Portrait von Dr. Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des VDMA im Anzug und mit Brille
VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Foto: VDMA

VDMA: Maschinenbau schließt 2025 mit Auftragseingang auf Vorjahresniveau ab – Stimmung zum Jahresstart 2026 leicht besser

Nach einem herausfordernden Umfeld zeigt der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland zum Jahreswechsel erste Anzeichen einer Stabilisierung. Der VDMA meldet für 2025 insgesamt ein reales Nullwachstum beim Auftragseingang – und verweist zugleich auf eine leicht aufgehellte Stimmungslage sowie etwas mehr Optimismus in den Unternehmen.

Auftragseingang 2025: Stabilisierung auf Jahressicht

Im Gesamtjahr 2025 lag der Auftragseingang real auf dem Niveau des Vorjahres. Wachstum kam vor allem aus den Euro-Partnerländern, während das Inland und das Nicht-Euro-Ausland in Summe rückläufig blieben. Damit bleibt das Bild gemischt: Die Nachfrage ist da, verteilt sich aber ungleich über die Regionen.

Dezember: Rückgang – Inland dagegen im Plus

Im Dezember 2025 gingen die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahresmonat real zurück. Ausschlaggebend war insbesondere das Nicht-Euro-Ausland, das im Vorjahresmonat teilweise von Großaufträgen geprägt war. Das Inland konnte dagegen zulegen und setzte damit ein Gegenzeichen.

Viertes Quartal 2025: positives Signal

Ein wichtiger Punkt für die Einordnung ist das Schlussquartal: Von Oktober bis Dezember 2025 legten die Auftragseingänge real zu. Das stützt die These einer konjunkturellen Bodenbildung – auch wenn daraus noch kein dynamischer Aufschwung abgeleitet werden kann.

Ausblick 2026: kleines Produktionsplus – Politik als Faktor

Für 2026 hält der VDMA an der Prognose eines leichten realen Produktionswachstums fest. Gleichzeitig wird betont, dass strukturelle Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidend seien, um über eine reine Stabilisierung hinauszukommen.

Konjunkturumfrage: Lage und Erwartungen verbessern sich

Parallel zu den Auftragsdaten zeigt eine VDMA-Konjunkturerhebung zu Jahresbeginn 2026 eine vorsichtige Aufhellung: Mehr Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage positiv als noch in der vorherigen Befragung. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind spürbar optimistischer, wenngleich die Unsicherheit hoch bleibt.

Umsatzperspektive: Mehrheit rechnet nominal mit Wachstum

Für das laufende Jahr erwarten die meisten befragten Unternehmen nominal steigende Umsätze. Ein relevanter Anteil rechnet mit Stagnation, während nur eine Minderheit von rückläufigen Umsätzen ausgeht. Das deutet auf eine vorsichtige Zuversicht hin – bei weiterhin fragiler Gesamtlage in wichtigen Kundenbranchen und Absatzregionen.

Unternehmenslink: https://www.vdma.eu/

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