„Vorsorgende Wirtschafts- und Strukturpolitik fördert einen stabilen Mittelstand“

Fachkraft-Initiative

Die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens ist mittelständisch geprägt. Im Jahr 2010 hatten 80 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 83 Prozent aller Auszubildenden ein Beschäftigungs- beziehungsweise Ausbildungsverhältnis bei einem der rund 750.000 mittelständischen Unternehmen in unserem Land. 

Vorsorgende Wirtschafts- und Strukturpolitik fördert einen stabilen Mittelstand, hilft den Unternehmen bei der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte, ermöglicht Innovationen für nachhaltiges Wirtschaften und unterstützt die Wirtschaft bei der Erschließung neuer, zukunftsfähiger Leitmärkte. Dafür suchen wir den Dialog und wollen, dass mittelständische Unternehmen zu aktiv Beteiligten der nordrhein-westfälischen Politik werden. Wir wollen die von der SPD-geführten Landesregierung im Sommer 2011 begonnene Handwerksinitiative NRW fortführen. Sie beinhaltet zielgerichtete Förderungen wie die Meistergründungsprämie, den „WachstumsScheck Handwerk“ und den „InnovationsGutschein Handwerk“. Neben der Meistergründungsprämie können Handwerker Gründungsbürgschaften bei der Bürgschaftsbank („BürgschaftsScheck Handwerk“) von bis zu 100.000 Euro beantragen. Die Handwerksinitiative ist ein wichtiges Signal für Existenzgründer im Handwerk, aber auch für schon bestehende Unternehmen.

Nach einer Studie der Prognos AG droht im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen ein Fachkräftemangel von bis zu 630.000 qualifizierten Personen. Wir werden nicht zulassen, dass der Mangel an qualifizierten Fachkräften zu einem Wachstumshemmnis in unserem Land wird. Deshalb haben wir 2011 das Fachkräfteprogramm NRW gestartet. Weil der Fachkräftebedarf regional- und branchenspezifisch unterschiedlich ausgeprägt ist, verknüpfen wir unsere Landesinitiative zur Fachkräftesicherung eng mit den Regionen in unserem Land.

Die auf Basis konkreter Bedarfe vor Ort erstellten und zwischen den Akteuren abgestimmten Handlungspläne der Region sind Grundlage für eine mögliche Förderung durch das Land. Für die Umsetzung und Koordinierung kann jede Region bis zu vier Personalstellen und ein Sachkostenbudget bis zu 1 Mio. Euro beantragen, wenn sie sich selbst finanziell beteiligt.In enger Kooperation mit den Spitzenvertretern der nordrhein-westfälischen Mittelstandsorganisationen hatte die SPD-geführte Landesregierung in der vergangenen Wahlperiode einen ersten Entwurf zum Mittelstandsgesetz auf den Weg gebracht. Kernstück des Entwurfes ist ein Clearingverfahren, bei dem alle mittelstandsrelevanten Vorhaben der Landesregierung frühzeitig auf ihre Folgen für die Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft einschließlich des Handwerks untersucht werden. Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen wird bei einer SPD-geführten Landesregierung in der nächsten Wahlperiode die Gelegenheit erhalten, bei allen Gesetzen und Verordnungen mit Bedeutung für mittelständische Unternehmen so frühzeitig wie in keinem anderen Bundesland beratend mitzuwirken.

Nordrhein-Westfalen soll auch in Zukunft an den europäischen Strukturfonds im bisherigen Umfang teilhaben. Wir setzen uns dabei für eine Vereinfachung der Förderverfahren ein und werden die Mittel auf Schwerpunkte der Landespolitik, wie die Förderung der Innovationsfähigkeit konzentrieren. Fach- und branchenübergreifende Kooperationen sichern den Unternehmen Erfolg auf den Leitmärkten. Industrieunternehmen und Dienstleister geben sich gegenseitig Impulse für Innovationen und tragen zur Steigerung der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit bei. Menschen, die unternehmerische Verantwortung tragen, wissen: Wenn notwendige Investitionen und Instandhaltungen versäumt werden, wird die Reparatur umso teurer. Das gilt auch für unser Gemeinwesen: Was wir jetzt in Vorsorge investieren, kommt als Rendite auch für die öffentlichen Haushalte doppelt und dreifach zurück.
Unsere Politik der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte setzt deshalb auf den Dreiklang von Sparen, Zukunftsinvestitionen und Einnahmeverbesserungen. Wir sorgen vor, um zu sparen – wir sparen, um vorzusorgen. Ein stetiges Wachstum ist für die Haushaltskonsolidierung ebenso unabdingbar wie die Stärkung der Einnahmebasis von Ländern und Kommunen. Generationengerecht ist, was Zukunftschancen schafft. Deshalb setzen wir auch auf Zukunftsinvestitionen in Bildung und Qualifizierung, in die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Infrastruktur, in unsere Städte und Gemeinden und in den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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