Verpackungssysteme – So umkämpft ist der Markt

©iStock/IPGGutenbergUKLtd
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Auch wenn das Umweltbewusstsein zunimmt und viele Verbraucher und Politiker Verpackungsmüll reduzieren wollen, gehören Verpackungen weiterhin zu unserem Alltag. Zahlreiche Unternehmen profitieren davon, große Anbieter wie Tetra Pak genauso wie mittelständische Betriebe. Gleichwohl: Der Markt ist stark umkämpft, die Firmen sehen sich mit diversen Herausforderungen konfrontiert.

Die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt

Mit Verpackungen lassen sich Milliarden umsetzen. Das beweist Tetra Pak, der bekannte Produzent der gleichnamigen Getränkeverpackungen. 2015 erzielte der Hersteller einen weltweiten Umsatz von fast 12 Milliarden Euro. Dabei handelte es sich um ein Plus von über 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Zahlen dürfen nicht täuschen. Der Verkauf von Verpackungen machte nur einen kleinen Teil dieses Wachstums aus. Vor allem günstige Wechselkursen und Dienstleistungen führten zu dem deutlichen Zuwachs. Probleme bereitet weiterhin die schwierige weltwirtschaftliche Lage, viele Konkurrenten leiden ebenfalls unter dem schwachen Wirtschaftswachstum. Der Markt an Verpackungen hängt erheblich von konjunkturellen Entwicklungen ab: Verzeichnen Hersteller und Händler eine hohe Nachfrage, benötigen sie auch viele Verpackungen. Zugleich entwickeln sie in einem positiven wirtschaftlichen Umfeld vermehrt neue Produkte, für die sie das Entwickeln entsprechender Verpackungen in Auftrag geben. Wie es den einzelnen Unternehmen momentan ergeht, liegt zudem an der jeweiligen internationalen Ausrichtung. Manche Firmen haben sich zum Beispiel in Russland und in China engagiert. Sie spüren nun das Embargo gegenüber Russland und die wirtschaftlichen Turbulenzen in der Volksrepublik.

Das zunehmende Umweltbewusstsein als Herausforderung

Die immer stärkere ökologische Ausrichtung von Verbrauchern und der Politik setzt die Branche ebenfalls unter Druck. Mehrwegsysteme bei Getränkeverpackungen und der Verzicht auf Verpackungen gefährden die Umsätze. Allerdings warnen Experten davor, die negativen Auswirkungen zu überschätzen. Erstens sind Verpackungen immer noch weit verbreitet – Einzelhandelsgeschäfte, die konsequent ohne Verpackungen verkaufen, bedienen nur einen kleinen Nischenmarkt. Zweitens bieten sich neue Chancen. Mit besonders umweltfreundlichen Verpackungen können Unternehmen Kunden gewinnen und Marktanteile ausbauen. Vor allem innovativen, kleineren Firmen eröffnet das bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Innovation und Kundenservice als Chancen

Ein Blick auf den Markt zeigt: Neben großen Herstellern behaupten sich auch kleinere Firmen wie zum Beispiel die erka Verpackungssysteme GmbH im harten Konkurrenzkampf. Sie können zwar die Position von Marktführern wie Tetra Pak nicht ernsthaft gefährden, sie können sich aber mit einer geschickten Strategie erfolgreich am Markt positionieren. Das realisieren sie mit innovativen und individuellen Lösungen für Kunden und einem überzeugenden Kundenservice. Mittelständische Unternehmen haben oftmals den Vorteil, dass sie auf Kundenwünsche wesentlich flexibler als Großkonzerne reagieren können. Sie entwickeln Verpackungen, die bei der Funktionalität und der Optik durch Einzigartigkeit bestechen. Für die Kunden hat das einen immensen Mehrwert, vielfach entscheidet die Art der Verpackung massiv über die Absatzzahlen.

Trotz großer Konkurrenz: Auch viele Mittelständler am Markt erfolgreich

Wie auf anderen Märkten gibt es auch bei Verpackungssystemen eine Konzentration: Unternehmen wie Tetra Pak als Marktführer zeichnen sich durch enorme Marktanteile aus. Zugleich bleibt Raum für viele kleinere und mittlere Firmen. Mit Spezialisierung, ökologischen Lösungen und Kundenorientierung können sie erfolgreich wirtschaften.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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