Wo bleibt mein Geld?

Was tun, wenn der niederländische Schuldner Ihre Rechnung nicht zahlt?

Grenzüberschreitend Geschäfte zu treiben und Produkte oder Dienstleistungen im Nachbarland einzukaufen, das ist für viele Unternehmer und Privatpersonen eine lukrative und schöne Sache – wenn es ans Bezahlen geht, hört jedoch oft genug der Spaß auf. Forderungen gegenüber ausländischen Kunden werden häufig abgeschrieben, da viele Unternehmer sich mit den dortigen Inkassoverfahren und gesetzlichen Regelungen nicht auskennen, ein unübersichtliches Inkassoverfahren fürchten und sich manchmal bereits durch die fremde Sprache abschrecken lassen.

Als größte Kreditmanagementorganisation der Niederlande springt GGN nun aber in diese Lücke und bietet Auftraggebern beiderseits der Grenze Unterstützung in solchen Problemfällen. Als renommiertes Gerichtsvollzieherbüro – im Gegensatz zu deutschen Inkassobüros verfügt GGN über eigene Gerichtsvollzieher – berät GGN Gläubiger kompetent und praxisnah in Sachen Inkasso. Mit über 28 Niederlassungen in den Niederlanden und insgesamt 1300 Mitarbeitern ist die Gesellschaft im ganzen Land vertreten. „Durch dieses dichte Filialnetz sind wir immer schnell vor Ort, sowohl beim Auftraggeber, als auch beim Schuldner“, erläutert Gerichtsvollzieher Andries Agterhuis, der die Niederlassung in Winterswijk direkt an der deutschen Grenze leitet. Von den Niederlassungen Almelo und Winterswijk aus operiert GGN bereits seit einigen Jahren in der Euregio. „Das ist dadurch entstanden, dass sich nicht nur niederländische, sondern auch deutsche Unternehmer mit ihren Schuldnerproblemen an uns gewandt haben“, berichtet Agterhuis. Auch wenn die Briefe in perfektem Niederländisch geschrieben sind, wird die Post aus dem Ausland von niederländischen Unternehmern oft auf die leichte Schulter genommen. Aus genau diesem Grunde empfiehlt Accountmanager Paul Ikink deutschen Unternehmern, unbedingt ein niederländisches Inkassobüro einzuschalten. Die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Forderungen in den Niederlanden beruhen zwar auch auf Kulturunterschieden, aber eben nicht nur. Auch die gesetzlichen Regelungen sind bei unseren niederländischen Nachbarn ganz anders. Während die deutsche Gesetzgebung stärker den Debitor schützt, liegt der Akzent in den Niederlanden mehr beim Gläubiger. Auch die Rolle des Gerichtsvollziehers ist in den Niederlanden eine andere, dort ist er ein vom Staat ernannter, unabhängiger Beamter, der von jedem eingesetzt werden kann, um unbezahlte Rechnungen einzufordern. Dementsprechend verfügt GGN auch über eigene Gerichtsvollzieher, die die Forderungen der Kunden einholen. GGN ist das erste Gerichtsvollzieherbüro, das für deutsche Auftraggeber Forderungen gegenüber niederländischen Debitoren durchsetzt. „Einige deutsche Krankenhäuser arbeiten bereits sehr eng mit uns zusammen, da immer mehr Niederländer das deutsche Gesundheitswesen in der Grenzregion in Anspruch nehmen“, berichtet Ikink. „Dies führt automatisch zu mehr unbezahlten Rechnungen. Mit Hilfe unserer Datenbank können wir, natürlich unter Berücksichtigung des Datenschutzes, sehr schnell die Zahlungsmoral dieser Debitoren einschätzen.“ Die Grenzregion ist ein absoluter Wachstumsmarkt in Bezug auf das Kreditmanagement. Von seiner Niederlassung in Winterswijk aus steht GGN deutschen wie niederländischen Auftraggebern zur Verfügung. Somit ist GGN hier wie dort präsent und kennt sich in beiden Ländern aus. Daher schaut Agterhuis optimistisch und erwartungsvoll in die Zukunft. „Wir sind gut gerüstet, deutsche Unternehmer sind bei uns willkommen.“

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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