Wirtschaftsforscher für Staatsbeteiligung an Solarfirmen

Halle (dapd). Zum Schutz der deutschen Solarindustrie vor asiatischer Konkurrenz soll sich nach Ansicht von Wirtschaftsforscher Ulrich Blum der Staat an den Unternehmen beteiligen. „Dies wäre einfach, da der Staat über Fördermittel und Kredite schon heute ein großer Gläubiger der Unternehmen ist“, sagte der ehemalige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung und Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Halle der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montagausgabe).

Laut Blum beginnt die Insolvenzwelle bei den Solarfirmen erst. Deutsche Unternehmen müssten verstärkt fusionieren, um eine kritische Größe zu erreichen. Die Politik könne die Konsolidierung der Branche im eigenen Land unterstützen.

Zuletzt hatten die großen Solarunternehmen Solon (Berlin) und Q-Cells (Bitterfeld-Wolfen) Insolvenz beantragt. Der US-Hersteller First Solar will seine zwei Produktionswerke in Frankfurt (Oder) schließen. Der Solarmodul-Hersteller Sovello aus Bitterfeld-Wolfen prüft Kurzarbeit wegen Absatzrückgängen.

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Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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