Teilnehmende des Makeathon Future Energies mit erhobenen Händen vor der Handwerkskammer OWL in Bielefeld
Rund 30 Studierende, Meisterschüler und Gründende entwickelten in Bielefeld Lösungen für die Energiewende. Foto: OWL GmbH

Makeathon Future Energies Bielefeld: Siegerteam entwickelt Windkraft-Check

Beim Makeathon Future Energies Bielefeld haben rund 30 Studierende, Meisterschüler und Gründende Lösungen für konkrete Aufgaben der Energiewende entwickelt. Den ersten Platz belegte das Team „Roofwind“ mit einer Software, die das Windkraftpotenzial von Firmendächern an unterschiedlichen Standorten bewertet. Insgesamt wurden drei Teams mit 5.000 Euro ausgezeichnet.

Makeathon Future Energies Bielefeld: Roofwind gewinnt

Acht Teams arbeiteten zwei Tage lang an Aufgaben, die regionale Unternehmen und Organisationen eingebracht hatten. Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich das Team „Roofwind“ mit Sven Nolte und Liam Poggengerd von der Handwerkskammer OWL, Farah Ajak von der Hochschule Bielefeld sowie Mohamed Mohamed Cheikh von der Technischen Hochschule OWL.

Ausgangspunkt war eine Fragestellung des Bielefelder Unternehmens Parker Hannifin. Das Team sollte prüfen, ob sich ein bislang ungenutztes Firmendach für kleine Windkraftanlagen eignet. Die Analyse ergab, dass ein wirtschaftlicher Betrieb am untersuchten Standort in Bielefeld nicht möglich ist.

Daraufhin entwickelte das Team eine Software, mit der Parker Hannifin das Windkraftpotenzial weiterer Standorte bewerten kann. Das Werkzeug soll damit nicht nur eine einzelne Dachfläche untersuchen, sondern vergleichbare Entscheidungen für internationale Unternehmensstandorte unterstützen.

Sandspeicher und Stromausfall-Check teilen sich Platz zwei

Den zweiten Platz teilten sich die Teams „TeutoTherm“ und „Netzpiloten“. Beide Gruppen bearbeiteten Aufgaben des regionalen Energieversorgers Westfalen Weser.

Das Team „TeutoTherm“ entwickelte ein Konzept, bei dem überschüssiger Strom in Form von Wärme gespeichert wird. Dafür soll Sand auf bis zu 600 Grad Celsius erhitzt werden. Die gespeicherte Wärme könnte zu einem späteren Zeitpunkt wieder für die Energieversorgung genutzt werden. Zum Team gehörten Rouven Meyer und Fabian Umhang von der Hochschule Bielefeld, Parves Rumi vom Fraunhofer IEM sowie Philipp Schmutte von der Technischen Hochschule OWL.

Das Team „Netzpiloten“ befasste sich mit der Widerstandsfähigkeit von Unternehmen bei Stromausfällen. Amar Akram und Björn-Hard Astroth von der Hochschule Bielefeld sowie Dominic Beckhoff von der Handwerkskammer OWL entwickelten ein digitales Prüfwerkzeug. Es fragt betriebliche Kennzahlen zur Energieversorgung ab und erstellt daraus eine Bewertung mit ersten Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse können anschließend an Westfalen Weser übermittelt werden.

Unternehmen bringen konkrete Aufgaben ein

Das Konzept des Makeathons verbindet praktische Unternehmensfragen mit den Perspektiven von Nachwuchskräften aus Handwerk, Hochschulen, Unternehmen und Start-ups. Die Teams erhalten eine konkrete Aufgabe und entwickeln innerhalb kurzer Arbeitssprints mögliche Lösungen.

Veranstaltet wurde der Makeathon von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld, dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, der Hochschule Bielefeld, der Technischen Hochschule OWL und der IHK Akademie. Westfalen Weser stellte das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung.

Makeathon ist Teil des Projekts Green.OWL

Der Makeathon Future Energies gehört zum Projekt Green.OWL. Die OstWestfalenLippe GmbH setzt das Vorhaben gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, dem Heinz Nixdorf Institut und rund 40 assoziierten Partnern um.

Ziel ist es, Ostwestfalen-Lippe zu einer Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln. Green.OWL wird im Rahmen des Projektaufrufs Regio.NRW – Transformation aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert.

Veranstalterlink:
www.ostwestfalenlippe.de/projekte/greenowl/makeathon-future-energies

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