Dr. Christoph Harrach steht im Außenbereich des Campus Höxter vor grünen Pflanzen und einem roten Hintergrund.
Dr. Christoph Harrach koordiniert das Projekt Gemeinwohl-Campus Höxter. Mehr als 20 Absichtserklärungen unterstreichen das Interesse externer Akteure. Foto: TH OWL

Gemeinwohl-Campus soll Standort Höxter der TH OWL stärken

Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe richtet ihren Standort Höxter strategisch neu aus. Mit dem geplanten Gemeinwohl-Campus will die Hochschule Transfer, Kooperation und gesellschaftliche Innovation stärker bündeln.

Der Campus soll Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft enger zusammenbringen. Im Fokus stehen Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Digitalisierung, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und soziale Teilhabe.

TH OWL entwickelt Standort Höxter weiter

Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe entwickelt ihren Standort Höxter gezielt weiter. Mit dem Aufbau eines Gemeinwohl-Campus setzt die Hochschule auf ein geschärftes Profil und neue Schwerpunkte in Transfer, Kooperation und gesellschaftlicher Innovation.

Die Weiterentwicklung erfolgt im Rahmen eines laufenden Veränderungsprozesses. Dabei werden auch bestehende Studienangebote überprüft und an neue Rahmenbedingungen angepasst. Zugleich stellt die TH OWL klar: Der Standort Höxter bleibt erhalten und soll mit einem neuen Profil in die Zukunft geführt werden.

„Wir entwickeln den Standort Höxter bewusst weiter – nicht trotz, sondern gerade wegen der aktuellen Herausforderungen“, erklärt Dr. Christoph Harrach, der das Projekt koordiniert. „Mit dem Gemeinwohl-Campus Höxter schaffen wir zusätzliche Perspektiven, die über klassische Studienangebote hinausgehen.“

Forschung, Transfer und Kooperation verbinden

Der Gemeinwohl-Campus soll ein Ort werden, an dem Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik enger zusammenarbeiten. Ziel ist es, gemeinwohlorientierte Ansätze und soziale Innovationen zu stärken. Daraus sollen konkrete Lösungen für zentrale Zukunftsfragen entstehen.

Kern der Weiterentwicklung ist ein Gemeinwohl-Institut. Es soll als regionaler Knotenpunkt für transdisziplinäre Forschungsprojekte und offene Innovationsvorhaben dienen.

Ergänzend plant die Hochschule einen Campusverein. Vorbild sind bestehende Netzwerke der TH OWL in Detmold und Lemgo. Damit sollen in Höxter feste Strukturen für Zusammenarbeit und Transfer entstehen.

Mehr als 20 Absichtserklärungen

Der Gemeinwohl-Campus Höxter ist als Gemeinschaftsprojekt angelegt. Die Hochschule will bestehende Stärken des Standorts weiterentwickeln und durch neue Kooperationen ergänzen.

Das Vorhaben stößt laut TH OWL bereits auf Interesse. Ende März stellte Projektleiter Harrach das Konzept bei der Tagung „Zukunftsfabrik 2026“ in Berlin vor. Die Veranstaltung wurde durch das Projekt „SIGU Zukunftsfabrik 2026“ organisiert. Es wird im Rahmen der Nationalen Strategie für Soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Unternehmen aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

Mehr als 20 Absichtserklärungen unterstreichen das Interesse externer Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung. Auch die Universität Paderborn unterstützt das Konzept. Sie bewertet den geplanten Campus als innovativ und zukunftsweisend und hat Unterstützung in den Bereichen Transfer und Kompetenzentwicklung zugesichert.

Parallel arbeitet die TH OWL an einer drittmittelstarken Finanzierungsstrategie. Geplant ist die Einwerbung von Mitteln aus Programmen der Europäischen Union, von Bund und Ländern sowie aus Stiftungen und der Wirtschaft.

Aufbau soll im ersten Halbjahr 2026 starten

Die organisatorische Umsetzung beginnt nach Angaben der Hochschule noch im ersten Halbjahr 2026. Dann soll ein Dialogmanager oder eine Dialogmanagerin eingesetzt werden. Diese Rolle soll den Aufbau vor Ort begleiten und die Gründung des Campusvereins vorbereiten.

Über die Plattform www.gemeinwohl-campus.org können sich Interessierte einbringen und Projektideen einreichen. So soll ein offener Raum für Zusammenarbeit und neue Ansätze entstehen.

Mit dem Gemeinwohl-Campus erweitert die TH OWL ihr Verständnis des Hochschulstandorts Höxter. Forschung, Lehre und Transfer sollen künftig stärker verzahnt und um neue Kooperationsformate ergänzt werden. Ziel ist es, den Standort als Impulsgeber für gesellschaftliche Entwicklung in Ostwestfalen-Lippe weiter zu profilieren.

„Gemeinwohl bedeutet für uns, Verantwortung für das gute Leben aller zu übernehmen“, sagt Harrach. „In Höxter schaffen wir dafür neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung.“

Dr. Christoph Harrach koordiniert die Campusweiterentwicklung in Höxter. Der Ökonom bringt nach Angaben der Hochschule langjährige Erfahrung und ein breites Netzwerk in das Projektmanagement ein. Zuvor war er unter anderem als Gemeinwohl- und Innovationsberater bei der Stiftung Gemeinwohl-Ökonomie NRW tätig. Er wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und war Projektträger der UN-Dekade für nachhaltige Bildung.

Unternehmens-/Veranstalterlink:
www.th-owl.de
www.gemeinwohl-campus.org

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