Drei Mitglieder der Sita-Geschäftsleitung vor dem Unternehmensstandort in Rheda-Wiedenbrück
Sita-Geschäftsleitungstrio 2026 vor dem Unternehmensstandort in Rheda-Wiedenbrück: Geschäftsführer Thomas Kleinegees, Kai Gradert, Vertriebsleiter und Prokurist, sowie Rainer Pieper, Technischer Leiter und Prokurist. Foto: Sita Bauelemente GmbH

Sita feiert 50 Jahre Unternehmensgeschichte in Ostwestfalen

Die Sita Bauelemente GmbH blickt auf 50 Jahre Unternehmensentwicklung zurück. Aus einer Produktidee für einen Flachdachgully aus Polyurethan ist ein Unternehmen mit 127 Beschäftigten, mehr als 2.000 Produkten und einem klaren Bekenntnis zum Standort Ostwestfalen geworden.

Vom Ein-Mann-Start-up zur etablierten Marke

1976 startete Karl-Heinz Gelsen mit einer Produktidee in Pinneberg. Das erste Produkt war der SitaStandard, ein Flachdachgully aus Polyurethan. Heute zählt Sita zu den bekannten Anbietern für Flachdachentwässerung und Lüftung. Das Sortiment umfasst mehr als 2.000 Produkte.

„Wir sind kurz vor Tempo-Taschentuch“, sagt Geschäftsführer Thomas Kleinegees mit Blick auf die Markenbekanntheit des Unternehmens. Sita feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und beschäftigt inzwischen 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die ostwestfälische Entwicklung des Unternehmens begann Mitte der 1970er-Jahre. Gründer Karl-Heinz Gelsen suchte damals einen Produktionspartner für PUR-Gullys und fand ihn bei der Paul Craemer GmbH in Herzebrock-Clarholz. Daraus entstand eine langfristige Verbindung. Später mietete Sita erste Flächen und Verwaltungsgebäude auf dem Craemer-Gelände. 1988 stieg die Paul Craemer GmbH mit 50 Prozent in die Gesellschaft ein. 2003 gingen die Anteile an die Craemer Holding-GmbH über.

Wachstum im Aurea Gewerbegebiet

Mit dem Wachstum stieß Sita am bisherigen Standort an räumliche Grenzen. Im Aurea Gewerbegebiet, direkt an der A2, wurde das Unternehmen 2009/2010 erster Bauherr. Auf 16.000 Quadratmetern entstand an der Ferdinand-Braun-Straße 1 ein neues Stammwerk mit 3.300 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche sowie einem zweigeschossigen Verwaltungsgebäude mit 700 Quadratmetern.

„Am neuen Standort im AUREA Gewerbepark haben wir den Raum, den wir für die zukünftige Entwicklung brauchen“, sagte Thomas Kleinegees damals. Der zusätzliche Raum wurde schnell benötigt. 2018 folgte ein weiterer Verwaltungs- und Schulungstrakt. Dort ist auch der SitaCampus untergebracht, ein internes Schulungs- und Seminarangebot für den Know-how-Austausch im Unternehmen.

2025 erwirtschaftete Sita einen Umsatz von 44,2 Millionen Euro. 2026 zählt das Unternehmen 127 Beschäftigte. Nur rund 300 Meter Luftlinie vom Stammwerk entfernt entstand deshalb eine neue Logistikhalle. In dem Gebäude sind auf 7.800 Quadratmetern sowie einer 800 Quadratmeter großen Mezzaninefläche Logistik und Teile der Verwaltung untergebracht.

Neue Logistikhalle setzt auf Energieeffizienz

Der neue Gebäudekomplex ist nachhaltig konzipiert. Sita setzt dort auf Wärmepumpen und große Solaranlagen auf den Werksgebäuden. Damit arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben energieautark von fossiler Energie. Wenn der eigene Strom nicht ausreicht, wird grüner Strom eingesetzt.

Auch die Mobilität am Standort wird berücksichtigt. Eine moderne Ladeinfrastruktur für E-Autos und E-Bikes ergänzt das Energiekonzept. Für ein produzierendes Unternehmen im Kreis Gütersloh zeigt Sita damit, wie Wachstum, Logistik und Energieeffizienz am Standort zusammengedacht werden können.

Familienunternehmen mit starken Partnern

Ende 2021 kam mit der Paul Bauder GmbH & Co. KG ein dritter gleichberechtigter Gesellschafter hinzu. Bauder steht seitdem neben der Familie Gelsen und der Craemer Holding. Der Spezialist für Dachentwässerung ist in Deutschland, Österreich, Polen, BeNeLux sowie England und Irland aktiv. Bauder unterstützt Sita auch bei der weiteren Expansion in Europa.

Neben Wachstum und Internationalisierung betont das Unternehmen seine interne Kultur. In der Sita Family wird heute geduzt. Thomas Kleinegees erinnert sich an seinen ersten Arbeitstag im Jahr 2000, zu dem er im Anzug erschien. „Karl-Heinz Gelsen begrüßte mich mit den Worten: »Sie sind völlig falsch gekleidet.« Zwei Tage später gings im Blaumann ab in die Produktion. Dort habe ich verstehen gelernt, wie man einen Gully schäumt.“

Diese Nähe zur Produktion prägt das Unternehmen bis heute. Neue Kolleginnen und Kollegen sollen verschiedene Abteilungen kennenlernen und die Produkte verstehen. Für Kleinegees ist die Entwicklung des Unternehmens eng mit dem Team verbunden: „Sita ist Teamleistung, eine positive Unternehmensentwicklung ist immer eine Teamleistung.“

Digitale Produkte für das Flachdach

Sita setzt weiterhin auf Qualität „made in Germany“. Flachdachgullys und Lüfter werden europaweit vertrieben. Zugleich erweitert das Unternehmen sein Angebot um digitale Lösungen. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören ein digitaler Regenwächter und ein Feuchtigkeitsmelder, die unter der neuen Marke Varuna in den Markt gehen.

Damit ergänzt Sita die klassischen Entwässerungs- und Lüftungsprodukte um digitale Anwendungen für das Flachdach. Nach 50 Jahren Unternehmensgeschichte zeigt der Blick nach Rheda-Wiedenbrück: Die Entwicklung von Sita ist eng mit Ostwestfalen verbunden, zielt aber längst auf Märkte weit über die Region hinaus.

Unternehmenslink:
www.sita-bauelemente.de

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