Aktive Finanzkommunikation schafft Vertrauen

Während der Begriff „Finanzkommunikation“ in der Vergangenheit eher mit börsennotierten Unternehmen in Verbindung gebracht wurde, fällt er immer häufiger auch im Zusammenhang mit Bonitätsbewertungen mittelständischer Unternehmen. Eine aktive und offene Finanzkommunikation schafft Vertrauen. Nicht nur gegenüber Fremdkapital gebenden Kreditinstituten, sondern auch gegenüber Geschäftspartnern und potenziellen Neukunden, die sich für künftige Auftragsvergaben ein Bild über die Lage eines Unternehmens verschaffen wollen.

Angesichts der gesetzlichen Publikationspflicht im öffentlichen Register des Handelsgerichts und im Bundesanzeiger sind umfangreiche wirtschaftliche Unternehmensdaten leicht abrufbar. Jeder Kaufmann hat zudem die Möglichkeit, über Auskunfteien, wie z. B. Creditreform, entsprechende Bonitätsinformationen zu Geschäftspartnern per Knopfdruck zu erhalten. Doch jeder Unternehmer selbst kann einiges dazu beitragen, seine Daten und somit die Außendarstellung seines Unternehmens durch gezielte Kommunikation im rechten Licht erscheinen zu lassen und sogar Einfluss auf die Bonitätseinschätzungen zu nehmen.

Doch was gehört eigentlich zu einer guten Finanzkommunikation? Hier können mittelständische Unternehmen von börsennotierten Konzernen lernen. Denn diese sind verpflichtet, den Markt regelmäßig, zeitnah und umfassend über ihre Geschäftsentwicklung zu informieren. Als Informationsinstrumente können beispielsweise Geschäftsberichte, die verkürzte Darstellung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung, Mitteilungen aus dem operativen Geschäft und Bonitätsbeurteilungen mindestens zweier Auskunfteien dienen, die über die eigene Firmen-Homepage veröffentlicht und ständig gepflegt werden. Je umfassender über Innovationen, Finanzierungs- und Marktstrategien informiert wird, desto besser können Zukunftsfestigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells belegt werden.
Aber auch die direkte Finanzkommunikation mit Kapitalgebern, Warenkreditversicherern und Wirtschaftsauskunfteien kann in vielen Fällen weiter verbessert werden:

– Kapitalgeber erwarten in der Regel einen schnellen und unaufgeforderten Informationsfluss; gerade in Krisensituationen ist proaktives Handeln besonders wichtig.
– Insbesondere auch unterjährig gelieferte Unternehmensdaten (z. B. BWA und SUSA) sollten qualitätsgesichert und betriebswirtschaftlich belastbar sein.
– Die Betriebswirtschaftsdaten sollten zudem stärker auf die Zukunft ausgerichtet sein und Aussagen zur künftigen Liquiditätssituation und zu Investitionsplanungen enthalten
– In Jahresfinanzgesprächen sollte vor allem auch die Ziel- und Strategieorientierung des Unternehmens mehr Gewicht bekommen.

Aktuelle Studien und auch unsere langjährige Erfahrungen aus der Mandantenbetreuung zeigen, dass Unternehmer, die insgesamt eine aktive Finanzkommunikation betreiben, von einer erhöhten Beziehungsqualität zu ihren Kreditgebern, verbesserten Kreditbedingungen und einem breiten Spektrum an Finanzierungsalternativen profitieren.

www.mueller-beratung.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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