Top-Level-Domains – Markenschutz beachten

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Weltweit gibt es über 960 Millionen Webseiten. Ein absolutes Erkennungsmerkmal einer Homepage ist ihre Domain, unter der man sie im Internet finden kann. Besonders wichtig sind dabei Endungen, die für viele Menschen ein Qualitätsmerkmal darstellen. Die meisten davon enden auf klassischen Top-Level-Domains (TLD) wie .de, .net oder .com. Seit vergangenem Jahr gesellen sich zu diesen bekannten Endungen nun auch weitere Varianten. Webseitenbetreiber können seitdem auf weitere 1200 TLD-Varianten zugreifen, die beispielsweise auf .bayern, .berlin, .shop oder .space enden.

Eine solche Domain zu finden und zu registrieren ist nicht schwer. Dazu müssen Interessierte lediglich bei einem Internetprovider anfragen und eine entsprechende Domain registrieren. Bei Anbietern, wie 1&1, gibt es dazu eine passende Prüffunktion, mit deren Hilfe man eine Domain eingeben kann und entsprechende, verfügbare TLDs aufgelistet bekommt. Anschließend kann man sich diese über ein weiterführendes Formular sichern. Die neuen Domains sind besonders für Unternehmen oder Dienstleister interessant, die durch eine entsprechende TLD die Benutzerfreundlichkeit erhöhen oder die Verbundenheit mit einer bestimmten Region ausdrücken wollen. Der Domainname dient allerdings nicht nur der Benutzerfreundlichkeit. Er erscheint in Geschäftspapieren und E-Mails, auf Flyern und Plakaten. Daher sollen diese Adressen kurz, prägnant und einzigartig sein.

Probleme vermeiden

In der Welt der Markennamen und des Markenschutzes ist es allerdings schwierig, den Überblick zu behalten. Schließlich muss man heutzutage auf die zahlreichen Regelungen des Markenrechts Acht geben, bevor man eine Domainadresse registriert. Sollte seine Internetadresse das Recht eines Markeninhabers (gem. § 4 MarkenG) verletzen, drohen dem Domaininhaber sensible Strafen.
Marken können dabei auf mehrere Arten geschützt sein: Entweder über ein entsprechendes Patent beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) oder bei „überragender Verkehrsgeltung“ einer Marke.

  • Hierzulande entsteht ein Markenanspruch am häufigsten über den Eintrag in das Markenregister. Dieses wird von dem Deutsche Patent- und Markenamt in München geführt. Um dort aufgenommen zu werden, müssen sich Markeninhaber kostenpflichtig anmelden. Dazu kann man Marken entweder international oder innerhalb der EU anmelden, wodurch sie fortan entweder weltweit oder nur innerhalb Europas geschützt werden.
  • Bei berühmten Marken besteht zudem noch ein weiterer Rechtsanspruch. Ist eine Marke extrem berühmt, dann hat sie eine überragende Verkehrsgeltung. Dadurch braucht sie nicht zwangsweise einen Markeneintrag, da sie ohnehin allgegenwärtig ist. Die Ansprüche an solche Marken sind allerdings äußerst hoch, wodurch nur international populäre Marken von diesem Recht Gebrauch machen können. Dazu zählen beispielsweise Coca Cola oder DaimlerChrysler.

Bevor man also eine Domain anmeldet, sollte man vorher eine Markenrecherche durchführen. Dazu kann man beispielsweise eine kostenlose Marken-Suchmaschine nutzen, die das Netz nach Stichwörtern durchforstet und entsprechende Markeneinträge auflistet. Ist eine Marke bereits vergeben, erfährt man das sofort und muss gegebenenfalls umdisponieren.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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