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Ausbildungsmarkt 2025/26: Weniger Stellen, mehr Suchende

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Am Ausbildungsmarkt 2025/26 sind die gemeldeten betrieblichen Angebote gesunken, während etwas mehr junge Menschen die Vermittlung nutzten. Nach der Jahresbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) standen 453.000 betriebliche Ausbildungsstellen 447.000 gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber. Trotzdem blieben Ende September sowohl Plätze frei als auch Ausbildungssuchende unversorgt.

Ausbildungsmarkt 2025/26: Weniger betriebliche Angebote

Der Berichtszeitraum reicht von Oktober 2025 bis September 2026. Insgesamt gingen bei Arbeitsagenturen und Jobcentern Meldungen über 469.000 Berufsausbildungsstellen ein. Davon entfielen 453.000 auf betriebliche Angebote – 31.000 weniger als im vorherigen Berufsberatungsjahr. Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber stieg dagegen um 3.000 auf 447.000.

Rechnerisch kamen damit 99 Bewerber auf 100 gemeldete betriebliche Stellen; im Vorjahr waren es 92. Dieses Verhältnis beschreibt jedoch keinen ausgeglichenen Markt vor Ort. Berufswünsche, Qualifikationsanforderungen und regionale Verfügbarkeit müssen zusammenpassen. Die BA sieht in solchen Passungsproblemen und der schwachen Wirtschaftslage wesentliche Gründe für die erschwerte Vermittlung.

46.000 Unversorgte und 48.000 offene Stellen

Bis Ende September hatten 179.000 der registrierten Bewerberinnen und Bewerber eine Berufsausbildung begonnen, 12.000 weniger als ein Jahr zuvor. Ihr Anteil lag bei 40 Prozent. Nach Angaben der BA ist das der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Die Zahl bezieht sich auf die gemeldeten Ausbildungssuchenden und ist keine Gesamtzahl aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland.

Zum Stichtag 30. September waren 46.000 Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder alternatives Angebot, 6.000 mehr als im Vorjahr. Weitere 47.000 hatten zwar eine Alternative, etwa einen weiteren Schulbesuch, suchten aber weiterhin eine duale Ausbildung. Diese Gruppe wuchs um 3.000.

Gleichzeitig waren noch 48.000 Ausbildungsstellen unbesetzt, 8.000 weniger als im Vorjahr. Schwierigkeiten bei der Besetzung meldet die BA insbesondere für Lebensmittelberufe, Bau- und baunahe Berufe, Gastronomie, Metallberufe und den Berufskraftverkehr.

Vermittlung läuft bis zum Jahresende weiter

Für Betriebe und Jugendliche ist das Ende des Berichtsjahres nicht das Ende der Vermittlung. Arbeitsagenturen und Jobcenter setzen ihre Aktivitäten bis zum Jahresende fort. Dabei berücksichtigen sie weiterhin freie oder erneut frei gewordene Plätze sowie Angebote wie Einstiegsqualifizierungen und berufsvorbereitende Maßnahmen.

Die Zahlen stammen aus der bundesweiten Ausbildungsmarktbilanz der BA vom 30. Oktober. Sie erfassen den gemeldeten Markt und ersetzen keine regionale Auswertung oder eine Gesamtbilanz sämtlicher Ausbildungswege.

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