Was macht einen seriösen Berater für den Unternehmensverkauf aus?

Berater für den UnternehmensverkaufDie zunehmende Anzahl von Unternehmensnachfolgen in Ostwestfalen und den umliegenden Regionen lässt auch unseriöse Anbieter ein attraktives Geschäft wittern. Ich bin in Beratungsgesprächen mit Unternehmern immer wieder von der Kreativität manch unseriöser Geschäftemacher überrascht.  Die nachfolgenden Alarmsignale sollten Sie mißtrauisch machen. Gleichzeitig erhalten Sie einige Hinweise, woran Sie seriöse Berater für den Unternehmensverkauf erkennen.

Kaltakquisen und unwahre Versprechungen

Erhöhte Vorsicht ist immer dann geboten, wenn Sie unaufgefordert Werbeanrufe, E-Mails oder Briefe mit dem Verweis auf eine Vielzahl angeblich konkret interessierter Kaufinteressenten für Ihre Firma erhalten.

Denn trotz gerichtlichen Verbots erwecken manche Beratungsunternehmen bis heute mit geschickten und irreführenden Formulierungen den Eindruck, es gäbe bereits konkrete Kaufinteressenten für Ihr Unternehmen. Ein solches Versprechen ist in den meisten Fällen unseriös und dient nur dem schnellen Abschluss eines teuren Vermittlungsvertrages. Denn die Suche nach Kaufinteressenten ist in Zeiten des Unternehmermangels eine besondere und zeitintensive Herausforderung die durch eine gut gepflegte Kaufinteressentendatenbank unterstützt wird.

Unrealistische Verkaufspreise

Nehmen Sie Kontakt zu einem der Absender auf, finden Sie sich oft im Gespräch mit einem psychologisch geschulten Außendienstler wieder. In diesem  Erstgespräch erfragen unseriöse Anbieter dann einige wenige Bilanzdaten und Ihre Kaufpreisvorstellung ab. Nach einer oberflächlichen Analyse „ermittelt“ der Vertriebsmitarbeiter einen unerwartet hohen Kaufpreis an, der einer seriösen ertragswertorientierten Unternehmensbewertung fast nie standhält. Vorsicht ist immer geboten, wenn ein Berater im Erstgespräch einen „Schnellschuss“ in Sachen eines möglicherweise erzielbaren Verkaufspreises abgibt.

Verkaufsdruck und hohe monatliche Kosten

Bereits im Erstgespräch drängt der provisionsabhängige Außendienstmitarbeiter auf den Abschluss eines Betreuungsvertrages mit einer Laufzeit zwischen 6 und 24 Monaten.

Die aus diesem Vertrag resultierenden Kosten summieren sich schnell auf  mehrere zehntausend Euro pro Jahr. Konkret messbare Ergebnisse bleiben in den meisten Fällen aus.

„Verkaufsunterstützend“ legen die Berater auch manchmal Profile vermeintlicher Kaufinteressenten vor. Gelegentlich werden sogar Gesprächstermine mit möglichen Interessenten zu einem solch frühen Zeitpunkt des Projektes vereinbart. Wenige Tage vor dem avisierten Termin werden diese  mit dem Hinweis abgesagt, dass es sich der Interessent anders überlegt habe.

Wodurch zeichnet sich ein seriöser Berater für den Unternehmensverkauf aus?

  1. Erst- und Folgekontakte ohne Verkaufsdruck: Ein seriöser Berater nutzt den Erstkontakt immer zur Analyse der individuellen Situation und der Vorstellung der Beratungs- und Begleitungsoptionen. Im Vordergrund steht ausschließlich die individuelle Nachfolgesituation des Unternehmers. Seriöse Berater unterbreiten nachfolgend ein ausführliches, der jeweiligen Situation angepasstes Angebot und drängen nicht auf einen Vertragsabschluss. Denn Vertrauen braucht Zeit.
  2. Keine zeitlichen Vertragsbindungen und keine laufenden Kostenpauschalen: Ein seriöser Berater für den Unternehmensverkauf verdient sein Geld nicht über lange Vertragslaufzeiten und hohe monatliche Pauschalen. Vielmehr macht ein klar definiertes Angebot deutlich, für welche Leistung ein verkaufsbereiter Unternehmer zahlt.
  3. Seriöse Berater arbeiten zudem in hohem Maße erfolgsabhängig und verrechnen wesentliche Teile der Vorlaufkosten mit der Erfolgsprovision.
  4. BDU-Mitgliedschaft: Viele seriöse Berater für den Unternehmensverkauf verpflichten sich als Mitglied des Bundesverbandes deutscher Unternehmensberater den strengen Standards ordnungsgemäßer Nachfolgeberatung. Einige Berater gehen mit höheren Standards sogar noch weiter: Dies betrifft z.B. den Schutz persönlicher Daten von Käufer und Verkäufer oder die Pflicht zur regelmäßigen Aus- und Fortbildung.
  5. Überprüfbare Referenzen: Erfragen Sie persönliche Referenzen und überprüfen Sie diese durch telefonische Nachfrage. Neutrale Bewertungsinstrumente wie z.B. ProvenExperts oder eine renommierte Auszeichnung, wie z.B. der Consultingpreis der WirtschaftsWoche erleichtern Ihnen die Auswahl. Eine Nachfrage bei IHKs oder HWKs zu Erfahrungen mit Beratern in der Region hilft ebenfalls bei der Auswahl.
    Fragwürdige Anbieter kreieren zudem oftmals eine Vielzahl positiver Referenzen auf ausländischen Internet-Seiten. Zumeist haben deren sonstige Inhalte meist nichts mit dem Thema Unternehmensnachfolge zu tun haben.

H. E. Eickelmann wird EICKELIT GmbH

Erfolgreiche Unternehmensnachfolge bei EICKELIT - Jürgen Eickelmann und Dr. Martin Strampfer (v.l.) (Foto: Christian Weische)
Erfolgreiche Unternehmensnachfolge bei EICKELIT – Jürgen Eickelmann und Dr. Martin Strampfer (v.l.) (Foto: Christian Weische)

Bielefeld. Mit Datum 1. September 2017 hat die neu gegründete EICKELIT GmbH sämtliche Aktivitäten der H. E. Eickelmann GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Das Bielefelder Traditionsunternehmen ist ein führender Hersteller von Spezialwerkzeugen für das Polieren, Schleifen und Veredeln von hochwertigen Oberflächen. Kunden sind vor allem Hersteller von Premium-Marken in der Automobil-, Möbel- und Luxusgüterindustrie, der Exportanteil liegt bei 35 Prozent. H. E. Eickelmann wird EICKELIT GmbH weiterlesen

Frauen in Unternehmensnachfolgen besser einbinden

Frauen in Unternehmensnachfolgen

Unternehmermangel hin oder her: Frauen in Unternehmensnachfolgen sind noch selten.  Über die Potenziale, die Frauen in Führungspositionen für Familienunternehmen heben sprach ich mit Kerstin Bardua. Sie kennt die Herausforderungen der Töchternachfolge aus eigenem Erleben.  Frauen in Unternehmensnachfolgen besser einbinden weiterlesen

Weichenstellung für weiteres Wachstum Personalveränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand der Westfalen Gruppe

Die Familie Fritsch-Albert hat einen weiteren Schritt in der Unternehmensnachfolge der Westfalen Gruppe vollzogen (v. li.): Renate Fritsch-Albert (Aufsichtsrat), Wolfgang Fritsch-Albert (Vorstandsvorsitzender) und Alexander Fritsch-Albert (Vorstand). (Foto: Westfalen Gruppe)

Die Westfalen Gruppe, Münster, hat kürzlich entscheidende Personalveränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand vorgenommen. „Diese Weichenstellungen zur Generationenfolge bilden die Basis zur Erreichung unserer Ziele“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Fritsch-Albert. „Diese sind nachhaltiges und profitables Wachstum sowie die Zukunftssicherung unseres Familienunternehmens.“

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Unternehmensnachfolge in Ostwestfalen: Droht ein Unternehmermangel?

Ostwestfalens Unternehmerschaft denkt in Generationen und weit voraus: Rund zwei Drittel aller Unternehmer über 55 Jahre haben sich laut einer Studie der IHK Bielefeld bereits intensiv mit ihrer Unternehmensnachfolge auseinandergesetzt. Nur ein Viertel aller Firmeninhaber soll sich noch nicht mit dem Thema befasst haben. Unternehmensnachfolge in Ostwestfalen: Droht ein Unternehmermangel? weiterlesen

70 Steuerberater zu Gast bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh

Informierten die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: (v.l.) Thomas Sterthoff (Vorstandsvorsitzender Volksbank Bielefeld-Gütersloh), Patrick Mohm (Dozent Fachhochschule Koblenz), Hedwig Holkenbrink (Investmentdirektorin VR-Equitypartner) und Ralf Reckmeyer (Leiter Firmenkunden Volksbank) (Foto: Volksbank)

Gütersloh. Informationen zur richtigen Unternehmensnachfolge und betrieblichen Altersvorsorge dürfen im Angebotsportfolio eines Steuerberaters wie auch eines Bankbetreuers nicht fehlen. Um die aktuellen Fragen der Branche zu diskutieren, fand jetzt in der Gütersloher Volksbank-Zentrale ein Steuerberater-Frühstück statt. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh hatte Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus dem Kreis Gütersloh und der Stadt Bielefeld eingeladen, um ihnen Chancen und Risiken betrieblicher Versorgungs- und Vergütungssysteme für Firmenkunden näher zu bringen.

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Unternehmensnachfolge im Mittelstand, Herbst 2015

Creditreform und KfW präsentieren die Ergebnisse einer Befragung: Der durchschnittliche mittelständische Unternehmer in Deutschland hat die 50 bereits überschritten (Durchschnittsalter: 53 Jahre). Viele Betriebe stehen daher in den kommenden Jahren vor der Übergabe an die nächste Generation. Eine breit angelegte Befragung, an der sich 1.200 Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen beteiligten, zeigt zunächst nun, dass Übergaben im deutschen Mittelstand Tradition haben. In 38,6 Prozent der befragten Unternehmen hat der jetzige Inhaber den Betrieb vom Vorgänger übernommen.

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Impulsforum Unternehmensnachfolge – Gelungene Podiumsdiskussion bei Stricker

(v.l.n.r.) Die Referenten beim Impulsforum Unternehmensnachfolge, Michael von Bartenwerffer, Dr. Ansgar Beckervordersandfort und Wolfgang Stricker mit Wirtschaftsjunior Julian Sievers. (Foto: Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen)
(v.l.n.r.) Die Referenten beim Impulsforum Unternehmensnachfolge, Michael von Bartenwerffer, Dr. Ansgar Beckervordersandfort und Wolfgang Stricker mit Wirtschaftsjunior Julian Sievers. (Foto: Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen)

Münster. Über 50 Gäste folgten der Einladung der Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen zum Impulsforum Unternehmensnachfolge in das Münsteraner Traditionsunternehmen Stricker und diskutierten mit Experten, wie eine Unternehmensnachfolge gelingen kann.

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