Stadt und Stadtwerke-Tochter ESOS starten Ideenwettbewerb

Osnabrück. Mit dem Start eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs treibt die Stadt Osnabrück die Planungen für die Weiterentwicklung des Kasernenareals an der Landwehrstraße in Atter-Eversburg voran. Die Stadt und die stadtwerkeeigene ESOS – Energieservice Osnabrück GmbH – rufen Planer und Architekten dazu auf, ihre Vorstellungen zu dem 37 Hektar großen Gelände einzureichen. Der Ideenwettbewerb findet in zwei Phasen mit Beteiligung der Bürger Osnabrücks statt.

Anlass für den Wettbewerb
Die Kaserne an der Landwehrstraße ist der fünfte der insgesamt sechs Kasernenstandorte, der nun städtebaulich und dem Standort angemessen entwickelt werden kann. Für das rund 37 Hektar große Kasernenareal an der Landwehrstraße soll eine städtische Wohnstandortentwicklung für breite Schichten der Bevölkerung initiiert werden. Damit soll der Standort aufgewertet und durch weitere Angebote im Bereich Sport, Freizeit, Gewerbe und Freiraum ergänzt werden.

Diese Aufgabe soll mit einem Wettbewerbsverfahren gelöst werden, an dem 25 Stadtplaner, Architekten und Landschaftsarchitekten teilnehmen. Bürger werden dabei von Anfang an in den Planungsprozess mit einbezogen.

Bürgerbeteiligung ganz konkret
Das erste Bürgergespräch findet am 4. Juni, von 19 bis 20.45 Uhr im ehemaligen Casino in der Kaserne an der Landwehrstraße statt. In dieser moderierten Veranstaltung sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen, mit den Projektverantwortlichen und den anwesenden Wettbewerbsteilnehmern über ihre Wünsche und Anregungen ins Gespräch zu kommen. Wo sollte eine Kindertagesstätte vorgesehen werden? Wo sollten beispielsweise Fuß- und Radwege geschaffen werden? Besteht eine Nachfrage hinsichtlich eines Cafés? Welchen Charakter soll diese Standortentwicklung bekommen? Wie sieht die Projektzeitschiene aus? Dieses sind mögliche Fragestellungen, die im Rahmen dieses Gesprächsabends thematisiert werden können.

Im September werden in einem Zwischenschritt durch das Preisgericht aus den 25 eingereichten Arbeiten bis zu acht Beiträge zur weiteren Bearbeitung ausgewählt. Diese Entwürfe werden im Rahmen der zweiten moderierten Veranstaltung am 5. November, in der Zeit von 19 bis 20.45 Uhr, durch die Projektverantwortlichen vorgestellt und können dann erneut diskutiert werden. Das an diesem Tag ebenfalls anwesende Preisgericht wird am 6. November empfehlen, welcher städtebauliche Entwurf zur weiteren Ausarbeitung und zur planungsrechtlichen Umsetzung zum Zuge kommen soll.

„Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, an beiden Kolloquien teilzunehmen. Entsprechende Infoflyer werden wir zum kommenden Wochenende an die angrenzenden Nachbarschaften der ehemaligen Kaserne verteilen und an geeigneten Stellen in den Stadtteilen Atter und Eversburg auslegen“, erklärt Ingo Hannemann, Geschäftsführer ESOS Energieservice Osnabrück GmbH. Ziel sei es, im Anschluss an den Ideenwettbewerb das entsprechende Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs sollen die Grundlage für die weiteren Planungen bilden. „Deshalb hoffen wir auf einen interessanten und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten und freuen uns schon jetzt auf die Ergebnisse“, sagt Thomas Fillep, Stadtrat und Finanzvorstand der Stadt Osnabrück.

Zum Hintergrund
2008 hatten die britischen Streitkräfte das Gelände nach ihrem Abzug an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben. Im Rahmen der Konversion verfolgt die Stadt das Ziel, das gesamte Areal – wie bereits die anderen ehemals militärisch genutzten Standorte der Winkelhausenkaserne und Scharnhorstkaserne – städtebaulich aufzuwerten. Dabei soll in Atter-Eversburg ein komplett neues Wohnquartier mit ergänzender Infrastruktur entstehen. Ebenfalls 2008 hatten zahlreiche Osnabrücker in verschiedenen Werkstätten am Perspektivplan Konversion mitgearbeitet, der als „roter Leitfaden“ für die Weiterentwicklung der ehemaligen Kasernenstandorte im Stadtgebiet dient. Bei der Weiterentwicklung des Areals der Landwehrkaserne arbeitet die Stadt erneut eng mit der ESOS – Energieservice Osnabrück GmbH zusammen, einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke. Die Stadt wird ihr Erstzugriffsrecht nutzen, damit Stadt und ESOS das Gelände von der BImA kaufen können. Anschließend ist geplant, dass die ESOS die Fläche erschließt.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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