Produktion, Bau & Logistik

VEPRONA gewinnt Crespel & Deiters als weiteren Gesellschafter

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VEPRONA aus Everswinkel hat mit Crespel & Deiters einen weiteren Gesellschafter gewonnen. Das 2022 gegründete Unternehmen verbindet Sojazüchtung, Vertragsanbau und Verarbeitung. Mit dem neuen Partner will VEPRONA funktionale Sojazutaten für die Lebensmittelindustrie weiterentwickeln. Die Beteiligung ergänzt die bestehenden Gesellschafter farmsaat und L. Stroetmann.

Eine Hand hält Sojabohnen vor einem mit Erntegut gefüllten Transportanhänger.
Sojabohnen aus dem Anbauumfeld von VEPRONA. Foto: VEPRONA.

Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette

Die Partner bringen unterschiedliche Schwerpunkte ein: VEPRONA verbindet die landwirtschaftliche Rohstoffbasis mit der Verarbeitung, während Crespel & Deiters Erfahrung mit funktionalen Pflanzenproteinen und deren Einsatz in Lebensmitteln beisteuert. Nach Darstellung der Unternehmen soll die Zusammenarbeit die Entwicklung anwendungsbezogener Zutaten beschleunigen. Angaben zu Beteiligungsquote oder Kaufpreis enthält die Mitteilung nicht.

VEPRONA-Geschäftsführerin Carolin Bunsen sieht in der Partnerschaft eine Ergänzung der bisherigen Arbeit. Philipp Deiters, CSO Food bei Crespel & Deiters, verweist auf die Verbindung von Rohstoffkompetenz und anwendungstechnischem Wissen. Forschung und Entwicklung sollen gemeinsam daran arbeiten, die Eigenschaften der Zutaten auf die Anforderungen der Lebensmittelhersteller abzustimmen.

Sojaproteine für unterschiedliche Lebensmittel

Als mögliche Einsatzfelder nennen die Partner Backwaren sowie Fleisch- und Milchalternativen. Entscheidend sind dabei neben dem Proteingehalt die Verarbeitungseigenschaften: Eine Zutat muss beispielsweise zur jeweiligen Rezeptur und zum Herstellungsprozess passen. Die Unternehmen setzen auf die Verbindung von Sortenwahl, Verarbeitung und Anwendungstechnik.

VEPRONA nennt für entfettete Sojaprodukte Proteingehalte von bis zu 57 Prozent. Dieser Spitzenwert ist nach Unternehmensangaben von Sorte und Verarbeitung abhängig und gilt daher nicht pauschal für jedes Produkt. Die Zusammenarbeit soll dazu beitragen, die funktionalen Eigenschaften für konkrete Anwendungen weiterzuentwickeln.

Für das Unternehmen aus dem Münsterland bedeutet der Einstieg einen Ausbau seines Netzwerks entlang der Lieferkette. Die Mitteilung beschreibt eine Entwicklungs- und Wachstumsperspektive; konkrete zusätzliche Produktionsmengen, Investitionssummen oder neue Arbeitsplätze werden darin nicht beziffert.

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