Weiterer Meilenstein im Aufbau der Stadtwerke Tecklenburger Land

Tecklenburger Land. 16.10.15 Mit dem Gewinn der 14 Konzessionen für die Strom- und Gasnetze in den beteiligten Kommunen haben die Stadtwerke Tecklenburger Land einen weiteren Meilenstein in der noch jungen Unternehmensgeschichte erreicht.

Anfang Oktober hatte sich die Gemeinde Lotte als letzte der sieben Stadtwerke-Kommunen dafür ausgesprochen, die Konzessionen für den Betrieb der Strom- und Gasnetze auf ihrem Gebiet an die Stadtwerke-Tochter SWTE Netz GmbH & Co.KG (kurz SWTE Netz) zu vergeben. Bis zum 1. Januar 2016 wird die SWTE Netz die Strom- und Gasnetze von den Altkonzessionären RWE und SWO übernehmen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Stadtwerke Tecklenburger Land sehen in der Konzessionsvergabe einen wichtigen wirtschaftlichen Gewinn für die Region. „Getreu der Philosophie der Stadtwerke ,Füreinander. Miteinander.’ ermöglicht die erfolgreiche Marktteilnahme der Stadtwerke Tecklenburger Land mit ihren Netz- und Vertriebstöchtern eine echte Wertschöpfung für die Region auf dem Energiesektor“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister von Ibbenbüren Heinz Steingröver in einer Pressekonferenz vom heutigen Tage.

Bis Ende 2020 bekommt die noch junge SWTE Netz Unterstützung durch die beiden strategischen Partner der Stadtwerke Tecklenburger Land, die RWE AG und die Stadtwerke Osnabrück AG (SWO). Sie unterstützen die SWTE Netz mit ihrem Know- how, Personal und Sachmitteln beim sukzessiven Aufbau des Netzgeschäftes, erläutern Martin Burlage, Heinz-Werner Hölscher und Walter Roppes als Geschäftsführer der SWTE Netz. Ab dem 1. Januar 2021 wird die SWTE Netz die Strom- und Gasnetze auf dem Gebiet der Kommunen Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln eigenständig fortführen. Bis dahin werden die Strom- und Gasnetze sowohl technisch als auch wirtschaftlich aus dem bisherigen Netz der RWE-Tochter Westnetz bzw. der SWO-Tochter SWO Netz herausgelöst.

Langwieriges Verfahren erfolgreich bewältigt

Der Konzessionsvergabe war ein komplexer Prozess vorausgegangen. Gemäß gültiger Rechtsprechung musste ein diskriminierungsfreies Verfahren gewährleistet sein. „Dabei war die saubere Trennung der Verantwortlichkeiten auf kommunaler Seite zwischen Vertretern in der Gesellschaft und den Entscheidungsträgern im Vergabeverfahren unabdingbar“, erläutert Dirk Riekenberg, der als Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft WRG das Vergabeverfahren betreut hat. Die beiden strategischen Partner haben die SWTE Netz durch das gesamte Verfahren begleitet und 15.000 Seiten umfassende Unterlagen zur Konzessionsbewerbung zusammengestellt. Heinz Steingröver wertet das positive Votum zur Konzessionsvergabe in allen sieben Stadtwerke-Kommunen als Bestätigung für die Stadtwerke Tecklenburger Land. Das Vertrauen in den kommunalen Energieversorger sei groß.

Zahlen, Daten, Fakten

Das zu bewirtschaftende Stromnetz ist rund 4.220 Kilometer lang und erstreckt sich – wie auch das Gasnetz – über das gesamte Gebiet der Kommunen Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln. Rund 36.600 Hausanschlüsse gehören zum Stromnetz. Damit versorgt die SWTE Netz ab Januar insgesamt rund 127.700 Menschen in der Region mit Strom. Das Gasnetz hat eine Länge von rund 1.220 Kilometern. Rund 20.175 Gashausanschlüsse gehören dazu. Bisher haben die Westnetz und die SWO Netz die Strom- und Gasnetze der sieben Stadtwerke-Kommunen bewirtschaftet.

Gewohnter Kunden-Service – sichere Arbeitsplätze

Für die Strom- und Gaskunden in der Region wird die gewohnt hohe Servicequalität auch nach dem Start der SWTE Netz zum 1. Januar 2016 gewährleistet sein. Für die Netzkunden werden alle Ansprechpartner, zum Beispiel für Hausanschlüsse und Störungsdienst, bis zum Start am 1. Januar 2016 auf der neuen Internetseite der SWTE Netz zusammengefasst (www.swte-netz.de). Weitere Informationen zu ihrem Energieversorger finden die Kunden zusätzlich unter www.stadtwerke-tecklenburgerland.de. Auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, die bisher für das Netzgeschäft zuständig sind, bleiben erhalten. „Die Arbeitsplätze werden im Zusammenhang mit dem Aufbau der SWTE Netz zum voll funktionsfähigen Netzbetreiber sukzessive in die neue Betreibergesellschaft SWTE Netz überführt“, sagt SWTE Netz-Geschäftsführer Walter Roppes.

Erhalt der hohen Versorgungsqualität

Perspektivisch hat für die SWTE Netz der Erhalt der hohen Versorgungsqualität im Bereich der Stadtwerke Tecklenburger Land oberste Priorität. „Wir machen uns außerdem stark für niedrige Netzentgelte und die innovative Weiterentwicklung der Netze“, skizziert Heinz-Werner Hölscher. Dazu gehöre auch die Einbindung dezentral gewonnener erneuerbarer Energien in die bestehenden Netze.

Stärkung der Wertschöpfung vor Ort

Mit dem Aufbau der SWTE Netz setzen die Stadtwerke Tecklenburger Land ihr Bemühen um eine echte Wertschöpfung für die Region weiter erfolgreich fort. Denn neben den Konzessionsabgaben fließen auch die Ergebnisse aus dem Netzbereich nun wieder in die Region zurück. Damit leisten die Stadtwerke Tecklenburger Land einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Region. „Die Gewinne bleiben in der Region, Aufträge werden in der Region vergeben und Steuern vor Ort gezahlt“, fasst Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Steingröver den Mehrwert der interkommunalen Stadtwerke zusammen.

Komplexe Struktur unter einem gemeinsamen Dach

Letztlich sind die Stadtwerke Tecklenburger Land das Stadtwerk der Bürgerinnen und Bürger. Das spiegelt sich auch in ihrer Struktur. Denn bei allen Entscheidungen hat das Wort der beteiligten Kommunen das stärkste Gewicht. Wie ein Dach agiert die Stadtwerke Tecklenburger Land GmbH & Co.KG als Holding. Die sieben Kommunen Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln sind mit insgesamt 98 Prozent beteiligt, die strategischen Partner jeweils mit einem Prozent. Parallel wurden die Stadtwerke Tecklenburger Land Energie GmbH und die SWTE Netz GmbH & Co.KG als Vertriebs- und Netzgesellschaft gegründet. An beiden Gesellschaften sind die Kommunen mehrheitlich beteiligt. Während erstere seit dem vergangenen Jahr Strom- und Gasprodukte vertreibt und die Kunden betreut, bereitet sich letztere auf den Betrieb der Netze in der Region vor.

Gute Perspektiven als kommunales Unternehmen

Als noch junges Unternehmen konzentrieren sich die Stadtwerke Tecklenburger Land zunächst auf den Auf- und Ausbau wettbewerbsfähiger Angebote, Produkte und Dienstleistungen. Perspektivisch spielen erneuerbare Energien für das Stadtwerk in kommunaler Hand eine wichtige Rolle. So ist die Beteiligung an der dezentralen Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energieträger in der Region angedacht. Dabei wollen sich die Stadtwerke Tecklenburger Land als kompetenter Partner der Menschen in der Region positionieren. Längerfristig können sich, in Abhängigkeit von den Interessen und Anforderungen der Anteilseigner, auch weitere sinnvolle Handlungsfelder im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge ergeben, die in der Region über die gemeinsamen Stadtwerke adressiert werden. Ein Beispiel könnte die Zusammenarbeit bei Themen wie Energieeffizienz und Contracting sein.

www.stadtwerke-tecklenburgerland.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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