Oldenburgische Landesbank mit deutlicher Gewinnsteigerung

Kennzahlen OLB-Gruppe (Foto: Oldenburgische Landesbank AG)
Kennzahlen OLB-Gruppe (Foto: Oldenburgische Landesbank AG)

Die Oldenburgische Landesbank Gruppe (OLB) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Nach 9,1 Millionen (Mio.) Euro im Vorjahr hat die OLB per 31.Dezember 2014 mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 34,7 Mio. Euro abgeschlossen. Nach Abzug der Steuern erwirtschaftete die Bank damit einen Gewinn in Höhe von 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro).

„Wir haben uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld positiv entwickelt und mit der deutlichen Steigerung des Ergebnisses unser Ziel erreicht“, sagt Patrick Tessmann, Vorstandsvorsitzender der OLB. Auf dieser Basis wird der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 in Oldenburg die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 Euro je Aktie vorgeschlagen (Vorjahr: 0,10 Euro).

Hohes Kredit- und Einlagenvolumen – erfolgreiches Kundengeschäft in der Region Das Kundengeschäft in der Regionalbank verlief erfolgreich. Das Geschäftsvolumen (Kundenkredit-, Kundeneinlagen- und Kundendepotvolumen) stieg auf rund 21 Milliarden (Mrd.) Euro. Mit einem Kreditvolumen von 10,1 Mrd. Euro war die Bank erneut ein verlässlicher Partner ihrer Kunden (Vorjahr: 10,1 Mrd. Euro). Als Mittelstandsfinanzierer in der Region unterstützte sie ihre Firmenkunden erfolgreich. Im Privatkundengeschäft wurden Zuwächse erreicht, da viele Kunden nach wie vor das niedrige Zinsniveau für Baufinanzierungen nutzten und vermehrt Ratenkredite in Anspruch nahmen, um private Anschaffungen zu realisieren.

Für ihre Geldanlagen legten die Kunden großen Wert auf Sicherheit. Dass sie hohes Vertrauen in die Regionalbank haben, zeigte sich im erneuten Zuwachs des Kundeneinlagenvolumens auf rund 7,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,7 Mrd. Euro). Vor allem kurzfristige Geldanlagen waren gefragt. Gegenüber Vorjahr stiegen die Sichteinlagen um 8,4 Prozent und die Spareinlagen um 3,0 Prozent.

Solide Ertragsentwicklung

Der Zinsüberschuss als wesentliche Ertragssäule konnte trotz des nach wie vor niedrigen Marktzinsniveaus in der OLB Gruppe mit 237,2 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden (Vorjahr: 237,7 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss reduzierte sich erwartungsgemäß auf 70,9 Mio. Euro (Vorjahr: 81,0 Mio. Euro). In den Vergleichswert des Vorjahres floss noch das Provisionsergebnis der Allianz Bank ein, deren Geschäftstätigkeit Mitte 2013 beendet wurde.

Modernisierung des Privatkundengeschäfts

Um die zukunftsfähige Aufstellung der Bank zu stärken, hat die OLB im abgelaufenen Geschäftsjahr die Modernisierung des Privatkundengeschäfts vorangetrieben. Die Maßnahmen tragen insbesondere dem sich verändernden Kundenverhalten Rechnung. Für die persönliche Beratung bleibt die Filiale der Ankerpunkt: Finanzfragen besprechen die kompetenten Kundenbetreuer der OLB bei Bedarf auch außerhalb der Öffnungszeiten mit ihren Kunden; dem zunehmenden Kundenwunsch, einfache Bankgeschäfte direkt online oder mobil zu erledigen, kommt die OLB mit der Erweiterung ihres digitalen Leistungsangebots nach. So ist die OLB als Multikanalbank regional und digital für ihre Kunden da.

Kosten im Griff

Die Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Bank führen zu Effizienzverbesserungen, prägten zunächst aber die Kostenentwicklung. Auch steigende Regulatorische Anforderungen an die Banken machten weitere Aufwendungen notwendig. Die Entwicklung des Personalaufwands war durch Tariferhöhungen im Bankgewerbe gekennzeichnet. Infolge der beendeten Geschäftstätigkeit der Allianz Bank verringerte sich der Verwaltungsaufwand insgesamt dennoch auf 237,9 Mio. Euro (Vorjahr: 264,1 Mio. Euro).

Deutlich reduzierte Risikovorsorge

Hatte sich im Vorjahr die Risikovorsorge noch belastend auf das Ergebnis ausgewirkt, war die Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 insbesondere im mittelständisch geprägten Firmenkundenportfolio der Bank günstig. Die Branchenkrise im Schifffahrtsbereich wirkte sich auch im abgelaufenen Jahr weiter auf die Bewertung aus. Eine Markterholung in größerem Umfang blieb aus, doch entwickelte sich die Risikovorsorge für unser Schiffsportfolio deutlich moderater als im Vorjahr. So ergab sich insgesamt ein Rückgang des Risikovorsorgebedarfs auf 39,0 Mio. Euro (Vorjahr: 81,5 Mio. Euro).

Stabiles Fundament und starke Substanz

Die Bilanzsumme der OLB blieb mit 14,1 Mrd. Euro auf hohem Niveau (Vorjahr: 14,2 Mrd. Euro). Die Kernkapitalquote verbesserte sich auf 9,8 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent) und liegt damit deutlich über dem für 2019 formulierten aufsichtsrechtlichen Zielwert von 8,5 Prozent. Unter Berücksichtigung einer Zuführung von 14,2 Mio. Euro zu den anderen Gewinnrücklagen, wie es der Hauptversammlung vorgeschlagen wird, ergibt sich auf Basis des 31. Dezember 2014 eine Kernkapitalquote von 10,1 Prozent. Diese Kapitalbasis ermöglicht der OLB, insbesondere das Wachstum der Firmenkunden in der Region weiter eng begleiten zu können.

Zum Jahresende 2014 beschäftigte die OLB Gruppe 2.314 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.445 – der Rückgang erklärt sich mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit der Allianz Bank). Mit 221 Auszubildenden ist die Regionalbank einer der größten Ausbilder im Nordwesten (Vorjahr: 236). Am 1. August 2014 haben 64 junge Menschen ihre Ausbildung begonnen. 46 Auszubildende wurden nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung übernommen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2015 geht die Bank von weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen aus. Insbesondere rechnet die OLB mit einer anhaltenden Niedrigzinsphase. Mit kompetenter Beratung, leistungsfähigen Produkten und mehr Komfort im Online und Mobile Banking will die OLB verstärkt Kunden überzeugen und neu hinzugewinnen. „Wir wollen insbesondere bei den beratungsintensiven Themen weiter punkten. Uns ist es wichtig, gemeinschaftlich mit unseren Kunden ganzheitliche Lösungen zu erarbeiten“, sagt Patrick Tessmann. Ziel ist es, auch in einem herausfordernden Umfeld die solide Geschäftsentwicklung aus 2014 fortzusetzen und eine Verbesserung des Ergebnisses zu erreichen.

www.olb.de/bilanzpressekonferenz

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

Die WIR-Redaktion freut sich auch auf Ihre Pressemitteilungen. Sprechen Sie uns an unter +49 5231 98100 0 oder per mail an redaktion@wirtschaft-regional.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.