Osnabrück (dapd). Mit Blick auf die anhaltenden Gefechte in Syrien hat sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) besorgt über die Sicherheit der Chemiewaffen in dem Landes gezeigt. Er fordere „alle Kräfte in Syrien nachdrücklich dazu auf, verantwortlich zur Sicherung etwaiger Chemiewaffenbestände beizutragen“, sagte Westerwelle der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe). Dies gelte für Präsident Baschar Assad ebenso wie für die Opposition und für Anhänger der Hisbollah-Miliz. „Jedem in Syrien sollte klar sein, dass der Einsatz von Chemiewaffen völkerrechtlich geächtet ist“, fügte Westerwelle hinzu. Syrien hatte zu Wochenbeginn erstmals den Besitz von Chemiewaffen zugegeben und damit gedroht, sie im Fall von ausländischen Angriffen auch einzusetzen. dapd (Politik/Politik)
Zeitung: Cromme erwägt Rückzug aus Siemens-Aufsichtsrat
München (dapd-bay). Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme erwägt einem Zeitungsbericht zufolge seinen Abschied aus dem Kontrollgremium des Münchner Konzerns. Momentan würden alle Möglichkeiten erörtert, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Cromme sei „offen für einen Abschied“. Im Falle einer abermaligen Kandidatur für das Gremium werde er wohl nicht die volle Amtszeit über fünf Jahre absolvieren. Cromme gilt als aussichtsreicher Nachfolgekandidat von Berthold Beitz an der Spitz der einflussreichen Krupp-Stiftung. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Schäffler geht von Verlust der deutschen Bonitäts-Bestnote aus
Osnabrück (dapd). Nach der Senkung des Moody’s-Ausblicks rechnet FDP-Finanzexperte Frank Schäffler mit dem Verlust der deutschen Bonitäts-Bestnote. Das Vorgehen der Ratingagentur sei durchaus berechtigt, sagte Schäffler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe).
Daimler verbucht Ergebnisrückgang
Stuttgart (dapd). Daimler hat im zweiten Quartal trotz gestiegenes Umsatzes weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis verringerte sich um 13 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro, das Konzernergebnis um elf Prozent auf 1,52 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.
Moody’s zweifelt Bonität mehrerer Bundesländer an
Frankfurt/Main (dapd-lbg). Nach der Herabstufung Deutschlands im Moody’s-Ausblick hat die Ratingagentur nun auch Zweifel an der Kreditwürdigkeit mehrerer Bundesländer. Moody’s senkte am Dienstagabend den Bonitätsausblick für Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
DGB-Chef Sommer fordert Zwangsanleihe für Reiche
Berlin (dapd). Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, will Reiche mit einer Zwangsanleihe an der Bekämpfung der Euro-Krise beteiligen. „Zwangsanleihen bei Reichen, die verzinst zurückgezahlt werden, sind als Lastenausgleich eine vernünftige Maßnahme“, sagte Sommer der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe).
Schwarz-Schilling kritisiert Bundeswehr-Abzug aus Bosnien
Halle (dapd). Der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schwarz-Schilling (CDU), hat den angekündigten Rückzug der Bundeswehr aus dem Balkanland als verfrüht kritisiert. Den in einem Brief an die Fraktionschefs im Bundestag mitgeteilten Plänen liege anscheinend keine „wirkliche Analyse“ zugrunde, sagte der CDU-Politiker der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe).
Wirtschaftsweiser Feld warnt vor Billionen-Kosten bei Euro-Austritt
Düsseldorf (dapd). Ein Austritt aus dem Euro würde Deutschland nach Ansicht des Wirtschaftsweisen Lars Feld kurzfristig mehr als drei Billionen Euro kosten. „Hinzu kämen die Kosten eines Wirtschaftseinbruchs wie nach der Lehman-Pleite 2008“, sagte Feld der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Vor allem Mittelständler dürften den Ausfall von Auslandsforderungen nicht verkraften. Eine Insolvenzwelle und deutlich steigende Arbeitslosigkeit wären die Folgen“, sagte der Freiburger Ökonom. Damit der Euro nicht gefährdet werde, müsse Griechenland im Euro gehalten werden. Es dürfe aber kein drittes Rettungspaket geben, sollte Griechenland nicht die Auflagen erfüllen. Stattdessen müssten die öffentlichen Gläubiger dem Land Schulden erlassen. Den kritischen Ausblick der Ratingagentur Moody´s für Deutschland nannte Feld berechtigt. dapd (Politik/Politik)
Schäuble und de Guindos loben Spaniens Konsolidierungsstrategie
Berlin (dapd). Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos haben das aktuelle Zinsniveau für spanische Staatsanleihen kritisiert. Es entspreche „weder den wirtschaftlichen Fundametaldaten Spaniens, noch seinem Wachstumspotenzial oder der Tragfähigkeit seiner Staatsverschuldung“, teilten die beiden Minister in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag mit.
Bundeswehr investiert in Standort Trier
Trier (dapd-rps). Die Bundeswehr will ihre Wehrtechnische Dienststelle für Kraftfahrzeuge und Panzer (WTD 41) in Trier ausbauen. Geplant seien erhebliche Investitionen, kündigte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag bei einem Besuch vor Ort an. So solle ein bundesweit bislang einmaliges Klimazentrum entstehen, in dem militärische Fahrzeuge unter extremen Temperaturbedingungen zwischen minus 50 und plus 70 Grad Celsius getestet werden könnten. Vorgesehen ist außerdem der Bau eines sogenannten multiaxialen Schwingungsprüfstands, auf dem Radfahrzeuge über längere Zeiträume getestet werden können. Der Standort Trier profitiert von der im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr beschlossenen Aufgabe der WTD 51 in Koblenz; dort soll lediglich ein kleiner Außenposten verbleiben. Die WTD 41 wurde 1959 von Niederlahnstein nach Trier verlegt. Sämtliche Rad- und Kettenfahrzeuge, welche die Bundeswehr in Auftrag gibt, werden vor ihrer Beschaffung in Trier auf ihre Leistungsgrenzen hin getestet. Auf dem mehr als 200 Hektar großen Gelände arbeiten derzeit rund 360 zivile Beschäftigte der Streitkräfte. Im Zuge der Aufwertung des Standorts soll die Personalstärke auf etwa 430 steigen, darunter sollen auch wieder 20 Soldaten sein. De Maizière unterstrich die Bedeutung der Einrichtung für Bundeswehr: In Trier werde eine „wichtige Arbeit für die Qualität und die Sicherheit der Soldaten geleistet“. Der Minister ließ offen, wie hoch die geplanten Investitionen sein werden. Auch der Realisierungszeitraum ist noch unklar. Die Leitung der WTD 41 erklärte, eine zweistellige Millioneninvestition sei wahrscheinlich. De Maizière machte bei seiner Sommerreise Station in Trier. Anschließend flog er nach Koblenz weiter, wo er das Heeresführungskommando besuchte. dapd (Politik/Politik)
