Kunstvolle Jacke mit Stadtkarte
Die Handwerkstechniken verleihen den Kleidungsstücken eine grafische Dimension und zusätzliche Tiefe. Ein wiederkehrendes Motiv sind abstrahierte Stadtpläne internationaler Metropolen, wie hier Teheran. (Foto: Jason Harrell)

HSBI-Absolventinnen bei Neo.Fashion Berlin ausgezeichnet

Jana Przibylla und Bahareh Razavi von der Hochschule Bielefeld haben bei der Neo.Fashion Berlin die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Handwerkskunst“ erhalten. Prämiert wurde ihre gemeinsame Master-Kollektion „Skill Sharing“, die mit Stickereien, Bleachtechniken und Siebdruck arbeitet.

Sechs Absolventinnen der HSBI auf der Neo.Fashion

Anfang Juli präsentierten mehr als 100 Mode-Absolvent:innen aus ganz Deutschland ihre Abschlusskollektionen im Rahmen der Berlin Fashion Week. Von der Studienrichtung Mode am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld nahmen Jana Przibylla, Bahareh Razavi, Elena Richter, Isabella Matic, Lorena Kapp und Tracy Sakyi teil.

Die Neo.Fashion zeichnet Arbeiten in den Kategorien „Bestes Design“, „Bestes Nachhaltigkeitskonzept“ und „Beste Handwerkskunst“ aus. Jana Przibylla und Bahareh Razavi erhielten die Auszeichnung für ihre gemeinsame Master-Abschlusskollektion „Skill Sharing“.

Handwerkliche Techniken und textile Gestaltung

Die Kollektion verbindet unterschiedliche Verfahren der Oberflächengestaltung und des Textildrucks. Bahareh Razavi arbeitete nach Angaben der Hochschule mit mehr als acht Hand- und Maschinenstickereien. Dazu zählen Perlenstickerei, Paillettenstickerei, Fabric Slashing, Punch-Nadel-Stickerei und 3D-Stickerei.

Jana Przibylla entwickelte Kleidungs-Silhouetten, funktionale Sticktechniken sowie textile Bleachtechniken und Siebdrucke. Für die Printmuster wurden Maschenwaren und Symbole gescannt und verfremdet. Die Motive umfassen abstrahierte Stadtpläne internationaler Metropolen, Karos, Streifen und Tattoos aus iranischen Kaugummiverpackungen.

Kollektion mit Materialien aus Wiederverwendung

Für „Skill Sharing“ verwendeten die Absolventinnen gespendete Stoffe. Zudem arbeiteten sie einen Heißluftballon und zwei Gleitschirme in die Kollektion ein. Die Materialien wurden durch Stickereien, Bleaching-Techniken und Siebdrucke weiterverarbeitet.

Die Entwürfe bestehen unter anderem aus Westen, übergroßen Hemden und Jacken, die in mehreren Schichten über Hosen und Shorts getragen werden. Inhaltlich knüpft die Kollektion an eine fiktive Geschichte von fünf queeren Skater:innen aus Iran, China, Portugal, Japan und Marokko an, die sich zu einem kreativen Kollektiv zusammenschließen.

Betreuung am Fachbereich Gestaltung

Betreut wurde die gemeinsame Abschlussarbeit von Prof. Philipp Rupp und Prof. Dr. Anna Zika am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld. Die Auszeichnung bei der Neo.Fashion Berlin betrifft damit eine Master-Abschlusskollektion aus dem Bielefelder Hochschulumfeld.

Die Neo.Fashion findet jährlich im Rahmen der Berlin Fashion Week statt und bietet Absolvent:innen aus dem Modedesign eine Präsentationsplattform. Die Veranstaltung brachte Anfang Juli Abschlussarbeiten aus Hochschulen in ganz Deutschland zusammen.

Veranstaltungslink: Informationen der HSBI zur Neo.Fashion

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