Wenn das Wetter uns ärgern will!

Paderborn. Wenn Transporte in die Wintermonate geplant werden, kann man sich nie sicher sein, ob auch das Wetter mitspielt. Solch ein Schauspiel durfte dieses Mal die Universal Transport Niederlassung aus Emleben hautnah erleben.

Als das Unternehmen Ende letzten Jahres damit beauftragt wurde, eine Planscheibe – 7,21 x 7,21 x 1,20 m sowie 135,0 to. – von Krefeld nach Magdeburg zu befördern, wurde schnell deutlich, dass der einfachere und kostengünstigere Weg das Wasser sein würde. Deshalb suchte man bei der Streckenprüfung zwei Häfen, bei denen die Scheibe ins Schiff umgeladen und später wieder ausladen werden sollte. Aufgrund der Breite sowie des immensen Gewichts sollte nur so wenig wie möglich per Straße transportiert werden.

Nachdem die geeigneten Häfen gefunden waren, konnte die weitere Vorbereitung beginnen. Dazu gehörten das Zusammenstellen der richtigen Fahrzeugkombination sowie das Einholen der Genehmigung für den Streckenabschnitt zum Hafen und später vom Hafen zum Zielort. Nach 2 Wochen war die Vorbereitungszeit abgeschlossen und es konnten genaue Termine festgelegt werden, wann der Transport stattfinden sollte. Aufgrund der Dringlichkeit, wählten wir zusammen mit dem Kunden ein zeitnahes Startdatum.

Als dann Fahrzeug, Binnenschiff und Umschlagshäfen soweit in den Startlöchern standen, kam es zur dicken Überraschung. Der komplette Wasserweg war zugefroren und machte uns somit einen dicken Strich durch die Rechnung. Da der Transport aber so schnell wie möglich laufen sollte, änderten wir den Plan. Nun versuchten wir per Straße nach Magdeburg zu kommen. Dazu müsste natürlich erst einmal eine geeignete Strecke gefunden werden. Gleichzeitig mussten wir neue Genehmigungen beantragen und bewilligen lassen.

Nachdem das Unternehmen daraufhin innerhalb von 2 Wochen alle Voraussetzungen für den Straßentransport erfüllt hatten, wollte das Wetter wohl noch einmal für Ärger sorgen. Denn Mitte Februar begann es wieder zu tauen und innerhalb von kürzester Zeit wurde deutlich, dass man nun doch den Wasserweg nehmen könnte. Also alles wieder auf Anfang. Eine Woche benötigte der technische Außendienst aus Emleben zusammen mit der Niederlassung aus Bad Nenndorf, um den Transport per Binnenschiff vorzubereiten.

Da das Wetter nun für genügend Ärger gesorgt hatte, konnte der Transport Ende Februar endlich beginnen. Mit einer 4 + 14 Kombination konnte die Scheibe in Krefeld geladen werden, von wo sie in der ersten Nacht zum Hafen gebracht wurde. Der Umschlag verlief reibungslos, so dass sich das Binnenschiff am folgenden Tag auf den Weg zum Hafen nach Schönebeck machen konnte. Anfang März erreichte die Scheibe diesen dann nach sechs Tagen auf dem Wasser. In der nächsten Nacht warteten nur noch 25 Kilometer, die per Straße bis zum Entladeort in Magdeburg zurückgelegt wurden.

Obwohl das Wetter bei diesem Transport einige Probleme bereitet hatte, auf den letzten Metern konnte es uns auch nicht mehr stoppen. Nach einer Transitzeit von insgesamt sieben Tagen erreichten Universal Transport Magdeburg, wo auch schon direkt mit der weiteren Bearbeitung der schweren Ware begonnen wurde.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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