Rundumerneuerter Mauritzhof bringt urbanes Lebensgefühl nach Münster

Mauritzhof wieder eröffnet (Foto: Mauritzhof)
Mauritzhof wieder eröffnet (Foto: Mauritzhof)

Mit der Wiedereröffnung im September 2016 beginnt ein neues Kapitel für ein Haus mit bewegter Geschichte: den Mauritzhof in Münster. Schon in den 1980ern deutscher Vorreiter in Sachen Boutique-Hotellerie, hat sich das Haus unter der Regie seines Inhabers Dr. Stefan Reckhenrich konse- quent weiterentwickelt. Nicht weniger zukunftsweisend fällt die neue Optik aus: In Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Architekten Kresings und dem Berliner Kreativ-Team von Lambs and Lions entstand ein Raum, welcher das urbane Lebensgefühl im westfälischen Münster widerspiegelt.

Schon von weitem verrät die auffallend minimalistische Fassade, dass sich im einzigen Hotel an der grünen Promenade viel getan hat. Das neue, schwungvolle Logo symbolisiert die persönliche Handschrift des Hauses und streicht einmal mehr seine Eigenständigkeit heraus.

Das Klinkerhaus aus den 1950ern präsentiert sich nach sechsmonatiger Renovierung als moderner Kalk- steinbau, der um eine Etage aufgestockt wurde. Statt in 39 können Gäste ab sofort in einem von 52 neu gestalteten Zimmern oder der neuen Panorama-Suite einchecken. Im Eingangsbereich fangen bodentiefe Fenster die Außenwelt ein, gedämpfte Wandfarben und Fischgrätböden machen das Interieur angenehm behaglich. Auf gastronomischer Seite wurde ein ähnlich entspanntes Bar-Konzept geschaffen, das Gäste von morgens bis abends mit mediterranen wie lokalen Spezialitäten verwöhnt. Während an vielen Fronten neue Wege eingeschlagen wurden, hielt man an anderen Stellen an Bewährtem fest, so etwa beim Service. Nach dem Facelift ging man nahezu mit der kompletten Stamm-Crew der vergangenen Jahre an den Neu-Start, um weiterhin einen persönlichen Service der Extraklasse anbieten zu können.

Die Historie des Hauses ist eng mit der Geschichte seines Eigentümers und Betreibers Dr. Stefan Reckhenrich verbunden: Bereits kurz nach der Übernahme des Hotels in den 1980er Jahren modelte der leidenschaftliche Macher das Traditionshaus vom Familien- zum Boutique-Hotel um. „Mein Verständ- nis von individueller Hotellerie ist seit jeher zukunftsorientiert. Wie 1989 bei der ersten Umwandlung, war es auch jetzt an der Zeit für die nächste große Transformation – ohne die inneren Werte zu verlieren, die den Mauritzhof zu einem der ersten Häuser in Münster gemacht haben“, sagt der gebürtige Münster- aner und international tätige Unternehmensberater.

Reckhenrich spricht aus Erfahrung. Der promovierte Jurist weiß, was hervorragende Gastgeber- Qualitäten auszeichnet, ist ein Vordenker, der zupacken kann. Das Hoteliers-Handwerk von der Pike auf zu lernen, war eine Bedingung dafür, dass er das Haus überhaupt übernehmen konnte. Denn der Onkel und frühere Inhaber hatte vor seinem Tod auf eine entsprechende Ausbildung bestanden.

Und so gelangte der Mauritzhof in den Besitz des damals 27-jährigen Reckhenrich, der zu diesem Zeit- punkt nicht nur das Hotelfach gelernt, sondern auch das Jura-Staatsexamen in der Tasche hatte. In den Folgejahren inspirierten den neuen Eigentümer vor allem seine vielen Reisen und Aufenthalte in hoch- klassigen Häusern zu stetigen Veränderungen und Verbesserungen. Sein Credo: „Stand vor zehn Jahren in der Lifestyle-Hotellerie das Design im Fokus, ist es heute ein stimmiges Gesamtkonzept aus Architektur, Service und Sich-wie-Zuhause-Fühlen, was sich Gäste von einem zeitgemäßen Hotel erwarten.“

„Wie schon in den 1980ern hat sich Reckhenrich auch für diese stilprägende Modernisierung mit den ortsansässigen Architekten Kresings zusammengetan sowie das Berliner Kreativ-Team von Lambs and Li- ons als Designexperten mit an Bord geholt. Bereits die Außenfassade spiegelt das neue, kosmopolitische Lebensgefühl wider, das nunmehr ins Hotel eingezogen ist. Der Klinkerbau wurde mit Dietfurter Kalkstein ummantelt, einem für die Region typischen Baumaterial. Durchbrochen wird das massive Gestein von min- imalistischen Mauerblenden, so genannten Lisenen, in welche die Fassadenbeleuchtung integriert wurde.

In der offen gestalteten Lobby mit Bar/Restaurant verbreiten ein Kamin und relaxte Sitzmöbel von Gubi und Fredericia Lounge-Atmosphäre, großzügige Fensterfronten holen die angrenzende grüne Promenade ins Haus. Etwas zurückgenommen schließt sich der Frühstücksraum an, eine gemütliche Bibliothek und zwei top ausgestattete Meetingräume. Die Interieur-Designer spielten mit dem Kontrast aus helleren öffentlichen Bereichen und farblich gedeckt gehaltenen Rückzugsorten. Reckhenrich: „Erdige Töne und dunkle Holz-Paneele als wiederkehrendes Stilmittel haben einen Look geschaffen, der genauso gut nach Stockholm, Amsterdam oder New York passen würde. “So entspannt wie das Interieur ist auch das neue Gastro-Konzept: Die Lobby mit dem niedrigen Bar-Tresen verströmt tagsüber die Atmosphäre einer italienischen Café-Bar, abends wird sie zum zweiten Wohnzimmer für lokale und auswärtige Gäste, das mit einem erstklassigen Angebot an Weinen und Cocktails aufwartet. Die Küche des Hauses ist einfach, aber mit Raffinesse. Hier treffen regionale Spezialitäten auf mediterrane Akzente.

In den 52 gemütlichen Zimmern empfangen die Gäste gedämpfte Farben, schwere Vorhänge, luxuriöse Betten, ein beruhigendes, indirektes Licht, das der Gast je nach Stimmung und Tageszeit variieren kann. Ein Großteil der Zimmer verfügt über raumhohe Fenster und etliche davon zusätzlich über eigene Balkone mit Blick ins Grüne. Die offen gestalteten Bäder bieten sämtlichen Komfort und kommen mit schwarzen Metrofliesen und bodentiefen Duschen angenehm puristisch daher.

Die Zimmer in 5 Kategorien bieten nicht nur ausgesuchtes Design und viel Freiraum, sondern auch außergewöhnliche Annehmlichkeiten: Selbst nachts sorgt ein Bewegungsmelder am Bett für eine sanfte Grundbeleuchtung zum Bad. Wer den exzellenten Schlafkomfort vor Ort auch zu Hause genießen mag, kann die eigens für das Hotel entwickelten Betten hinterher erwerben. Ebenfalls förderlich für einen guten Schlaf ist das Frischluft-Belüftungssystem, das auch bei geschlossenen Fenstern ein angenehmes Raumklima schafft.

Ein weiteres Highlight ist die 60 qm große, aufwändig ausgestattete Suite mit: 10 Meter langer Glas- front, begehbarem Kleiderschrank, einer Erlebnisdusche die wahlweise als Dampf-Sauna oder Tepidari- um genutzt werden kann, Dusch-WC von Toto, Musikanlage, Loewe-TV-Gerät, Besprechungstisch, Bar, Gäste-WC, Kamin, der sowohl vom Wohn- als auch vom Schlafbereich zu bewundern ist – und Blick über die Dächer von Münster. Für Gäste, die mit Anhang reisen, lässt sich die Suite mit den angrenzenden Zimmern zu einem privaten Trakt für bis zu acht Personen verbinden.

Sechs Monate war der Mauritzhof geschlossen. Den Mitarbeitern, die zum Teil mehr als zehn Jahre im Haus beschäftigt sind, wurden währenddessen Weiterbildungen ermöglicht, einige von ihnen waren im Ausland. Der Hotelier sagt: „Es war mir ein besonderes Anliegen, nach der Renovierung wieder mit unserer erfahrenen und bewährten Crew an den Start zu gehen. Der Gast schätzt vertraute Gesichter. Das macht ein hervorragendes Haus doch erst aus, wenn das Personal weiß, wie der Stammgast seinen Kaffee trinkt.“

Klassische Hoteltugenden sind dem Inhaber auch als Gast wichtig: „Ich schätze einen freundlichen, unaufdringlichen und vor allem persönlichen Service. Gastgeber, mit Leidenschaft und Herzblut, denen es gelingt, ein Hotel zu einem Zuhause auf Zeit werden zu lassen.“ Und wenn der 60-Jährige eines nicht mag, dann sind es „Hotels, die bluffen.“ Reckhenrich: „Eine glänzende Fassade, bei der die inneren Werte nicht stimmen, das wäre nichts für mich. Aber wenn die Münsteraner ihre liebsten Gäste bei uns unter- bringen, dann ist das die größte Anerkennung für unsere Arbeit.“

Wer in Westfalen unterwegs ist, kommt an Münster nicht vorbei. Die 300.000-Einwohner-Stadt gilt als eine der lebenswertesten Großstädte Deutschlands – für viele ist sie schlichtweg die sympathischste. Das mag an ihrer Weltoffenheit, ihrem Kunstsinn oder der gelungenen Verbindung aus Geschichte und Moderne liegen. Überhaupt prägen junge Gesichter das Bild der Fahrrad-Stadt, was nicht zuletzt an ihrer Tradition als wichtiger Universitätsstätte liegt. Ein Highlight für Naturliebhaber: die 1770 angelegte grüne, autofreie Promenade, die auch heute noch die gesamte Altstadt bis zum Aasee und dem Schloss umgibt. Der Mauritzhof liegt als einziges Hotel direkt an diesem Grüngürtel und ist somit der perfekte Ausgangspunkt für Stadt-Erkundungen zu Fuß oder auf einem der hoteleigenen Fahrräder. Die wichtig- sten Sehenswürdigkeiten wie Dom und Lambertikirche oder die beliebtesten Shoppingmöglichkeiten rund um den Prinzipalmarkt sind jeweils nur wenige Minuten vom Hotel entfernt.

Zudem beheimatet Münster seit 1977 alle zehn Jahre die „Skulptur Projekte Münster“, eine international anerkannte Ausstellung von Skulpturen und Plastiken, die stets ein kunstsinniges Publikum nach West- falen zieht. 2017 ist es wieder soweit, einmal mehr werden sich Künstler und Gäste in Münster tummeln – und wie schon in der Vergangenheit im Mauritzhof wohnen. So etwa der Künstler Nam June Paik, der 1995 im Mauritzhof residierte und es bevorzugte, nach seiner gewohnten New Yorker Zeit zu leben. Das Mauritzhof-Personal stellte sich darauf ein und servierte dem Gast sein Essen eben zu nachtschlafender Zeit. Als Dankeschön hinterließ Ausnahmetalent Paik ein Bild, das bis heute einen Ehrenplatz neben viel- en anderen Kunstwerken von ehemaligen Hotel-Gästen einnimmt. Im kommenden Jahr werden bestimmt noch weitere Stücke dazu kommen.

www.mauritzhof.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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