Blick in einen voll besetzten Konferenzsaal beim Lightweighting Summit mit Bühne, Rednerpult und großer Präsentationsleinwand.
Beim Lightweighting Summit in Hannover diskutieren Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Forschung über Innovationen und Effizienzpotenziale im Leichtbau. Foto: Deutsche Messe

7. Lightweighting Summit rückt Effizienz und Innovationskraft des Leichtbaus in den Fokus

Leichtbau bleibt für viele Branchen ein strategisches Technologiefeld – von der Industrie über die Mobilität bis zur Verteidigung. Beim 7. Lightweighting Summit am 21. April 2026 in Hannover diskutieren Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Forschung, wie effiziente Leichtbaulösungen Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz sowie Energie- und Ressourceneffizienz stärken können.

Veranstaltet wird der Summit vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das Programm spannt den Bogen von industrieller Transformation über neue Fertigungsverfahren bis zu internationalen Perspektiven auf die Entwicklung des Leichtbaus.

Leichtbau als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit

Eröffnet wird die Veranstaltung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG. Damit setzt der Summit früh ein Signal: Leichtbau wird nicht nur als Werkstoff- oder Forschungsthema verstanden, sondern als industriepolitischer Faktor für Innovationen und Standortstärke.

Den Auftakt des Fachprogramms übernimmt Dr. Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender der Covestro AG und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie. In seiner Keynote geht es um die Frage, wie Unternehmen mit technologischen Innovationen und strategischer Transformation ihre Widerstandsfähigkeit erhöhen und zugleich nachhaltiges Wachstum ermöglichen können.

Forschungsvorhaben zeigen konkrete Ansätze

Im weiteren Programm werden drei Forschungsvorhaben vorgestellt, die sich mit Energie- und Ressourceneffizienz im Leichtbau befassen. Das Projekt METEOR entwickelt Technologien zur Optimierung der Ressourceneffizienz von Prozessnetzwerken bei der Herstellung hybrider Metall-Kunststoff-Leichtbaustrukturen.

ATREA beschäftigt sich mit der effizienten Fertigung leichter und schnell drehender Elektromotoren. Dabei werden unter anderem Kupferdruckguss und 3D-Druck kombiniert. Das Projekt KeraSchaum wiederum zielt auf keramische Schaumstoffmaterialien, die zusätzliche Bauteilfunktionen ermöglichen und zugleich ressourceneffiziente Produktionsprozesse unterstützen sollen.

Impulse aus der Industrie und internationale Perspektiven

Einen weiteren industriebezogenen Akzent setzt Dr. Thomas Kuhn, Leiter Innovation, Technologie und Produktkonformität bei Diehl Defence. In seinem Impulsvortrag zeigt er, warum Leichtbau bei gleichzeitig hohen Anforderungen an Belastbarkeit eine zentrale Rolle für moderne Hochleistungslenkflugkörper spielt.

Anschließend diskutieren die Teilnehmenden in einer Panelrunde unter dem Titel „Leichtbau als Multitool zwischen grüner Effizienz und neuer Resilienz“ über die strategische Bedeutung der Technologie in unterschiedlichen Branchen. Internationale Grußworte aus Südkorea, Schweden und Polen unterstreichen zudem den globalen Stellenwert des Themas.

Relevanz auch für Industrieunternehmen aus der Region

Für Unternehmen in OWL, Münster und Osnabrück ist der Summit vor allem deshalb relevant, weil Leichtbau in zahlreichen industriellen Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnt – etwa im Maschinenbau, in der Kunststoffverarbeitung, in der Automatisierung oder bei energieeffizienten Produkten und Produktionssystemen.

Das Schlusswort hält Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. Damit endet ein Programm, das den Leichtbau als Querschnittstechnologie zwischen Forschung, industrieller Anwendung und Standortpolitik positioniert.

Unternehmens-/Veranstalterlink: https://www.hannovermesse.de/veranstaltung/7-lightweighting-summit-vorsprung-durch-effizienz-/tag/38647

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