Die Preisträger des CeBIT Innovation Award 2014 stehen fest

Hannover. Die Preisträger des CeBIT Innovation Award 2014, initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Messe AG, sind gewählt. Mit ihren außergewöhnlichen IT-Projekten für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit konnten sich insgesamt drei Forscherteams gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der CeBIT Innovation Award zeichnet 2014 bereits zum zweiten Mal junge Talente aus, die Lösungen für innovative Interaktionsformen entwickeln.

Mit der zweiten Runde des CeBIT Innovation Award haben rund 100 junge Forscher aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Bewerbungen eingereicht. Eine Auswahl an Bewerbern durfte im November ihre Ideen vor der hochkarätigen Fach-Jury präsentieren. Drei besonders überzeugende Projekte wurden von der Jury als Preisträger ausgewählt. Bei einem ersten Pressegespräch in Hannover zeigten die Forscherteams ihre Projektideen vor ausgewählten Medienvertretern. Jury-Mitglied Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung war erfreut über die Qualität der Einreichungen: „Wir sind beeindruckt von der Innovationsfreude der jungen Forschergruppen. Mit dem CeBIT Innovation Award geben wir vielsprechenden Talenten eine Plattform, ihre Arbeit bekannter zu machen und weiter zur Praxisreife zu entwickeln.“

Präsentation der Preisträger auf der CeBIT 2014
Die Platzierungen, die mit insgesamt 100.000 Euro dotiert sind, werden auf der CeBIT 2014 bekannt gegeben. Am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden zudem die Preisträger ihre Projekte dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit vorstellen. „Der CeBIT Innovation Award zeigt in einzigartiger Weise, über welches große Potenzial junge deutsche Forscher verfügen und trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der digitalen Welt zu stärken. Damit unterstreicht die CeBIT ihre Rolle als Treiber für Innovationen und als Startbahn für junge, kreative Ideen“, sagte Oliver Frese, CeBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe AG und Mitglied der Fach-Jury.

Innovationen an der Schnittstelle zwischen Mensch und IT
Usability, die Benutzerfreundlichkeit von Systemen, gehört mittlerweile zu den wichtigsten Qualitäten guter Hardware und Software. Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost erläutert: „Usability ist heute ein integraler Bestandteil der IT-Entwicklung geworden. Der Dialog mit den Nutzern sollte aber noch einen Schritt weiter gehen: Partizipatives Design fördert Innovationen in der IT-Forschung und erhöht gleichzeitig die Chancen für einen Erfolg von neuen Technologien am Markt.“

Fiberio
Ausgezeichnet werden Christian Holz und Sven Köhler für ihr Forschungsprojekt Fiberio des Human-Computer Interaction-Lehrstuhls am Hasso-Plattner-Institut (Potsdam). Fiberio ist ein „multitouch table“, der Fingerabdrücke während der Nutzung in Sekundenschnelle identifiziert. So können mehrere Nutzer ohne Registrierung oder Log-in gleichzeitig zugeordnet werden und miteinander interagieren. Die Technik, die auf der Entwicklung eines speziellen Glasfasermaterials beruht, bietet einen hohen und gleichzeitig sehr nutzerfreundlichen Sicherheitsstandard.

Shoutr
Preisträger des CeBIT Innovation Award ist auch die Projektgruppe von Sebastian Winkler mit der App shoutr. Das Programm ermöglicht den Austausch von Bildern und Musik mit Smartphones, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Dabei entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Geräten ohne den Umweg über Clouds, Server oder sonstige Internetdienste. Die App weist eine einfach Bedienbarkeit und eine hohe Praxisrelevanz auf. Die Sicherheit der übertragenen Daten wird durch die WPa2-Verschlüsselung gewährleistet.

Kinematics
Ebenso überzeugen konnte das Entwicklerteam um Leonhard Oschütz mit ihrem neuartigen Konstruktionsspiel Kinematics, welches Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ohne Vor- oder Computerkenntnisse interaktive, sich selbstständig bewegende Roboter zu bauen. Besonders innovativ sind die neu entwickelten Steckverbindungen mit integrierter Strom- und Datenübertragung sowie der Baukasten mit seinen bewegungsfähigen Modulen. Bei der Gestaltung des User-Interfaces achteten die Forscher darauf, den Nutzern einen möglichst barrierefreien Zugang zum Thema Robotik und damit zum Steuern komplexer Systeme zu ermöglichen.

Über die Jury
Alle Einreichungen wurden von einer hochkarätigen Fach-Jury bewertet:

– Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost, Universität der Künste Berlin,
– Prof. Dr. Elisabeth André, Universität Augsburg,
– Britta Hofmann, Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik,
– Oliver Frese, Deutsche Messe AG,
– Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Bundesministerium für Bildung und Forschung,
– Dr. Manfred Pietschmann, Technology Review,
– Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wahlster, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Saarbrücken.

Mehr Informationen unter: www.cebitaward.de. Die Bewerbungsphase für die nächste Wettbewerbsrunde beginnt im März 2014.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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