Lahmes Print-Geschäft verpasst Springer einen Dämpfer

Lahmes Print-Geschäft verpasst Springer einen Dämpfer Berlin (dapd). Trotz boomender Geschäfte im Internet hat der Medienkonzern Axel Springer im dritten Quartal unter dem Strich weniger Umsatz und Gewinn gemacht als noch vor einem Jahr. Wegen schwächerer Geschäfte im deutschen und internationalen Print-Markt erlöste das Verlagshaus von Juli bis September 787,3 Millionen Euro und damit 0,7 Prozent weniger als im dritten Quartal 2011, wie Springer am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank zugleich um 4,4 Prozent auf 150,6 Millionen Euro. Trotz der Delle im abgelaufenen Vierteljahr markierte der operative Gewinn nach Konzernangaben in den ersten drei Quartalen mit 459,3 Millionen Euro aber einen neuen Rekord. Springer sehe sich daher weiterhin auf Kurs für ein Rekordergebnis im laufenden Jahr – trotz eines Marktumfeldes, das sich „in den vergangenen Monaten spürbar eingetrübt“ habe, sagte der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Entsprechend freundlich nahmen die Investoren die Zahlen auf: Bis gegen 12 Uhr legte die Springer-Aktie gut 3,4 Prozent auf 34,27 Euro zu. Zugleich bestätigte Döpfner erneut die Prognose für das Gesamtjahr. Demnach will Springer den Umsatz im Vergleich zu 2011 im einstelligen Prozentbereich steigern, der operative Gewinn soll leicht zulegen. Probleme mit Print, Wachstum im Web Probleme bereiteten Springer im dritten Quartal vor allem die gedruckten Produkte: Sowohl die Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland als auch die internationalen Print-Titel büßten deutlich an Umsatz ein, beim operativen Gewinn lag das Minus aller drei Sparten auf Jahressicht sogar durchweg weit im zweistelligen Prozentbereich. So sank etwa das Ebitda bei den heimischen Zeitungen um fast ein Fünftel auf 60,1 Millionen Euro. Unverändert gut lief für die Berliner dagegen das Geschäft im Internet. Dort legten die Erlöse um 15,9 Prozent auf 281,1 Millionen Euro zu. Der Konzernbereich Digitale Medien war damit erstmals die nach Umsatz größte Sparte des Verlagskonzerns. Der operative Gewinn aus dem Internet stieg um mehr als ein Drittel auf nun 55,2 Millionen Euro. Zudem machte Springer mehr als 55 Prozent seiner gesamten Werbeerlöse im Quartal mit seinem Web-Angeboten. Weitere Erlöse will der Konzern nun im Internet künftig mit bezahlten Inhalten auf journalistischen Portalen machen: Bis Jahresende soll nach dem Vorbild der „New York Times“ nur noch eine bestimmte Anzahl von Klicks auf der Webseite der „Welt“ kostenlos sein, anschließend müssen Leser für Artikel zahlen. Im kommenden Jahr sollen dann weitere Angebote eine Bezahlschranke erhalten, die aber je nach Titel anders aussehen werde, sagte Döpfner. Probleme bei den Werbeeinnahmen im Web fürchtet der Springer-Vorstandschef dabei nicht – „weil kostenlose Leser weniger wert sind als zahlende Leser“. So seien Anzeigen in bezahlten Zeitungen seit jeher deutlich teurer als Annoncen in Gratis-Blättern, sagte Döpfner. „Wir sind fest davon überzeugt, dass sich diese Erkenntnis auch in der Vermarktung der digitalen Medien durchsetzen wird.“ (Quartalsbilanz Axel Springer: http://url.dapd.de/Km77id ) dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Laptop-Streit im Kieler Landtag beigelegt

Laptop-Streit im Kieler Landtag beigelegt Kiel (dapd). Der Streit über die Nutzung von Computern im schleswig-holsteinischen Landtag ist beigelegt. Der Ältestenrat verständigte sich am Mittwoch darauf, den Einsatz von Laptops im Plenum zu erlauben, wie der Landtag in Kiel mitteilte. Die Regelung soll sechs Monate erprobt werden. Falls Sitznachbarn den Betrieb oder die konkrete Nutzung eines Notebooks als störend empfinden, soll die Nutzung beendet oder an einem nicht störenden Ort fortgesetzt werden. „Im Plenum darf der direkte Blickkontakt zu Redner und Präsidium nicht durch einen hochgestellten Bildschirm behindert werden“, heißt es wörtlich. Mobile Informationstechnik wie Smartphones seien nur dem Mandat entsprechend einzusetzen. „Die der Unterhaltung oder der privaten Lebensgestaltung dienenden Funktionalitäten sind während der Sitzungen nicht zu nutzen.“ Ton- und Bildaufzeichnungen sind im Plenum und während Ausschusssitzungen untersagt. Auslöser des Laptop-Streits war die Mitschneide-Affäre des Piraten-Abgeordneten Uli König. Er hatte im August eine öffentliche Sitzung des Innen- und Rechtsausschusses mit dem Mikrofon seines Laptops mitgeschnitten. Dies hatten die anderen Fraktionen heftigst kritisiert. König hatte den Fall selbst öffentlich gemacht. dapd (Politik/Politik)

Werbung
Werbebanner „Verbände Dialog Gütersloh“ mit Gruppe von Menschen und bunten Sprechblasen – Einladung „Sei dabei!“ am 25.–26. Juni 2026 im Kultur- und Kongresszentrum Gütersloh (kultur-raeume-gt.de).

Merkel erhält Gutachten der Wirtschaftsweisen

Merkel erhält Gutachten der Wirtschaftsweisen Berlin (dapd). Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihr Jahresgutachten mit dem Titel „Stabile Architektur für Europa – Handlungsbedarf im Inland“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben. Anliegen des Gutachtens sei es, Europa zu festigen und Brücken in die Zukunft zu bauen und zudem weiteren wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf im Inland aufzuzeigen, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz, am Mittwoch in Berlin bei der Übergabe. Merkel sagte, das Gutachten stelle zu recht fest, dass in Europa Einiges vorangekommen sei, zugleich aber noch erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Europa brauche „keine zentrale wirtschaftspolitische Steuerung“. Die Kanzlerin sprach sich für „intergouvernementale Absprache“ und eine Politik in eigener Hoheit der Staaten aus. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage stimme die Regierung mit den Gutachtern überein. An der Übergabe des Gutachtens nahmen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) teil. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Spekulationen über einen Rücktritt von Staatsministerin Pieper

Spekulationen über einen Rücktritt von Staatsministerin Pieper Berlin (dapd). FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat im parteiinternen Streit um das Betreuungsgeld Spekulationen über einen möglichen Rücktritt von Cornelia Pieper vom Amt der Staatsministerin im Auswärtigen Amt zurückgewiesen. „Da sehe ich keine zwingende Verbindung. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin. Er bekräftigte zugleich: „Ich teile ihre Auffassung nicht.“ Hintergrund ist Piepers ablehnende Haltung beim Betreuungsgeld. Die FDP-Politikerin will am Freitag im Bundestag gegen das schwarz-gelbe Gesetz stimmen. In der Fraktionssitzung am Dienstag war die ostdeutsche Liberale aufgrund ihres Widerstands scharf kritisiert worden. Bei nur einer Enthaltung und einer Gegenstimme votierten die FDP-Abgeordneten probeweise für die Einführung der staatlichen Leistung, welche an Eltern ausgezahlt werden soll, die für ihre Kinder keine Kindertageseinrichtungen nutzen. dapd-Informationen zufolge verteidigte Pieper in der Sitzung ihren Standpunkt, verließ dann aber frühzeitig den Saal. FDP-Generalsekretär Patrick Döring rüffelte unterdessen die Freidemokratin. „Insbesondere von Mitgliedern der Bundesregierung erwarte ich erhöhte Kompromissbereitschaft“, sagte Döring der Zeitung „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe). Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller: „Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses gelten auch für führende Liberale.“ Pieper wollte jedoch nicht einlenken. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte die Staatsministerin sogar, sie sei sich über die Konsequenzen im Klaren. Für sie sei das Betreuungsgeld eine „Gewissensentscheidung“. Es gehe um ihre Glaubwürdigkeit. So brauche sie sich gar nicht mehr in ihrem Landesverband in Sachsen-Anhalt blicken zu lassen, wenn sie für das Gesetz stimme. Vor Jahren hatte sich Pieper schon einmal mit der Parteiführung angelegt, als sie für mehr Zentralismus in der Bildung warb. Danach wurde sie vor allem von den FDP-Landesverbänden angegriffen, die auf einen klar föderalen bildungspolitischen Kurs pochten. Die damalige Generalsekretärin Pieper musste ihr Amt schließlich aufgeben. dapd (Politik/Politik)

Hurrikan Sandy kann Munich Re nicht vom Erfolgskurs abbringen

Hurrikan Sandy kann Munich Re nicht vom Erfolgskurs abbringen München (dapd). Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat vorzeitig sein Gewinnziel für 2012 erreicht und hebt deswegen trotz des Hurrikans „Sandy“ seine Prognose an. In den ersten neun Monaten des Jahres verdiente die Munich Re bereits 200 Millionen Euro mehr als die ursprünglich fürs Gesamtjahr anvisierten 2,5 Milliarden Euro, wie Finanzvorstand Jörg Schneider am Mittwoch in München sagte. Als neues Ziel für 2012 gab Schneider einen Gewinn von rund drei Milliarden Euro aus. Grund für die verhältnismäßig geringen Erwartungen an das laufende vierte Quartal seien die Belastungen, die auf den Wirbelsturm „Sandy“ zurückgehen. Der Hurrikan hatte Ende Oktober vor allem in den USA Schäden von geschätzten 7 bis 20 Milliarden Euro verursacht. Noch könne die Munich Re nicht beziffern, wie sehr dies die eigene Bilanz belaste. Schneider kalkuliert aber mit einem mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Den Aktionären stellte der Finanzvorstand eine höhere Dividende als die zuletzt gezahlten 6,25 Euro in Aussicht. Das Plus werde jedoch voraussichtlich weniger als ein Fünftel betragen, sagte Schneider. Die Munich Re war nach der Bekanntgabe der Zahlen größter Gewinner im DAX. Der Kurs legte bis gegen 11.30 Uhr um rund 2,8 Prozent auf 131,15 Euro zu. Vor einem Jahr stand der Kurs noch bei 92 Euro. Bis zum Wirbelsturm „Sandy“ profitierte der Rückversicherer in diesem Jahr aber auch von deutlich geringeren Belastungen durch Katastrophen als im vergangenen Jahr, als die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Überschwemmungen in Thailand den Jahresgewinn auf 712 Millionen Euro drückten. Allein von Juli bis September verdiente der Rückversicherer 1,14 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 290 Millionen Euro. Neben der positiven Entwicklung im Versicherungsgeschäft habe auch ein hoher Gewinn aus den Kapitalanlagen zur deutlichen Ergebnissteigerung beigetragen, sagte Schneider. Ergo verhandelt mit Betriebsrat über Stellenabbau Die Erstversicherungstochter Ergo macht der Munich Re aber nach wie vor Sorgen. Zwar steuerte das Unternehmen von Januar bis September 333 Millionen Euro zum Gewinn bei. Der geplante Abbau von rund 1.300 von 5.000 Arbeitsplätzen im Vertrieb werde aber voraussichtlich in diesem Jahr noch einen dreistelligen Millionenbetrag kosten, sagte Ergo-Vorstandschef Torsten Oletzky. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Künftig will Ergo durch die Umstrukturierung jährlich 164 Millionen Euro einsparen. Der Erstversicherer leidet unter deutlichen Beitragsrückgängen. Oletzky hofft auch, dass die Lustreisenaffäre das Unternehmen nicht mehr belasten werde. Ergo hatte seine Erkenntnisse zu den umstrittenen Vertreter-Reisen nach Budapest und Jamaika vor kurzem ins Internet gestellt. Dass die Munich Re im kommenden Jahr ein ähnliches Ergebnis wie dieses Jahr erzielt, schätzt Finanzvorstand Schneider als schwer ein. Allerdings geht er davon aus, dass nach dem Hurrikan „Sandy“ die Rückversicherer im wichtigen US-Markt mit Preissteigerungen rechnen könnten. Auch der drittgrößte Rückversicherer der Welt, die Hannover Rück, strebt trotz der Belastungen durch den verheerenden Wirbelsturm eine Gewinnsteigerung an. Vorstandschef Ulrich Wallin hatte am Dienstag für 2012 ein Rekordergebnis angekündigt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bauwirtschaft erwartet bis zu vier Prozent Wachstum

Bauwirtschaft erwartet bis zu vier Prozent Wachstum Berlin (dapd). Das deutsche Baugewerbe rechnet auch im kommenden Jahr mit einer guten Branchenkonjunktur. Nach einem prognostizierten Umsatzplus von 2,3 Prozent auf rund 94 Milliarden Euro in diesem Jahr erwartet die Bauwirtschaft für 2013 noch mehr Zuwachs, wie der Zentralverband des deutschen Baugewerbes am Mittwoch in Berlin mitteilte. „2013 könnte die Bauwirtschaft mit drei bis bestenfalls vier Prozent noch stärker wachsen“, erklärte Verbandspräsident Hans-Hartwig Loewenstein. Voraussetzung dafür sei aber, dass die positiven Anzeichen im Wirtschaftsbau für Gewerbe und Industrie auch tatsächlich zum Tragen kommen. Die gute Entwicklung der Baubranche bedeute auch einen höheren Personalbedarf. So werde 2013 die Zahl der Beschäftigten im Bau im Jahresdurchschnitt um 1,5 Prozent auf 745.000 ansteigen, sagte Loewenstein. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Abkommen zu Wüstenstrom-Pilotprojekt wird verschoben

Abkommen zu Wüstenstrom-Pilotprojekt wird verschoben Berlin (dapd). Die Unterzeichnung eines Abkommens über ein Pilotprojekt der Desertec-Wüstenstrominitiative zwischen Marokko, Deutschland und anderen EU-Staaten wird wegen der fehlenden Zustimmung Spaniens verschoben. „Ich bin zuversichtlich, dass die übrigen Verhandlungspartner aus Marokko und den EU-Staaten Spanien schon bald überzeugen können, da Spanien dadurch viel gewinnen wird“, sagte der Geschäftsführer der Desertec Industrie Initiative (Dii), Paul van Son, am Mittwoch in Berlin. Geldgeber seien bereits gefunden, erste Fördermittel stünden bereit, erklärte die Initiative. Die Teilnehmer der am selben Tag in Berlin begonnenen 3. Dii-Konferenz hatten gehofft, dass eine Absichtserklärung über ein Pilotprojekt bereits in dieser Woche unterzeichnet wird. Als erste Projekte plant ein vom Energiekonzern RWE geführtes Konsortium eine Sonnen- und Windenergieanlage, die 100 Megawatt Strom produzieren soll. Ein weiteres 150-Megawatt-Projekt ist in Marokko geplant. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Experten erwarten mehr außenpolitische Initiativen Obamas

Experten erwarten mehr außenpolitische Initiativen Obamas Berlin (dapd). Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama könnte sich aus Expertensicht in seiner zweiten Amtszeit verstärkt der Außenpolitik zuwenden. Davon geht die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung in einer Blitzanalyse zum Wahlausgang in den USA aus. Einerseits seien US-Präsidenten in einer zweiten und letzten Amtszeit entlastet vom Zwang, ihre Wiederwahl innenpolitisch abzusichern, schreiben die Experten der Stiftung. Andererseits schwinde ihr innenpolitischer Einfluss. Die Außenpolitik sei das einzige Feld, auf dem der Präsident eine weitreichende Handlungsfreiheit genieße. Auch rücke der Gedanke ins Zentrum, welche Wertung die Präsidentschaft in den Geschichtsbüchern erfahren werde, etwa durch prestigeträchtige außenpolitische Initiativen. Es wäre daher nicht überraschend, wenn Obama noch einen „großen Wurf“ in der Außenpolitik versuchen würde, urteilt die Adenauer-Stiftung. Denkbar wäre etwa eine Wiederbelebung des Vorstoßes zur Abschaffung aller Nuklearwaffen oder eine neue Friedensinitiative für den Nahen Osten. Mit Blick auf das transatlantische Verhältnis raten die Experten der Bundesregierung zu verdeutlichen, dass die Europäer als „nützliche Partner in sicherheitspolitischen Krisen“ und nicht nur „Konsumenten amerikanischer Sicherheitsgarantien“ seien. Auch sollte Deutschland auf einen Abbau der Handelshemmnisse hinarbeiten. ( Die KAS-Studie unter: http://url.dapd.de/2BncMA ) dapd (Politik/Politik)

Brüssel billigt Inoxum-Verkauf unter Auflagen

Brüssel billigt Inoxum-Verkauf unter Auflagen Brüssel (dapd). Die EU-Kommission hat den geplanten Verkauf der Thyssenkrupp-Edelstahltochter Inoxum an den finnischen Stahlkonzern Outokumpu unter Auflagen genehmigt. Möglich wurde das 2,7 Milliarden Euro schwere Geschäft durch die verpflichtende Zusage der Finnen, das Inoxum-Edelstahlwerk im italienischen Terni abzustoßen. Die Kommission erklärte am Mittwoch, ihre Bedenken seien damit ausgeräumt. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten befürchtet, das aus der Fusion der beiden größten Anbieter kaltgewalzter Stahlprodukte hervorgehende Unternehmen könne durch seine Marktmacht höhere Preise durchsetzen. „Edelstahl ist Grundstoff für eine Vielzahl von Produkten – von Haushaltswaren bis hin zu Industrieanlagen“, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. „Durch den Verkauf des Standorts Terni in Italien wird sichergestellt, dass sich das Aufkommen eines neuen europäischen Marktführers nicht negativ auf die Verbraucher und die Unternehmen in Europa auswirkt.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Kriselnder Windanlagenbauer Vestas verschärft Sparkurs

Kriselnder Windanlagenbauer Vestas verschärft Sparkurs Aarhus (dapd). Der weltgrößte Windanlagenbauer Vestas ist noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht und verschärft deshalb den Stellenabbau. Ende 2012 oder Anfang 2013 will das dänische Unternehmen nur noch 18.000 Mitarbeiter beschäftigen, wie Vestas am Mittwoch in Aarhus mitteilte. Zuletzt war ein Ziel von 19.000 Beschäftigten genannt worden. Ende kommenden Jahres sollen es nur noch 16.000 Mitarbeiter sein. Anfang 2012 hatte Vestas noch 22.700 Beschäftigte gehabt. Der Personalabbau soll nach Firmenangaben durch Verkäufe, eine Fortsetzung des Einstellungsstopps und weitere Entlassungen erreicht werden. Im dritten Quartal erwirtschaftete Vestas unter dem Strich einen Fehlbetrag von 175 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war lediglich ein Minus von 60 Millionen Euro angefallen. Im zweiten Quartal 2012 hatte Vestas acht Millionen Euro Verlust verbucht. Angesichts der schlechten Zahlen will der Konkurrent des deutschen Herstellers Nordex auch seine Investitionen deutlich verringern. Sie würden in diesem Jahr um 100 Millionen auf 350 Millionen Euro zusammengestrichen, hieß es. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)