Windpark Rieste kommunal unterstützt

Windenergie in kommunaler Hand - der Windpark Rieste (Foto: Stadtwerke Osnabrück)
Windenergie in kommunaler Hand – der Windpark Rieste (Foto: Stadtwerke Osnabrück)

Osnabrück/Rieste. Der Windpark Rieste bekommt zwei weitere kommunale Gesellschafter: Die Stadtwerke Osnabrück als bisheriger alleiniger Investor, Eigentümer und Betreiber verkaufen 24,9 Prozent ihrer Windpark-Anteile. Zusätzliche kommunale Teilhaber werden die HaseEnergie GmbH und die Gemeinde Rieste. „Mit der neuen Gesellschafterstruktur stellen wir den Windpark auf ein breiteres kommunales Fundament“, betonte Riestes Bürgermeister Sebastian Hüdepohl bei der Unterzeichnung der Gesellschafterverträge. Für die Gemeinde Rieste habe der Windpark gleich in mehrfacher Hinsicht Leuchtturmcharakter. „Der grüne Windstrom aus Rieste leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele des Landkreises“, so Hüdepohl. Zudem profitieren die Riester davon, dass die Windparkbetreibergesellschaft von Beginn an ihren Sitz in der Gemeinde hat. „Somit lag es nahe, dass wir als Gemeinde auch Anteile am Windpark übernehmen und die Wertschöpfungskette dadurch verlängern.“

Regional und kommunal

9,9 Prozent der Anteile übernimmt die Gemeinde, weitere 15 Prozent übernimmt die HaseEnergie GmbH. „Wir können mit der Anteilsübernahme unser Erzeugungsportfolio sinnvoll und zielgerichtet vergrößern“, erläuterte Dr. Horst Baier, Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück und zugleich Geschäftsführer der HaseEnergie GmbH. Die HaseEnergie GmbH ist eine neu gegründete Tochtergesellschaft der Samtgemeinde Bersenbrück und bietet im Nordkreis Strom, Gas und Breitband über Satellit an. Das Unternehmen ist bereits am Windpark Gehrde beteiligt und hat zudem in den Bau mehrerer Fotovoltaikanlagen investiert, z.B. auf dem Dach der Grundschule Bersenbrück. „Der Einstieg in die Betreibergesellschaft des Windparks Rieste passt somit perfekt in unsere Unternehmensstrategie, ausschließlich regenerative Energie anzubieten und zu produzieren“, so Dr. Baier.

Windparkprojektierung als Dienstleistung

„Schon zu Beginn der Planungen waren wir offen für die perspektivische Beteiligung passender regionaler Partner und haben diese Option bereits im städtebaulichen Vertrag verankert“, sagte Christoph Hüls, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück. Die Gespräche mit der Gemeinde Rieste und der HaseEnergie seien sehr konstruktiv gewesen. „Schließlich haben wir das gemeinsame Ziel, die regionalen Erzeugungskapazitäten weiter auszubauen.“ Mit ihrer Kompetenz insbesondere in der Windparkprojektierung sehen sich die Stadtwerke hierfür als perfekter Lösungspartner für Kommunen oder auch andere Stadtwerke und Energieversorger. „Wir haben auch den Windpark Rieste komplett selbst entwickelt, betrieben sowie die Strommengen vermarktet – und können das als weitere Dienstleistung anbieten“, so Hüls.

Windstrom für 10.000 Haushalte

Der Windpark Rieste war im Juni 2016 unter der Regie der Stadtwerke Osnabrück ans Netz gegangen. Rund 23 Millionen Euro hatte das Unternehmen in den Bau der vier Windkraftriesen vom Typ Vestas investiert. Die vier Anlagen direkt an der A1 erzeugen 34 Millionen Kilowattstunden grünen Windstrom im Jahr – eine Menge, mit der rein rechnerisch fast 10.000 Haushalte versorgt werden können. Zum grünen Erzeugungsportfolio der Stadtwerke gehören neben dem Windpark Rieste auch die Windräder auf dem Osnabrücker Piesberg sowie die Windparks in Wallenhorst-Hollage und Ostercappeln-Venne.

Veröffentlicht von

Katherina Ibeling

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