Eiffage Infra-Nordwest Wallenhorst ist nach Unternehmensangaben an mehr als 100 Infrastrukturprojekten in Deutschland beteiligt. Im Landkreis Osnabrück baut das Unternehmen eine erdverkabelte Stromtrasse und will die Personalgewinnung unter anderem mit internationalem Nachwuchs ausbauen.
Mehr als 100 Projekte bundesweit
Eiffage Infra-Nordwest beschäftigt aktuell 773 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 80 Auszubildende. Der Hauptstandort liegt in Wallenhorst; weitere Standorte und Büros befinden sich in Herne, Bremen, Berlin und Hamburg.
Das Unternehmen baut nach eigenen Angaben Schienenwege, Kanäle, Straßen und Brücken sowie komplette Verkehrsbauten und Bahninfrastrukturprojekte. Hinzu kommen Schleusensanierungen, die Modernisierung und der Neubau von Kläranlagen und Grubenwasserbehandlungsanlagen sowie Stromtrassen.
Stromtrassen im Fokus
Zu den vorbereiteten Vorhaben zählt der Rhein Main Link. Die rund 600 Kilometer lange erdverlegte Stromtrasse soll von Oldenburg nach Mannheim führen und grünen Strom aus Offshore-Windparks in die Rhein-Main-Region transportieren. Nach Angaben des Unternehmens erfordern unter anderem Kreuzungen mit Flüssen, Autobahnen und Bahnstrecken technische Lösungen.
Im Landkreis Osnabrück arbeitet Eiffage Infra-Nordwest im Bereich Osnabrück-Lüstringen und Bissendorf mit einem holländischen Partner federführend an einer erdverkabelten Stromtrasse. Landrätin Anna Kebschull, WIGOS-Geschäftsführer Peter Vahrenkamp und weitere Vertreter besuchten das Unternehmen in Wallenhorst.
Aufgaben im Straßen- und Bahnbau
Beim sechsspurigen Ausbau der A 3 zwischen Würzburg und Nürnberg ist Eiffage Infra-Nordwest über mehr als 70 km im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft und einer Arbeitsgemeinschaft an der Ausführung der Bauarbeiten beteiligt. Im Bahnbereich arbeitet das Unternehmen unter anderem an der Erneuerung der Verkehrsstation am Hauptbahnhof Duisburg.
Zudem wirkt Eiffage Infra-Nordwest planerisch an der Realisierung der Hinterlandanbindung der „Festen Fehmarnbeltquerung“ mit. Dies erfolgt laut Unternehmensangaben im Rahmen von Mehrparteienverträgen und klassischen Bauverträgen. Die Deutsche Bahn AG zählt nach Angaben der Geschäftsführer zu den wichtigsten Auftraggebern.
Personalgewinnung und Ausbildung
Die Unternehmensleitung bezeichnet die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften für die Baustellen als größere Herausforderung. Beschäftigte müssten je nach Aufgabe zur Montage an wechselnden Standorten bereit sein, erklärte technischer Geschäftsführer Frank Sauer.
Eiffage Infra-Nordwest setzt auf Ausbildung, duales Studium und Werkstudentinnen und Werkstudenten. Noch in diesem Jahr sollen vier Auszubildende aus Marokko ihre Ausbildung in Wallenhorst beginnen. Rund zehn dual Studierende sind derzeit im Unternehmen beschäftigt. Nach Darstellung des Unternehmens sollen gute Sprachkenntnisse auf Baustellen sicherstellen, dass Anweisungen, Absprachen und Sicherheitshinweise eindeutig verstanden werden.
Unterstützung für internationale Nachwuchskräfte
Bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte und Auszubildender kann das neugegründete Welcome & Work Center (WWC) des Landkreises Osnabrück unterstützen. Es begleitet Unternehmen nach Angaben des Landkreises bei Fragen zu Verfahren, Ankunft und Integration.
Neben der Gewinnung von Nachwuchs aus dem Ausland will Eiffage Infra-Nordwest die Entwicklung eigener Beschäftigter fortsetzen und den Frauenanteil erhöhen. Kaufmännischer Geschäftsführer Manfred Inden verwies auf die Bedeutung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu binden und ihnen Perspektiven im Unternehmen zu eröffnen.
Unternehmenslink: WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land mbH
