Städteranking 2015 vom Institut der deutschen Wirtschaft

Münster. Münster behauptet auch in dem heute veröffentlichten Städteranking von der Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH die führende Position in Nordrhein-Westfalen. Dahinter liegen wie im Jahr 2014 Düsseldorf, Bonn und Köln. Erfreulich ist auch das Ergebnis des bundesweiten Vergleichs, in dem die Westfalenmetropole gegenüber dem Vorjahr zwei Positionen gut gemacht hat.

Platz 15 lautet das Resultat im Niveauranking, das die aktuelle Attraktivität und Leistungsstärke der Westfalenmetropole beschreibt. Bei der Schulabgängerquote mit Hochschulzugangsberechtigung ist Münster unter 69 Standorten spitze.

Das in Deutschland vielbeachtete Städteranking erfolgt im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout 24. Es zeigt auf, in welchen Städten es sich am besten leben, arbeiten und wohnen lässt. Das heißt: Es wird dargestellt, welche deutschen Kommunen zukunftssicher aufgestellt sind, wo Unternehmen gut qualifizierte Arbeitnehmer finden, wie sich die Immobilienpreise und Mieten entwickelt haben und wo die Lebensqualität am höchsten ist.

Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH: „Es ist gut zu wissen, dass wir in NRW nach wie vor an der Spitze sind. Und auch die Verbesserung im deutschlandweiten Ranking zeigt, dass die hiesige Wirtschaft mit vielen leistungsstarken Unternehmen sehr gut aufgestellt ist – was wir im Übrigen seit Jahren wissen und schätzen.“

Das erklärt auch, warum Münster beim Dynamik-Ranking – es analysiert den wirtschaftlichen Entwicklungsprozess der letzten Jahre – oben nicht mit dabei ist. „Hier zählen jene Städte zu den Gewinnern, die aus einer schwachen oder schwächeren Ausgangsbasis eine gute Entwicklung vollzogen haben“, sagt Robbers: „Was für unsere Selbsteinschätzung also zählt, ist das Niveau-Ranking bzw. der Ist-Zustand. Und der ist gut.“ Das meint auch Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe: „Es ist erfreulich, dass Münster als die kleinste Großstadt Deutschlands mit dem starken Süden mithalten kann.“

Vorne liegen München, Ingolstadt, Erlangen, Stuttgart, und Frankfurt – von der Industrie und Technologie geprägte Schwergewichte. Oberhalb der Mainlinie haben es neben Münster nur Wolfsburg (6), Hamburg (9) und Potsdam (20) unter die Top 20 geschafft.

Dabei punktet Münster vor allem als Bildungsstandort, betont Lewe. „Im Niveauranking weist keine deutsche Großstadt mehr Schulabgänger mit einer Hochschulzugangsberechtigung aus als die Westfalenmetropole“, freut sich Lewe. „Und das bedeutet Platz eins für unsere Stadt, in der Bildung, Lehre und Forschung äußerst wichtige Standortfaktor sind.“

Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout 24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH alle 69 kreisfreien Städte Deutschlands mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht. Über 100 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt und Lebensqualität gingen in die Bilanz ein.

Münsters…

Stärken im Niveauranking

• 60 Prozent der Schulabgänger im Jahr 2013 mit Hochschulzugangsberechtigung (Rang 1)

• Geringer Anteil überschuldeten Erwachsenen 2014 (Rang 11)

• 33,5 Prozent der Beschäftigten verdienen ihr Geld in einer Branche der wissensintensiven Dienstleistungen (Rang 10)

Schwächen im Niveauranking

• Geringer Anteil aufgeklärter Straftaten (Rang 68)

• Geringer Anteil von Ingenieure an allen Beschäftigten im März 2014 (Rang 64)

• 60,8 Prozent der Erwerbsfähigen hatten eine Beschäftigung (Rang 55)

Stärken Dynamikranking

• Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen im Untersuchungszeitraum um 48,5 Prozent (Platz 13)

• Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2009 und 2014 um nur 15,4 Prozent (Platz 9)

• Anstieg der Beschäftigten mit einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss zwischen 2009 und 2014 (Rang 17)

Schwächen Dynamikranking

• Geringere Dynamik bei Betreuungsquote der Drei- bis Sechsjährigen gegenüber den Jüngeren (Rang 48)

• Äußerst geringer Anstieg der Frauenbeschäftigungsquote zwischen 2009 und 2014 (Rang 68)

• Geringerer Anstieg der Steuerkraft (Grundsteuer, Gewerbesteuer und die Anteile der Gemeinde an der Einkommen- und Umsatzsteuer (abzüglich Gewerbesteuerumlage)) (Rang 65)

www.iwconsult.de und wiwo.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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