Depenbrock: Hafen- und Ingenieurbau

Firmenübernahme besiegelt. Von links: Christoph Wellendorf (Geschäftsführer F + Z Baugesellschaft), Karl-Heinrich Depenbrock (Gesellschafter Geschäftsführer Depenbrock Bau Gruppe), Dr. Thomas Knöbig (Geschäftsführer bei Depenbrock), Erik Depenbrock (Kaufmännischer Leiter bei F + Z) und Franz-Jürgen Kock (ehemals Leiter ARGE-Center BMOS nun bei Bilfinger Infrastructure) (Foto: Depenbrock)
Von links: Christoph Wellendorf (Geschäftsführer F + Z Baugesellschaft), Karl-Heinrich Depenbrock (Gesellschafter Geschäftsführer Depenbrock Bau Gruppe), Dr. Thomas Knöbig (Geschäftsführer bei Depenbrock), Erik Depenbrock (Kaufmännischer Leiter bei F + Z) und Franz-Jürgen Kock (ehemals Leiter ARGE-Center BMOS nun bei Bilfinger Infrastructure) (Foto: Depenbrock)

Stemwede/Oldenburg/Hatten. Die Depenbrock Bau Gruppe aus Stemwede hat den Hafen- und Ingenieurbau der Bilfinger Marine & Offshore Systems (BMOS) erworben. Die Tochtergesellschaft der Bilfinger SE mit Sitz in Hamburg ist aus der ehemaligen F+Z Baugesellschaft hervorgegangen, einer traditionsreichen hanseatischen Marke. Depenbrock: Hafen- und Ingenieurbau weiterlesen

Bilfinger hält weiter nach Übernahmekandidaten Ausschau

Bilfinger hält weiter nach Übernahmekandidaten Ausschau Mannheim (dapd). Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger will mit prall gefüllter Kasse weiter zukaufen. Für die Übernahme von Unternehmen stünden etwa 850 Millionen Euro zur Verfügung, sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Koch am Freitag in Mannheim. Zuvor hatte der MDAX-Konzern den Kauf des amerikanischen Wassertechnik-Spezialisten Johnson Screens mitgeteilt. Zum Kaufpreis machte Bilfinger keine genauen Angaben, er liege jedoch unter 150 Millionen Euro. Welche weiteren Unternehmen noch auf der Einkaufsliste stehen, wollte Koch nicht verraten. Auch zum Zeitpunkt äußerte er sich nicht. „Wir stehen da nicht unter Zeitdruck“, sagte der ehemalige hessische Ministerpräsident. Die mit Übernahmen beschäftigten Mitarbeiter hätten aber weiterhin viel zu tun. Seitdem Koch vor anderthalb Jahren die Führung bei Bilfinger übernahm, hat der Konzern viel Geld für neue Töchter ausgegeben. Der Wert der erworbenen Unternehmen betrage 700 Millionen Euro, die Leistung, die sie erbringen liege bei einer Milliarde Euro, betonte Koch. Möglich mache das der Verkauf des australischen Baugeschäfts, der Geld in die Bilfinger-Kassen spülte. Bereits in den Jahren zuvor hatte das Unternehmen durch zahlreiche Zukäufe einen Wandel von einem reinen Baukonzern zum Dienstleister vollzogen. Um den unterschiedlichen Gesellschaften einen einheitlichen Auftritt zu ermöglichen, benannte sich der MDAX-Konzern im September von „Bilfinger Berger“ in „Bilfinger“ um. Johnson Screens hilft Bilfinger bei Ausbau der Marktposition Die Übernahme der rund 1.200 Mitarbeiter zählenden Johnson Screens passe gut ins Bild der neuen Bilfinger als Ingenieurs- und Servicekonzern, sagte Koch. „In der industriellen Filtration nehmen wir damit eine weltweit führende Stellung ein.“ In der Vakuumfiltration werde die marktführende Stellung des Konzerns durch den Zukauf weiter deutlich ausgebaut. Mit Johnson Screens könne Bilfinger seine Leistung im Wasser- und Abwasserbereich nicht nur auf über 300 Millionen Euro verdoppeln, sondern auch die hohe Profitabilität des Geschäftsfelds weiter steigern, hieß es. Laut Koch liegen die Erträge hier über dem Durchschnitt des Gesamtkonzerns. „Das ist ein Markt, in dem wir von einem beträchtlichen Wachstumspotenzial ausgehen“, sagte er. Die Produkte von Johnson Screens werden bei der Gewinnung von Trinkwasser, in der Öl- und Gasindustrie sowie in weiteren Industriezweigen bei der Abwasserbehandlung und Rohstoffgewinnung eingesetzt. 2011 hatte Bilfinger im Wasser- und Abwasserbereich mit Diemme bereits einen italienischen Spezialhersteller von Kammerfilterpressen übernommen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)