Goldbeck aus Bielefeld gründet mit der US-amerikanischen M.A. Mortenson Company das Goldbeck-Mortenson-Joint-Venture. Ab 2027 soll das Gemeinschaftsunternehmen serielles, systematisiertes Bauen auf dem US-amerikanischen Markt etablieren.
Markteintritt nach Marktanalyse
Nach Angaben der Unternehmen geht dem Markteintritt von Goldbeck eine intensive Marktanalyse voraus. Das Joint Venture soll auf die Expertise von mehr als 24.000 Mitarbeitenden beider Unternehmen zurückgreifen. Mortenson bringt dabei seine Kenntnis des US-Marktes, seine landesweite Präsenz und Erfahrung in der Projektabwicklung ein.
Goldbeck und Mortenson haben ihren Sitz in Bielefeld beziehungsweise Minneapolis. Angaben zu einer eigenen Firma des Joint Ventures, zu Beteiligungsverhältnissen oder zu konkreten ersten Projekten enthält die Mitteilung nicht.
Systematisierte Bauweise als Ansatz
Goldbeck will seine Bauweise in die USA übertragen. Das Unternehmen beschreibt den Ansatz als Zusammenspiel von vorgedachten Systemlösungen, digitalen Planungs- und Steuerungsprozessen sowie einer integrierten Wertschöpfungskette. Planung, Beschaffung, Bau und Betrieb sollen dabei miteinander verbunden werden.
Die Unternehmen bezeichnen diesen Ansatz für den US-Markt als „Industrialized Construction“. Das Goldbeck-Mortenson-Joint-Venture soll diesen Ansatz ab 2027 im US-amerikanischen Markt einsetzen.
Kontakt über Silicon Valley und Stanford
Der Kontakt zwischen Goldbeck und Mortenson entstand laut Mitteilung über Goldbecks Präsenz im Silicon Valley seit 2019 sowie über das Innovationsnetzwerk des CIFE-Instituts an der Stanford University. Die Mitteilung nennt das Institut als Kompetenzzentrum für „Industrialized Construction“ in den USA.
Mortenson wurde 1954 gegründet und ist laut Mitteilung in den Bereichen Bau, Entwicklung, Fertigung und Ingenieurdienstleistungen tätig. Als Beispiele für frühere Projekte nennt die Mitteilung die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und das Allegiant Stadium der Raiders in Las Vegas.
Goldbeck beschäftigt rund 14.000 Mitarbeitende
Goldbeck realisierte im Geschäftsjahr 2024/25 nach eigenen Angaben rund 600 Projekte bei einer Gesamtleistung von 6,3 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 14.000 Mitarbeitende an über 100 Standorten in Europa.
Zum Leistungsangebot von Goldbeck zählen unter anderem Logistik- und Industriehallen, Parkhäuser, Büro- und Schulgebäude, Sporthallen, Rettungs- und Sicherheitsgebäude sowie Wohngebäude. Zudem ist das Unternehmen im Bau von Data Centern tätig und bietet Revitalisierungen sowie gebäudenahe Serviceleistungen an.
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