SPD und CDU verlieren in Hessen noch mehr Mitglieder

SPD und CDU verlieren in Hessen noch mehr Mitglieder Wiesbaden (dapd-hes). Die beiden großen Volksparteien verlieren in Hessen weiter Mitglieder. Die CDU hatte im Dezember 2012 noch 42.986 Mitglieder und damit 1.190 weniger als noch ein Jahr zuvor, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab. Die SPD verlor binnen Jahresfrist mehr als drei Prozent an Mitgliedern und zählte noch 58.897 Genossen in Hessen. Prozentual am stärksten verlor die FDP, die mit 5.994 rund sieben Prozent weniger Mitglieder hatte als noch vor einem Jahr. Die Linke musste einen Mitgliederrückgang von rund sechs Prozent verkraften und hatte noch 2.335 Parteibücher im Umlauf. Als einzige Partei im hessischen Landtag konnten die Grünen zulegen. Mit rund 5.300 Mitgliedern waren es 100 mehr als noch vor einem Jahr. Allerdings schwächte sich der Zulauf bei den Grünen deutlich ab. Im Jahr 2011 hatten die Grünen noch rund 600 neue Mitglieder begrüßen können. Die Piratenpartei konnte die Zahl ihrer Mitglieder von 1.270 auf 2.053 steigern, allerdings zahlten nur 90 Prozent der Mitglieder im abgelaufenen Jahr auch ihren Beitrag. Auch die Linke hatte mit mangelnder Zahlungsmoral zu kämpfen. So gab es nach Angaben der Partei 200 Neuaufnahmen und nur 120 Austritte, was eigentlich ein Anwachsen der Mitgliederzahl zur Folge hätte. Die Zahl der hessischen Linken sank jedoch trotzdem deutlich, da viele Mitglieder wegen länger ausstehender Beitragszahlungen gestrichen wurden. „Ansonsten sind wir eigentlich ganz zufrieden mit dem Verhältnis zwischen Neuaufnahmen und Austritten“, sagte der Schatzmeister der hessischen Linken, Peter Vetter. Davon kann bei den großen Parteien keine Rede sein. Die CDU etwa verlor binnen drei Jahren rund 4.000 Mitglieder in Hessen. Ein parteiinternes Problem sehen die Christdemokraten darin nicht. „Das Problem des Mitgliederrückgangs in Parteien, Organisationen, Kirchen und Vereinen ist ein gesamtgesellschaftliches“, sagte der hessische CDU-Generalsekretär Peter Beuth. Mit der zunehmenden Individualisierung seinen immer weniger Menschen bereit, sich in diesen Bereichen verbindlich und langfristig zu engagieren. dapd (Politik/Politik)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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