unserer Aktionäre umsetzen.“ Osram gehört mit einem Nettobuchwert von mehr als 2,3 Milliarden Euro zu den größeren Börsengängen, die für dieses Jahr erwartet werden. Die Anteilseigner von Siemens sollen dabei für je zehn Aktien eine Osram-Aktie erhalten. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)