Neues NRW Förderprogramm für junge Unternehmen

Bildrechte: Flickr JC_Flowers_14 K2 Space CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Nordrhein-Westfahlen und Niedersachsen sind die deutschen Spitzenreiter des Mittelstandes. Allein NRW beheimatet rund 750.000 mittlere und kleine Unternehmen, ebenso wie Niedersachsen. Mit einem Anteil von 99 Prozent ist der Mittelstand hier sogar strukturbestimmend. Damit die Wirtschaft der Region auch in Zukunft stabil bleibt, baut NRW jetzt auf zusätzliche Förderprogramme.

Laut NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze liegt die Zukunft in der universitären Bildung. Gesonderte Lehrstühle an den Universitäten, die zielgerichtet auf die Selbstständigkeit vorbereiten, sollen intensiv gefördert werden. Denn sie sorgen dafür, dass mehr Studienabsolventen direkt im Anschluss fähig sind, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Neue Betriebe seien vor allem wichtig, um Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit NRWs und umliegender Regionen auf internationaler Ebene. Bis 2020 stehen insgesamt 20 Millionen Euro Fördergeld für neu gegründete Start-Up-Unternehmen zur Verfügung. Firmen erhalten im Rahmen des Programms bis zu 240.000 Euro für die Anfangsphase. Wichtiges Kriterium: Die Projekte müssen aus dem Wissen aus Lehre und Forschung aufgebaut sein.

Bundesprogramm „Exist“ in Ostwestfalen

In Ostwestfalen gibt es diese Art von Förderprogramm bereits. „Exist“ steht für Existenzgründungen aus der Wissenschaft und hilft bei der Vorbereitung technologisierter und wissensbasierter Existenzgründung. Die drei wesentlichen Kurse des Förderprogramms setzen sich aus Gründungskultur, Gründerstipendium und Forschungstransfer zusammen. Neben ausgewählten Hochschulen fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit diesem Programm auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Mehr Informationen dazu finden sich auf der Seite von Exist.

Mit gutem Beispiel voran

Obwohl die Umsätze der NRW-Industrie im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent niedriger ausfielen, präsentiert sich die Wirtschaft ausgeglichen und stark, nicht zuletzt dank etablierter Unternehmen wie Miele, Takko oder Tönnies. Gerade erst verzeichnete das Familienunternehmen Miele mit einem Umsatzplus von 8,3 Prozent einen neuen historischen Höchststand. Ebenso zeigt Textilhersteller Takko Fashion, mit Hauptsitz in Telgte, dass Gründer aus der Region zu Großem fähig sind. Das Unternehmen gründete 1982 seine erste Filiale und stieg zum internationalen Value Fashion Retailer mit rund 1.9000 deutschen Standorten auf. Heute sieht sich die Marke in Produktqualität und Preisangebot gleichauf mit Branchenführern wie beispielsweise Fielmann. Im Segment Brillen und Sehhilfen ist das Unternehmen nicht nur sehr erfolgreich, sondern außergewöhnlich dominant. Allein in Deutschland verzeichnet Fielmann 584 Niederlassungen und besitzt in mittelgroßen Städten einen Marktanteil zwischen 40 und 50 Prozent. Mehr als 16.000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen im Jahr 2015.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.